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„Es ist wirklich ein Privileg, an der Universität Heidelberg zu studieren“

28. November 2008 – Nr. 10/2008
Fabrice Ngambele Pamen mit dem DAAD-Preis für ausländische Studierende der Universität Heidelberg ausgezeichnet
Am 26.11.2008 fand in der Aula der Alten Universität die diesjährige Verleihung des DAAD-Preises für ausländische Studierende der Universität Heidelberg statt, mit dem Fabrice Ngambele Pamen aus Kamerun ausgezeichnet wurde. Überreicht wurde der Preis von Ulrich Grothus, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), und Prof. Dr. Vera Nünning, Prorektorin der Universität Heidelberg für Internationale Beziehungen. Damit wird diese Auszeichnung zum vierzehnten Mal an der Universität Heidelberg vergeben.

Der vom DAAD gestiftete und mit 1000 Euro dotierte Preis wird an ausländische Studierende verliehen, die sich zum einen durch exzellente Studienleistungen an der Universität Heidelberg und zum anderen durch großes Engagement im und außerhalb des Hochschulbereiches verdient gemacht haben. Diese Auswahlkriterien hat der Jurastudent Ngambele Pamen durch seine hervorragenden Leistungen im akademischen und gesellschaftlichen Bereich bei weitem erfüllt. „Herr Ngambele Pamen ist ein höchst tatkräftiger Student, der zu einem besseren Miteinander beiträgt“, betonte Prof. Nünning.

Mit dem Studium der Rechtswissenschaften hatte Ngambele Pamen im Oktober 2004 in Douala begonnen. Nach Erlernen der deutschen Sprache am Goethe-Institut im Kamerun sowie dem Besuch des Internationalen Studienzentrums der Universität Heidelberg konnte er sein Jurastudium an der Ruprecht-Karls-Universität fortführen.

Der seit Wintersemester 2006/07 an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg Studierende kann nicht nur ausgezeichnete Studienleistungen vorweisen. Auch sein inner- wie außeruniversitäres Engagement im sozialen, gesellschaftlichen und interkulturellen Bereich ist beachtlich. „Mein Anliegen war und ist die Integration von Menschen mit Behinderung, der interkulturelle Austausch als Bereicherung für unsere Gemeinschaft, und dass Ausländer nicht als Last, sondern als Gewinn für die Gesellschaft wahrgenommen werden“, verdeutlichte Ngambele Pamen. „Das gesellschaftliche Engagement ist Teil meines Lebens geworden.“

Der am 12.11.1984 geborene angehende Jurist engagiert sich ehrenamtlich als Gemeinderatsmitglied in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) und als gewähltes Mitglied des Kapitels der evangelischen Universitätsgemeinde der Peterskirche. Zudem setzt er sich als gewählter Vertreter im Beirat der Stadt Heidelberg von Menschen mit Behinderungen für deren Rechte ein und ist Mitglied von drei Selbsthilfegruppen für Sehbehinderte. Daneben ist Ngambele Pamen auch aktives Mitglied der gemeinnützigen Organisation „Studieren ohne Grenzen e.V.“. Überdies war er als Siedlungssprecher für ein Studentenwohnheim zuständig für die Durchsetzung der Belange der Studierenden, engagierte sich bei der internationalen Hochschulgruppe AEGEE und bei der Amnesty International-Hochschulgruppe.

„Mir fehlen die Worte, um meinem Dank für den Preis angemessen Ausdruck zu verleihen“, erklärte Ngambele Pamen nach der Überreichung der Auszeichnung. „Ich bin sehr glücklich.“ Gleichfalls unterstrich der Preisträger: „Es ist wirklich ein Privileg, an der Universität Heidelberg zu studieren.“

Eine kleine Anekdote solle aufdecken, warum ihn sein Weg damals nach Deutschland führte. „Auch aufgrund meiner Fußballleidenschaft hatte ich an meinem Gymnasium im Kamerun den Spitznamen Oliver Kahn“, erzählte Ngambele Pamen. „Dieser Spitzname trug dazu bei, dass ich meine Vorliebe für Deutschland entdeckte.“

Fabrice Ngambele Pamen mit dem DAAD-Preis für ausländische Studierende der Universität Heidelberg ausgezeichnet  
Foto: Gabriel A. Neumann

Das DAAD-Preisgeld will der im fünften Fachsemester studierende Jurastudent zum großen Teil für die Finanzierung seines Studiums nutzen. „Ein Zehntel des Preisgeldes möchte ich jedoch an ‚Studieren ohne Grenzen e.V.’ spenden“, führte er aus. Mit Blick auf die Zukunft erläuterte Ngambele Pamen: „Ich werde mich am Max-Planck-Institut in Heidelberg auf das Völkerrecht spezialisieren, mich auch weiterhin den Menschenrechten widmen und für Frieden und die Völkergemeinschaft einsetzen.“

In den Jahren 1995 bis 2007 wurde der DAAD-Preis für ausländische Studierende der Universität Heidelberg bereits dreizehnmal vergeben. Ausgezeichnet wurden A. Nkwenkam (Kamerun), W. Eppich (USA), P. Purohit (Indien), S. Monsalve Suarez (Kolumbien), Ö. Ergen (Türkei), C. Royg Arriola (Paraguay), J. Khatib (Finnland), D. Kampanaros (Griechenland), C. Blesius (USA), Z. Pandi (Serbien und Montenegro), M. Foleng Ngu (Kamerun), R. Kum (Kamerun) und L. Du (China).
smw

Rückfragen von Journalisten bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
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