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27. Dezember 2005

Ein Leben für Prinzhorn

Viele Jahre sammelte der Heidelberger Mediziner Prof. Dr. Wolfgang Geinitz alles, was er über Hans Prinzhorn (1886-1933) finden konnte – Seinen spannenden Fundus übergab er jetzt der Sammlung Prinzhorn – Der Wert für die historische Wissenschaft ist erheblich

Logo Sammlung Prinzhorn

In fast 30jähriger Forschungsarbeit widmete sich Wolfgang Geinitz dem Projekt einer Prinzhorn-Biographie. Mit großem Engagement und beeindruckender Gewissenhaftigkeit folgte er dem Lebensweg des umtriebigen ‚Expressionisten', der als Kunsthistoriker, Arzt und Psychotherapeut die intellektuelle Szene der Weimarer Republik bewegte.

Viele Zeitzeugen lebten damals noch. Geinitz suchte sie auf, führte Interviews oder befragte sie ausführlich in Briefwechseln. Er spürte Fotografien auf, sämtliche noch erhaltenen Korrespondenzen mit Prinzhorn und zahlreiche weitere Dokumente. Frucht dieser Anstrengung waren Aufsätze über den "ewig Suchenden", erschienen in den 1980ern und 90ern, die mit vielen Mythen und Falschmeldungen über diese schillernde Persönlichkeit aufräumten. Zum Ausarbeiten der geplanten großen Lebensdarstellung ist es aus Krankheitsgründen leider nicht mehr gekommen. Deshalb haben Wolfgang Geinitz und seine Familie jetzt beschlossen, das Prinzhorn-Archiv an die Sammlung Prinzhorn zu übergeben, dem Haus für jene Sammlung künstlerischer Werke von Insassen psychiatrischer Anstalten, die bis heute als bedeutendste Leistung Prinzhorns gilt.

Hier wird das Archiv zur Zeit gesichtet, geordnet und konservatorisch betreut, so dass es interessierten Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden kann. Der Museumsleiter, Dr. Thomas Röske, selbst mit einer Biographie Prinzhorns promoviert, begrüßt die Schenkung als wichtigen Zuwachs, der die Ausrichtung des Hauses als Forschungseinrichtung unterstreicht.

Aktuelle Ausstellung: "Bern 1963: Harald Szeemann erfindet die Sammlung Prinzhorn" bis 19. März 2006

Öffnungszeiten: Di-So 11.00 bis 17.00 Uhr, Mi bis 20.00 Uhr (Mo geschlossen).

Öffentliche Führungen: jeden Mittwoch um 18.00 Uhr und Sonntag um 14.00 Uhr. Sonderführungen nach Vereinbarung.



Rückfragen bitte an:
Sammlung Prinzhorn
Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universität Heidelberg
Monika Jagfeld M.A., Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Voßstraße 2, 69115 Heidelberg
Tel. 06221 564725, Fax 561723
www.prinzhorn.uni-hd.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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