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Rechtswissenschaftliche Dissertation mit Südwestmetall-Förderpreis ausgezeichnet

Pressemitteilung Nr. 43/2016
14. April 2016
Matthias Roth untersucht in seiner Heidelberger Doktorarbeit die Konzern- und Arbeitnehmerbesteuerung im Kontext des internationalen Steuerrechts
Verleihung des Förderpreises

Foto: KD Busch

Verleihung des Förderpreises durch den Südwestmetall-Vorsitzenden, Dr. Stefan Wolf, an Dr. Matthias Roth (links).

Für seine rechtswissenschaftliche Dissertation zur Konzern- und Arbeitnehmerbesteuerung im Kontext des internationalen Steuerrechts hat Dr. Matthias Roth den Südwestmetall-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2016 erhalten. Seine Doktorarbeit mit dem Thema „Konzerngesellschaft als Betriebstätte“ ist an der Universität Heidelberg entstanden und befasst sich mit steuerrechtlichen Fragen von großer praktischer Bedeutung, die deutsche Unternehmen mit Tochtergesellschaften im Ausland betreffen. Mit dem mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten aus.

In seiner Arbeit beschäftigt sich Dr. Roth mit der Frage, was geschieht, wenn ein ausländischer Staat zusätzlich zu dem Gewinn einer dort angesiedelten Tochtergesellschaft auch einen Teil des Gewinns des Mutterunternehmens in Deutschland besteuern will. „Die klassische Antwort lautete jahrzehntelang, dass jede Gesellschaft nur dort Steuern zahlt, wo sie tätig ist. Das betraf auch die Gehälter von Arbeitnehmern, die von der Muttergesellschaft nur vorübergehend ins Ausland entsandt und dort nicht besteuert wurden“, erläutert Matthias Roth. Anknüpfend an eine sich verändernde Staatspraxis untersucht der Rechtswissenschaftler in seiner Doktorarbeit, unter welchen Voraussetzungen dieses Trennungsprinzip nicht mehr Bestand hat. „Daraus ergeben sich für die Mitarbeiter, aber auch für die in Haftung genommenen Unternehmen erhebliche steuerliche Risiken, die in der Praxis kaum zu überschätzen sind“, betont Dr. Roth.

Matthias Roth (Jahrgang 1983) absolvierte ein Jura-Studium mit dem Schwerpunkt Steuerrecht an den Universitäten Heidelberg und Aberdeen (Schottland). Seine von Prof. Dr. Ekkehart Reimer betreute Doktorarbeit hat er am Institut für Finanz- und Steuerrecht der Ruperto Carola vorgelegt; dort wurde er im November 2015 promoviert. Matthias Roth war zunächst für eine internationale Großkanzlei in Düsseldorf tätig. Seit Juli 2014 übt er ein Richteramt bei dem Landgericht Wuppertal aus – aktuell am Amtsgericht Velbert.

Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern aus, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind. Die Preise werden auf Vorschlag der neun Universitäten des Landes Baden-Württemberg vergeben. Die Preisverleihung fand am 13. April in Stuttgart statt.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 15.04.2016
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