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Neue Publikation: Alfred Hitchcock und die Künste

7. Februar 2013 – Nr. 35/2013
Interdisziplinärer Sammelband beleuchtet unterschiedliche Einflüsse auf die Filme des Regisseurs
Hitchcock C Schueren Verlag 160x200

Abbildung: Schüren Verlag

Henry Keazor (Hg.): Hitchcock und die Künste. Schüren Verlag 2013

Der Filmregisseur Alfred Hitchcock wurde vor allem mit kunstvollen Thrillern wie „Die Vögel“ oder „Psycho“ weltberühmt. Wie Einflüsse aus Bildender Kunst, Literatur, Architektur, Tanz und sogar der Kochkunst sein Schaffen zum Gesamtkunstwerk werden ließen, zeigt ein gerade erschienenes Buch des Heidelberger Kunsthistorikers Prof. Dr. Henry Keazor. Der Sammelband mit Beiträgen von zwölf Autorinnen und Autoren beleuchtet Hitchcocks Person und Werk aus unterschiedlichen Perspektiven. Aufgezeigt werden sowohl die vielfältigen Anregungen, die seine Werke beeinflussten, als auch der Einfluss seiner Filme auf andere Künstler. Henry Keazor, der am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg lehrt und forscht, ist Herausgeber der Publikation und hat den Einleitungstext verfasst.

Alfred Hitchcocks Verbindungen zur Bildenden Kunst sind nicht nur Experten bekannt: Seine Arbeit beim Film begann er als Zeichner und Bühnenbildner, sein Leben lang sammelte er zeitgenössische Kunst. Der Sammelband zeigt darüber hinaus aber auch die Bedeutung, die Hitchcocks vielfältige andere Interessen für seine Filme hatten. „Das Buch ist eine interdisziplinäre Annäherung an das Werk und die Person. Dabei geht es zum Beispiel auch um aktuelle Kunst- und Tanzprojekte, die sich mit Hitchcock auseinandersetzen. Sie zeigen, welch vielseitige Inspirationen und Anknüpfungspunkte das Werk dieses Regisseurs bis heute aufweist“, erklärt Henry Keazor, der Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Ruperto Carola ist. „Bislang haben sich fast nur die Medien- und Filmwissenschaften mit Hitchcock befasst – einen solch umfassenden und zugleich integrativen Ansatz wie in dieser Publikation hat es hingegen bislang noch nicht gegeben.“

Die Beiträge stammen aus den Bereichen Musik-, Literatur-, Theater- und Medienwissenschaft, Bildende Kunst, Choreographie und Psychoanalyse. Einer der Beiträge beschäftigt sich mit der Rezeption Hitchcocks im Kontext der zeitgenössischen Video-Installationskunst. Ein Interview mit dem Künstler Benjamin Samuel, dessen Hommage „Hitchcock30“ im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main zu sehen ist, beleuchtet den Stellenwert des Regisseurs in der aktuellen Kunst. Gleich zwei Beiträge setzen sich zudem mit der Rolle des Essens in Hitchcocks Filmen – und damit mit seiner Hauptleidenschaft neben dem Film – auseinander.

Literaturhinweis:
Henry Keazor (Hg.): Hitchcock und die Künste. Schüren Verlag 2013

Kontakt:
Prof. Dr. Henry Keazor
Institut für Europäische Kunstgeschichte
Telefon (06221) 54-2353, h.keazor@zegk.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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