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12. Dezember 2005

Bei "art-ort" wird der Raum zur Installation

Unterwegs-Theater plant Festival auf dem Universitätsplatz – Vom 14. bis 30. Juli entstehen hier begehbare Kunstobjekte

Unterwegs-Theater plant Festival auf dem Universitätsplatz
So oder ähnlich könnten der Universitäts-Platz und seine Umgebung aussehen, wenn das Unterwegs-Theater im Juli zum Sommerfestival "art-ort" lädt. Aus 30 Containern soll ein neuartiger Raum geschaffen werden (rechts), durch den die Zuschauer spazieren können, im Innenhof lädt ein meditativer Ruheraum zum Verweilen ein.
Repro: RNZ

Fast ein Jahr lang war es still geworden um das Unterwegs-Theater. Nachdem Jai Gonzales und Bernhard Fauser im Juli 2004 mit der "Spitalillusion" auf dem Kornmarkt eine eindrucksvolle Inszenierung aus Licht-, Ton- und Klangelementen gezeigt hatten, verabschiedeten sich die beiden nach Südamerika. Auftanken. Jetzt sind sie zurück und haben auch gleich ein neues Projekt mitgebracht: Mit "art-ort" startet das Unterwegs-Theater im Juli eine zweiwöchige Festivalreihe, bei der sich der Universitätsplatz samt Umgebung völlig verwandelt zeigen wird.

"Wir wollen vom 14. bis 30. Juli auf dem Universitäts-Platz sowie im Garten und dem Hexenturm eine Mischung aus Tanz, Film, Licht, Musik, Theater und Design installieren", erläuterte Jai Gonzales im Gespräch mit der RNZ. Dabei knüpfen die quirligen Macher des Unterwegs-Theaters an ihr wohl spektakulärstes Projekt an, die unvergessene H2O-Show, die im März 2003 ein echter Publikumsmagnet war.

Das Unterwegs-Theater bleibt seinem Konzept treu, Grenzen zu überwinden und Räume zu überschreiten. Deshalb soll bei "art-ort" am Universitäts-Platz aus 30 Überseecontainern ein neuer Raum geschaffen werden, der sein Innenleben als "Wunderkammern" aus Tanz, Klang und Bild preisgibt. In der Eingangshalle der Neuen Universität soll dann das Thema "Wissenschaft" inszeniert werden, auf künstlerische Art, versteht sich. Auch das unterirdische Magazin des Universitäts-Bibliothek wird in die Installation einbezogen, ebenso der Innenhof und der Hexenturm.

"Hier soll ein Ruheraum entstehen mit viel Grün, die Inszenierung von Hexenturm und Innenhof soll sich aber auch mit der Verfolgung von Frauen und Männern auseinander setzen", so Jai Gonzales und Bernhard Fauser. Bei der gesamten Installation arbeiten die beiden wieder eng mit den Architekten Jan Volkmann und Nils Herbstrieth zusammen; das hat sich bei der "Spitalillusion" schon bestens bewährt. Wenn alles so läuft, wie es sich die kreativen Theater-Macher vorstellen, wird "art-ort" als Sommerfestival zu einem festen Bestandteil des Heidelberger Kulturlebens werden. Dabei sollen öffentliche Räume neu erlebbar gemacht werden, indem sie vorübergehend in Orte des Genießens und der Muße verwandelt werden. Jai Gonzales und Bernhard Fauser wollen ihr Publikum verführen, sie wollen Gespräche zwischen Künstlern, Raum und Zuschauern in Gang bringen. "Das Festival verlangt von uns, den Raum zu durchlaufen wie einen urbanen Text, der entschlüsselt und gedeutet werden soll", so Jai Gonzales.

Zu zeigen, was möglich ist, wenn sich Künstler von bürokratischen Hindernissen nicht abschrecken lassen, ist eine Spezialität der beiden. 16 Jahre lang haben die Choreographin aus Peru und der ehemalige Leistungsturner und Circusclown mit legendären Eigenproduktionen das Kulturleben der Stadt bereichert; einen eigenen Spielort hatten sie nie. Alle Spielorte waren ein Provisorium, stets auf Abruf, immer ohne entsprechende Infrastruktur. Jetzt setzen die beiden auf Räume, die von Anfang an nicht auf Dauer angelegt sind; ganz schön konsequent.

Ingeborg Salomon



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