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Ehrendoktorwürde der Universität Krakau für Peter-Christian Müller-Graff

Pressemitteilung Nr. 157/2011
23. Mai 2011
Heidelberger Rechtswissenschaftler wird für internationale Verdienste um Europarecht ausgezeichnet
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Prof. Dr. Peter-Christian Müller-Graff

Der Heidelberger Rechtswissen­schaftler Prof. Dr. Peter-Christian Müller-Graff ist mit der Ehren­doktor­würde der Jagiellonen-Universität Krakau ausgezeichnet worden. Die älteste polnische Hochschule verlieh dem geschäfts­führenden Direktor des Instituts für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht an der Universität Heidelberg in einem feierlichen Festakt Mitte Mai ihre höchste Auszeichnung. Gewürdigt wurden damit Prof. Müller-Graffs international wegweisende wissenschaftliche Arbeiten zum europäischen Wirtschafts-, Privat- und Verfassungsrecht und zur Rechtsvergleichung sowie seine Verdienste um die Zusammenarbeit der Juristischen Fakultäten beider Hochschulen.
 

Die Universitäten Heidelberg und Krakau (Gründungsjahr 1364) sind seit 1989 Partnerhochschulen. Die Juristischen Fakultäten beider Universitäten haben gemeinsam mit der Universität Mainz die Schule des Deutschen Rechts an der Jagiellonen Universität gegründet, die Studierende in Polen mit den Grundlagen des deutschen und europäischen Rechts vertraut macht. Seit 2002 können umgekehrt deutsche Juristen in der Schule des Polnischen Rechts das Wirtschaftsrecht des Nachbarlandes studieren. Außerdem richteten die drei Fakultäten mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Europäisches Graduiertenkolleg zum Thema „Systemtransformation und Wirtschaftsintegration im zusammenwachsenden Europa“ ein. An der Gründung dieser Einrichtungen war Prof. Müller-Graff maßgeblich beteiligt. Er wirkt als Direktor der Schule des Deutschen Rechts und als Sprecher des Graduiertenkollegs.
 

In der Laudatio würdigte Prof. Dr. Wojciech Pyziol neben Prof. Müller-Graffs Engagement für die Kooperation der Fakultäten vor allem seine international beachteten Schriften zur Entwicklung des Europarechts. Der Heidelberger Wissenschaftler habe sich zudem schon unmittelbar nach 1990 besonders für die Heranführung der osteuropäischen Staaten an das Recht und die Rechtsstaatlichkeit der Europäischen Union eingesetzt. Hervorgehoben wurden auch sein vielfältiger Einfluss auf die europarechtliche Praxis und seine grenzüberschreitende Förderung der institutionellen Verankerung des Europarechts an den Universitäten. Prof. Müller-Graff verwies in seiner Dankesrede auf „die friedens-, freiheits- und kultursichernde Aufgabe von Recht und Rechtswissenschaft als Erfahrungsspeicher praktischer Vernunft“ und die Gestaltungsverantwortung Mitteleuropas bei der Entwicklung des Europarechts. Peter-Christian Müller-Graff lehrt und forscht seit 1994 als Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung an der Universität Heidelberg.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Peter-Christian Müller-Graff
Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
Telefon (06221) 54-7583
p.mueller-graff@igw.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

 

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