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Zwei neue Promotionskollegs an der Universität Heidelberg

Pressemitteilung Nr. 113/2016
17. August 2016
Mittel der Landesgraduiertenförderung für die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern

An der Universität Heidelberg wurden zwei neue Promotionskollegs bewilligt. Jedes dieser Kollegs erhält zur Finanzierung von fünf Promotionsstipendien über einen Zeitraum von drei Jahren Fördermittel in Höhe von rund 230.000 Euro aus der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg. Für Infrastrukturmaßnahmen, zum Beispiel für die Durchführung von Konferenzen oder Weiterbildungsangeboten, werden zusätzliche Mittel von jeweils 5.000 Euro jährlich zur Verfügung gestellt. Die beiden Einrichtungen, die im Bereich der europäischen Philologien sowie auf dem Gebiet der Angewandten Mathematik und der Biowissenschaften angesiedelt sind, wurden vom Auswahlausschuss des Council for Graduate Studies in Abstimmung mit dem Rektorat zur Förderung ausgesucht.

Die Doktorandinnen und Doktoranden am Promotionskolleg „Was ist Tradition? Zu Genese, Dynamik und Kritik von Überlieferungskonzepten in den westeuropäischen Literaturen“ beschäftigen sich mit Formen der Traditionskonstruktion in der literarischen Produktion und Rezeption. „Traditionen bilden sich im Austausch zwischen Regionen und Nationen aus, sie besitzen jedoch nur selten globale Reichweite. Dabei tragen sie dazu bei, Identitäten von Individuen und Gruppen zu etablieren“, erläutert der Sprecher des Kollegs, Prof. Dr. Dirk Werle vom Germanistischen Seminar. Wie der Wissenschaftler betont, soll die Beschäftigung mit literarischer Tradition als Modell für eine differenzierte Konzeption von Literaturgeschichtsschreibung dienen. Gleichzeitig werden die Kollegiaten Fragen nach der historischen Besonderheit des „Traditionsraums Europa“ aufgreifen. Das Kolleg hat im Juli seine Arbeit aufgenommen.

Das Promotionskolleg „Mathematische Modellierung für die quantitativen Biowissenschaften“ thematisiert den fundamentalen Wandel der Biologie von einer Wissenschaft der qualitativen Entdeckungen hin zu einer quantitativen Wissenschaft. „Mathematische Modellierung und statistische Datenanalyse spielen in der modernen Biologie eine immer größere Rolle. Dieser Entwicklung wollen wir Rechnung tragen, indem wir die Doktorandinnen und Doktoranden umfassend mit Methoden in diesen Bereichen vertraut machen“, betont Prof. Dr. Anna Marciniak-Czochra vom Institut für Angewandte Mathematik, die Sprecherin des Kollegs ist. Dabei ist die Ausbildung in dem am BioQuant-Zentrum angesiedelten Promotionskolleg darauf ausgerichtet, die Nachwuchswissenschaftler als vielseitige Datenanalysten und Modellierer auf Führungsaufgaben in Forschung und Industrie vorzubereiten. Das Kolleg wird zum September 2016 seine Arbeit aufnehmen.

Mit den beiden neuen Kollegs führt die Universität Heidelberg ihr Programm zur Förderung von strukturierten Promotionsangeboten fort, das sie seit 2006 mit Mitteln der Landesgraduiertenförderung unterstützt. Mit ihren spezifischen Betreuungs- und Begutachtungsstrukturen tragen diese Angebote wesentlich dazu bei, die Forschungs- und Arbeitsbedingungen für Doktorandinnen und Doktoranden an der Ruperto Carola weiter zu verbessern. Zudem bietet die Graduiertenakademie Nachwuchswissenschaftlern und Lehrenden ein breites Spektrum an Beratungs- und Weiterbildungsangeboten sowie Serviceleistungen rund um die Promotionsphase.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 17.08.2016
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