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Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel > Januar, 1 / 2000

Studentenwerk Heidelberg prämiert

 
Auswärtiges Amt verleiht Betreuungspreis
Der Preis würdigt Personen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise dafür engagieren, ausländischen Studierenden den Studienaufenthalt in Deutschland zu erleichtern.

Der mit 10.000 Mark dotierte Preis wurde dem Studentenwerk auf Vorschlag einer Jury, der Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Hochschulbereichs sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) angehörten, verliehen.

DAAD-Stipendiaten

An der Universität Heidelberg studieren von allen deutschen Hochschulen die meisten DAAD-Stipendiaten. Besonders effektiv sind daher die Betreuungsreisen der DAAD-Referentin Dr. Nina Lemmens, hier im Kreise von Heidelberger DAAD-Stipendiaten anläßlich der diesjährigen Betreuungsreise.

Auf diesem Feld kann das Heidelberger Studentenwerk in der Tat einiges vorweisen. Mit vielen Maßnahmen wird ausländischen Studierenden das Einleben erleichtert, der Kontakt mit Kommilitonen gefördert und die Bewahrung der eigenen kulturellen Identität unterstützt.

"An einem Hochschulort wie Heidelberg mit dem höchsten Anteil ausländischer Studierender von allen klassischen Universitäten Deutschlands ist unabdingbar, dass den spezifischen Bedürfnissen ausländischer Studierender ganz besonders Rechnung getragen wird" erklärt Dieter Gutenkunst, Geschäftsführer des Studentenwerks Heidelberg. "Uns liegt viel daran, dafür zu sorgen, dass das Studium nicht nur in akademischer Hinsicht erfolgreich verläuft, sondern dass auch das soziale Umfeld stimmt." Das Studentenwerk kennt die Probleme der mehr als 4000 ausländischen Studierenden aus rund 180 Nationen, die an der Universität Heidelberg zu Gast sind. Sie beginnen meist schon vor der Anreise. Ein Zimmer muss gesucht, die richtigen Anlaufstellen gefunden und eine Menge Behördenkram erledigt werden. Wenn nicht klar ist, wohin man sich wenden kann, sind schon die ersten Tage geprägt von Stress und Unsicherheit.

Aus 180 Nationen

Deshalb ist das Infocenter des Studentenwerks am Universitätsplatz zentrale Anlaufstelle für alle ankommenden ausländischen Studierenden. Von der Zimmer- bis zur Jobsuche, vom Ausfüllen der im Infocenter vorrätigen Formulare für das Bürgeramt bis zum Antrag für die Krankenversicherung erhalten ausländische Studierende Unterstützung, bei mangelnden Deutsch-Kenntnissen auch in der eigenen Muttersprache. Und weil viele in Unkenntnis der deutschen Behörden-Öffnungszeiten am Wochenende anreisen, ist das Infosenter zu Semesterbeginn auch samstags geöffnet.

Sind die ersten Hürden genommenkümmert sich das Studentenwerk um möglichst schnellen Kontakt zu einheimischen Studierenden. In den Wohnheimen des Studentenwerks haben rund 40 Prozent einen ausländischen Pass. Deshalb gibt es in jedem Haus studentische Tutoren, die ehrenamtlich für die Betreuung der ausländischen Mitbewohner da sind und dafür sorgen, dass jeder schnell Anschluss findet. Auch wer nicht im Wohnheim lebt, findet über zahlreiche Veranstaltungen im Haus der Studierenden Kontaktmöglichkeiten. Dort können auch eigene Landsleute getroffen werden, denn für internationale Gruppen stellt das Studentenwerk Räume im "Studihaus" kostenlos zur Verfügung, in denen außerdem internationale Zeitungen und Zeitschriften ausliegen. Wer mit der Heimat in Kontakt bleiben möchte, kann dazu die Internet-Cafés in der Zentralmensa Im Neuenheimer Feld sowie im Café Ole im Gebäude der Mensa am Universitätsplatz und im Studihaus kostenlos tun.

Eine Möglichkeit für ausländische Studierende, schon vor Ankunft in Heidelberg mit hiesigen Studierenden Kontakt aufzunehmen, bietet das HeiNe-Programm, das Heidelberger Netzwerk. Das vom Studentenwerk initiierte Patenschaftsprogramm vermittelt ausländischen Studierenden einen studentischen "Paten" in Heidelberg, via e-mail, Fax oder Telefon können dann schon vor der Anreise Kontakte geknüpft werden.

Service-Paket via Internet buchbar

Kulturelle Aktivitäten, Workshops, Ausflugsprogramme und individuelle Beratung runden das Angebot ab. Ausländische Studierende können auch das "ServicePaket" (ein Alles-Inklusive-Paket) schon vom Heimatland via Internet buchen, in dem vom Zimmer über Verpflegung und Krankenkasse bis zum Semesterticket alles drin ist, was man für den Studienstart braucht. Sogar Leihcomputer und -fahrräder gibt es in diesen Paket-Angeboten.

Beim Studentenwerk gibt es noch viele Ideen, die nach und nach umgesetzt werden sollen. Zum Beispiel ein spezielles Zimmervermittlungsprogramm für solche ausländischen Studierenden, die nur wenige Monate nach Heidelberg kommen oder auch Re-Integrations-Aktivitäten für diejenigen, die nach Studienabschluss wieder nach Hause gehen. Das zweckgebundene Preisgeld wird hier vielleicht die Umsetzung der einen oder anderen Idee ermöglichen. Aber auch das, was bisher schon realisiert wurde, war dem Außenministerium die Auszeichnung wert. Geschäftsführer Dieter Gutenkunst sieht in der Preis-Verleihung vor allem eine Anerkennung des Engagements der Mitarbeiter des Studentenwerks und der zahlreichen ehrenamtlich tätigen Studierenden. Es konnte lediglich eine Mitarbeiterin für einen begrenzten Zeitraum teilweise von anderen Aufgaben freigestellt werden. Alles andere wurde von Mitarbeitern und Studierenden freiwillig übernommen.

Renate Homfeld / Foto : Rothe

 

 

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Updated: 09.02.00