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Die Macht der Bilder: Internationale Konferenz zum Thema Karikaturen

11. März 2011 – Nr. 63/2011
Exzellenzcluster „Asien und Europa“ der Ruperto Carola lädt zu Tagung in Ägypten ein

Karikaturen als Medien politischer und sozialer Propaganda sind das Thema einer internationalen Konferenz, die der Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Fayoum Arts Centre in Ägypten veranstaltet. Die Tagung findet vom 24. bis 27. März 2011 im Karikaturen­museum der Oase Fayoum statt. Unter dem Titel „Die Macht der Bilder“ befassen sich Wissenschaftler aus acht Ländern mit Karikaturen unterschiedlicher Kulturen, die vor allem aus der Zeit des Imperialismus und Kolonia­lis­mus stammen. Thematisiert werden aber auch aktuelle karikaturistische Darstellungen, beispielsweise zu den revolutionären Ereignissen in Tunesien und Ägypten der letzten Wochen.

„Karikaturen eignen sich hervorragend, um Kritik auszudrücken, und können in einer Gesellschaft sogar Aufstände hervorrufen. Denn sie haben nicht nur einen ästhetischen Wert, sondern vermitteln auch moralische Botschaften und politische Propaganda“, betont Eliane Ettmüller vom Heidelberger Exzellenzcluster „Asien und Europa“. Wie in Karikaturen unterschiedlichen Ursprungs mit Machtkonstellationen und gesellschaftlichen Hierarchien um­gegan­gen wird, ist eine der zentralen Fragestellungen der Konferenz. Die Vorträge widmen sich Bilddarstellungen unter anderem aus Japan, Indien und dem Iran, aber auch den Karikaturen in arabisch-, englisch- und franzö­sisch­spra­chi­gen Tageszeitungen, die zu den aktuellen Ereignissen in Tunesien und Ägypten erschienen sind. In einem weiteren Beitrag geht es um den zur Zeit unter muslimischen Jugendlichen populären Superhelden-Comic „The 99“ des Ku­waiti Naif Al-Mutawa, in dem traditionelle islamische Werte mit westlichen Wertvorstel­lungen verbunden werden.

Veranstaltet wird die Konferenz „Die Macht der Bilder – Karikaturen als transkulturelle Medien für politische und soziale Propaganda in der Zeit des Imperialismus und Kolonialismus“ von Heidelberger Wissenschaftlern des For­schungsprojekts „Satire“. Es ist am Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“ angesiedelt und wird von Prof. Dr. Hans Harder koordiniert. Kooperationspartner ist das Fayoum Arts Centre in Ägypten, dessen Karika­turenmuseum die einzige Einrichtung dieser Art im arabischen Raum ist. Weitere Informationen zur Konferenz und dem Forschungsprojekt sind unter www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/conference-caricatures-egypt abrufbar.

 

Kontakt:
Dr. Alexander Häntzschel
Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“
Telefon (06221) 54-4008
haentzschel@asia-europe.uni-heidelberg.de

Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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