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8. Dezember 2005

Verschlucken statt Schlucken

Die 2. Adventsfortbildung der Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik Heidelberg am 10. Dezember 2005 befasst sich mit Schluckstörungen – Spezialsprechstunde ab Januar 2006

Mit dem Schlucken ist es wie mit dem Atmen: Erst wenn es nicht mehr funktioniert, merkt man, dass man es ständig tut. Am Tag schlucken wir bis zu 2.000 Mal, vor allem unseren Speichel, von dem der Körper täglich 1,5 Liter produziert.

Beschwerden beim Schlucken sollten immer medizinisch abgeklärt werden. Sie können zu ernsthaften Problemen, z.B. Lungenentzündungen, führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Manchen Patienten ist es kaum noch möglich, Nahrung zu sich zu nehmen; sie müssen vollständig oder teilweise über Sonden ernährt werden.

Schluckstörungen sind das Thema der 2. Heidelberger Adventsfortbildung, die am 10. Dezember 2005 von der Hals-Nasen-Ohren-Universitätsklinik Heidelberg veranstaltet wird. "Eingeladen sind nicht nur HNO-Ärzte, sondern auch Vertreter anderer Disziplinen wie der Neurologie und der Radiologie, die bei der Behandlung von Patienten mit Schluckstörungen zusammen wirken", erklärt Professor Dr. Peter Plinkert, Ärztlicher Direktor der HNO-Universitätsklinik Heidelberg. Wichtige Mitglieder des Behandlungsteams sind auch die Logopädinnen, die bei der Behandlung der Patienten eine entscheidende Rolle spielen.

Kehlkopfdeckel dichtet die Luftwege ab

Schlucken ist ein sehr komplexer und störanfälliger Vorgang, an dem 25 Muskelpaare und 5 Hirnnerven beteiligt sind. In der Mundhöhle wird die Nahrung zerkleinert und gleitet danach in den Rachen. Die Berührung der Gaumenbögen löst den Schluckreflex aus. Wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Nahrung nun in die Speiseröhre und nicht in die Luftröhre gelangt, ist der vollständige Verschluss der Atemwege, die sich mit den Speisewegen im Rachen kreuzen. Das Gaumensegel verschließt den Nasenraum von hinten und der Kehlkopfdeckel den Kehlkopfeingang und damit die Luftröhre.

Die Hälfte aller Schlaganfallpatienten leidet an Schluckstörungen

Rund die Hälfte aller Patienten nach einem Schlaganfall leiden an Schluckstörungen: Bei ihnen wurden wichtige Gehirnregionen mangelhaft durchblutet, so dass der zentral gesteuerte, unbewusste Schluckvorgang nicht mehr einwandfrei funktioniert. Diese Patienten verschlucken sich leicht, dass heißt: Nahrungsbestandteile gelangen in ihre Atemwege (Aspiration). Auch Tumorpatienten weisen sehr häufig Schluckstörungen auf. Mit den Tumoren des Kehlkopfes werden auch für das Schlucken wichtige Strukturen entfernt.

Die HNO-Universitätsklinik Heidelberg wird ab Januar 2006 eine Spezialsprechstunde für Patienten mit Schluckstörungen anbieten. "Im Verbund mit anderen Fächern der Kopfklinik bieten wir eine interdisziplinäre Untersuchung und Beratung mit logopädischer Unterstützung an", erklärt Dr. Frank Wallner, Leitender Oberarzt der Klinik.

Bei Rückfragen:
Dr. Frank Wallner
Tel.: 06221 – 56 6703
E-Mail: frank.wallner@med.uni-heidelberg.de

Ursula Winklmaier
Tel.: 06221 – 56 38953
E-Mail: ursula.winklmaier@med.uni-heidelberg.de

Für die Sprechstunde melden Sie sich bei der HNO Leitstelle unter 06221-56-6710 oder -6752


Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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