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Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel > Januar, 1 / 2000

Wer wüßte nicht gerne, wie Denken, Sprechen und Fühlen entstehen?

 
Der neue Sonderforschungsbereich für Molekulare Entwicklungsneurobiologie stärkt die neurobiologische Forschung in Heidelberg.

Das Nervensystem ist wahrscheinlich nicht nur für Neurowissenschaftler, sondern auch für Laien das faszinierendste Organsystem des Menschen. Wer wüsste nicht gerne, wie man denkt, spricht und fühlt oder wie man Erkrankungen des Nervensystems heilen könnte?

Zu den besonderen Merkmalen des Nervensystems gehören die spezialisierten Kontaktstellen zwischen Nervenzellen. Diese Synapsen werden nicht beliebig, sondern mit höchster Präzision gebildet. Dazu müssen Vertreter sehr vieler Molekülfamilien außer- und innerhalb von Nervenzellen in richtiger zeitlicher Folge wie die Instrumente eines großen Orchesters zusammenwirken. Doch weder die vollständige Zahl der Instrumente noch die Gesamtpartitur dieses Konzerts sind bisher genau bekannt. Der neue Sonderforschungsbereich untersucht zudem, wie der Grundbauplan des Gehirns festgelegt wird und wie Vorläuferzellen, aus denen Nervenzellen und die für ihre Erhaltung wichtigen Gliazellen hervorgehen, sich entwickeln und wandern. Ebenfalls unklar ist bislang die Entwicklung der Nervenzellengruppen zu einem funktionierenden Ensemble. Erkenntnisse über die Entwicklung des Nervensystems liefern wichtige Einblicke in die Funktionen des fertigen Nervensystems.

Zahlreiche Vorgänge während der Hirnentwicklung wiederholen sich bei Reparaturprozessen von Gehirn und Rückenmark. Deshalb wird davon ausgegangen, dass sich aus der Analyse der Entwicklung des Nervensystems Rückschlüsse ziehen lassen, die für die Heilung von Erkrankungen nutzbar sind.

Diesen Fragen ist der neue Sonderforschungsbereich für Molekulare Entwicklungsneurobiologie (SFB 488) seit Januar auf der Spur. Für die nächsten drei Jahre bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft eine Förderung von rund 7,7 Millionen Mark. Dem SFB gehören Arbeitsgruppen der Universitäten Heidelberg und Jerusalem, des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Max-Planck-Instituts für Medizinische Forschung und des Europäischen Molekularbiologischen Laboratoriums an. Mehrere dieser Arbeitsgruppen waren bereits Mitglieder in dem vorherigen neurobiologischen Heidelberger SFB, der vor kurzem sehr erfolgreich nach 15-jähriger Laufzeit beendet wurde.

MS

 

 

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Updated: 09.02.00