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Die Verwaltung von Imperien von der Antike bis in die Gegenwart

Pressemitteilung Nr. 213/2013
2. Oktober 2013
Jahrestagung des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“

Mit der Frage, wie Großmächte verwaltet werden, befasst sich die Jahrestagung des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg. Rund 150 Forscher aus aller Welt werden sich sowohl mit europäischen als auch asiatischen Verwaltungsformen von der Antike bis in die Gegenwart beschäftigen und dabei vor allem die Bedeutung von Akteuren wie etwa die der Beamten beleuchten. Die englischsprachige Tagung mit dem Titel „Managing Empires. Cooperation, Competition, Conflict“ findet vom 9. bis 11. Oktober 2013 statt. Zu den Hauptrednern gehören der Historiker Prof. Dr. Michael Broers von der Universität Oxford (Großbritannien) und die Japanologin Prof. Dr. Carol Gluck von der Columbia Universität in New York (USA).

„Eine effiziente Organisation ist seit jeher das Rückgrat von Imperien gewesen. Die Administration spielt dabei eine wichtige Rolle und kann ebenso entscheidend sein wie ein charismatischer Herrscher oder die militärische Ausstattung“, so Prof. Dr. Diamantis Panagiotopoulos, Direktor des Instituts für Klassische Archäologie der Ruperto Carola und Organisator der Konferenz. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Beamten zu. „Im kaiserlichen China etwa mussten die Bewerber ein aufwendiges Auswahlverfahren durchlaufen und Hunderttausende Schriftzeichen auswendig lernen, um die höchste Beamtenstufe zu erreichen“, erläutert die Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler, die zum Direktorium des Exzellenzclusters „Asien und Europa“ gehört. Ob und inwiefern das System der Verwaltung in China auch als Vorbild für den europäischen Verwaltungsdienst gesehen werden kann, ist das Thema eines Tagungsbeitrags. Die Wissenschaftler beleuchten aber auch andere Personengruppen, die die Herrschaft von Imperien beeinflussen. Sie werden unter anderem der Frage nachgehen, wie neue globale Eliten einen kosmopolitischen Lebensstil über nationale Grenzen hinweg prägen oder wie Marketingexperten und Medien das Image einer Großmacht nach außen transportieren.

Zum Programm der Jahrestagung gehören zwei öffentliche Schlüsselvorträge in englischer Sprache: Prof. Broers wird am 9. Oktober zur Eröffnung der Tagung über Napoleons Machtstrukturen sprechen. Dabei will er aufzeigen, wie der französische Herrscher die von ihm unterworfenen Länder modernisieren und deren Bevölkerung zu aufgeklärten Bürgern machen wollte. Der Eröffnungsvortrag in der Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, beginnt um 18.30 Uhr. Im zweiten Abendvortrag am 10. Oktober befasst sich Prof. Gluck mit der Bedeutung Japans in der Weltgeschichte der Moderne. Diese Veranstaltung findet um 18.30 Uhr im Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Forschung, Voßstraße 2, Gebäude 4400 (Raum 212), statt.

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 07.10.2013
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