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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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4. Dezember 2006

Ruperto Carola 3/2006: Die Janusköpfigkeit des Schmerzes

Rohini Kuner vom Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg schildert in der Titelgeschichte des Heidelberger Forschungsmagazins aktuelle Arbeiten, die nachvollziehen lassen, wie sich der Schmerz als Gedächtnisspur in das Nervensystem eingräbt – Weitere Themen des neuen Heftes stammen aus der Geschichtsforschung, den Pflanzenwissenschaften und der Onkologie

Mit dem Schmerz verhält es sich wie mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde: Er kann vor Schaden bewahren, er kann aber auch zum unbarmherzigen Tyrannen werden und ebenso grundlos wie unablässig quälen. Diese Janusköpfigkeit des Schmerzes ist für Wissenschaftler und Ärzte ein Rätsel. Wie kommt es, dass sich eine schützende Funktion in eine chronische Krankheit verwandelt? Wie können chronische Schmerzen besser behandelt werden? Rohini Kuner vom Pharmakologischen Institut der Universität Heidelberg schildert in der Titelgeschichte des Heidelberger Forschungsmagazins "Ruperto Carola 3/2006" aktuelle Arbeiten, die nachvollziehen lassen, wie sich der Schmerz als Gedächtnisspur in das Nervensystem eingräbt. Weitere Themen des neuen Heftes stammen aus der Geschichtsforschung, den Pflanzenwissenschaften und der Onkologie.

Rektor im Editorial: In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative "Bekenntnis zur Volluniversität"

Mit elf Skizzen für die erste und zweite "Säule" ist die Universität Heidelberg in die zweite Runde der Exzellenzinitiative gestartet: sechs für Graduiertenschulen, fünf für Cluster. "Unser Bekenntnis zur Volluniversität spiegelt sich auch dieses Mal in den Antragsskizzen aus den Geistes-, Kultur- und normativen Wissenschaften wider", schreibt Rektor Peter Hommelhoff im Editorial der neuen "Ruperto Carola". Die Heidelberg Graduate School for Cultural Studies soll Graduierten der Theologischen, Philosophischen, Neuphilologischen sowie der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften exzellente Bedingungen für den Beginn ihrer akademischen Karriere bieten. Die Heidelberger Skizze für das Exzellenzcluster Asia and Europe in a Global Context: Shifting Asymmetries in Cultural Flows diskutiert die historischen Veränderungen und Inversionen der Beziehungen zwischen den Kulturen Asiens und Europas als asymmetrischen Transfer in einem globalen Kontext. In der Clusterskizze Normbildung im 21. Jahrhundert stehen Normen und Normensysteme als rechtliche und außerrechtliche, kultur- und sprachgebundene Maßstäbe wertender Beurteilung menschlichen Handelns im Vordergrund.

"Die drei genannten Skizzen belegen ohne Zweifel, dass sich die Universität Heidelberg nicht auf ihre – zugegeben starken – Lebens- und Naturwissenschaften allein zurückstutzen lässt", so Hommelhoff. Eine Universität, an der Geistesgrößen wie Max Weber, Karl Jaspers und Hans-Georg Gadamer ihre prägende Wirkung auf die Denkwelt entfalteten, stehe gerade in den Geistes- und normativen Wissenschaften besonders in der Pflicht.

Skizzen für die Graduiertenschulen International Public Health, Physics in the Life Sciences, Mathematical Computational Methods for the Sciences, Molecular and Cellular Biology sowie Translational Neuroscience "decken das wissenschaftliche Profil der Universität Heidelberg in meinen Augen eindrucksvoll ab". Auch mit den weiteren Clusterskizzen "sind wir zuversichtlich, die internationalen Gutachter der Exzellenzinitiative zu überzeugen": Translational Oncology, Scientific Computing sowie Heidelberg CASTEL: Cluster of ASTrophysicaL Excellence.

Hommelhoff: "Was die dritte Säule der Exzellenzinitiative betrifft, setzt die Universität ihren kreativen Denk- und Lernprozess engagiert und ernsthaft fort. Nach den Erfahrungen aus der ersten Runde hoffen wir diesmal, die Gutachter von der wissenschaftlichen Kraft und Zukunftsfähigkeit der Ruprecht-Karls-Universität überzeugen zu können."

Erinnerungsorte aus dem europäischen Mittelalter

Jede Gegenwart formt sich ihre eigene Vergangenheit. Der Historiker Bernd Schneidmüller vom Heidelberger Zentrum für Geschichts- und Kulturwissenschaften probiert in "Ruperto Carola 3/2006" aus, wie sich das Konzept nationaler Erinnerungsorte auf das europäische Mittelalter übertragen lässt. Der Autor hat seine Beispiele mit listiger Ironie zusammengetragen und provoziert mit unerwarteten Aktualitäten, die geeignet sind, so manche Selbstverständlichkeit und Selbstsicherheit unseres kollektiven Verständnisses europäischer Geschichte zu erschüttern.

Was macht der Schwefel in der Zwiebel?

Reaktionsfreudig, allseits verfügbar und äußerst vielseitig – seine besonderen Eigenschaften machen Schwefel zu einem wichtigen Element biologischer Systeme, von urtümlichen Bakterien über Pflanzen bis hin zum Menschen. Rüdiger Hell vom Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften erläutert die Bedeutung von Schwefel in der belebten und unbelebten Natur und stellt dar, wie die neuesten Erkenntnisse zum Schwefelstoffwechsel dazu beitragen, Pflanzen mit verbesserten Eigenschaften zu züchten.

Bündeln aller Kräfte

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg will gleichzeitig forschen, behandeln, vorsorgen und aufklären. Wie es diesen Aufgaben gerecht werden und wie es durch das Bündeln aller Kräfte gelingen kann, innovative Forschung rasch in neue Behandlungskonzepte zum Wohl krebskranker Menschen umzusetzen, schildern Christof von Kalle, Sprecher des Direktoriums und Direktor der Abteilung "Translationale Onkologie", und Dirk Jäger, Direktor der Abteilung "Medizinische Onkologie" in dem neuen Heft.

"Global Player" – Erreger, die keine Grenzen kennen

Die Atemwegserkrankung SARS oder der Rinderwahnsinn BSE sind prominente Beispiele für "Zoonosen" – Infektionen und Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragbar sind. Die Erreger von Zoonosen überwinden nicht nur spielend leicht Arten-, sondern auch Ländergrenzen und können rasch zu einer globalen Bedrohung werden. Madeleine Herren-Oesch vom Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften erläutert, dass Erreger, die sich an keinerlei Grenzen halten, nur dann umfassend erforscht werden können, wenn auch die Wissenschaft grenzüberschreitend arbeitet.

Die bekannten Rubriken runden auch "Ruperto Carola 3/2006" ab. Unter "Meinungen" stellt Kanzlerin Dr. Marina Frost dar, warum der Hochschulbereich durch die Föderalismusreform "in seinem Nerv getroffen" ist. Neue Wege der Malariabekämpfung zeigt Ann-Kristin Müller vom Heidelberger Hygiene-Institut in der Rubrik "junge Forscher" auf. Die Nachwuchsforscherin erhielt für ihre Dissertation kürzlich den Karl-Freudenberg-Preis 2006, der von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vergeben wird. In der Rubrik "Aus der Stiftung" blickt Christina Oesterheld auf eine Tagung in Heidelberg zurück, die sich mit dem kulturellen Einfluss von Urdu, der bedeutendsten Sprache Pakistans, beschäftigte.

Verlag des Forschungsmagazins ist der Universitätsverlag Winter Heidelberg. Ein Einzelheft kostet 5 Euro plus Versand. Es kann, ebenso wie das Förderabo für 30 Euro (vier Ausgaben), bestellt werden bei: Pressestelle der Universität Heidelberg, Postfach 10 57 60, 69047 Heidelberg. Kostenlose Ansichtsexemplare früherer Hefte liegen im Foyer der Alten Universität aus. Weitere Informationen und Volltexte früherer Ausgaben: http://www.uni-heidelberg.de/presse/publikat.html



Rückfragen bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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