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15. Dezember 2005

Vereinigung der Medizinfakultäten – ein bedeutender Gewinn für die Metropolregion

Rektor Prof. Hommelhoff spricht von Durchbruch – Die beiden medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg sollen in spätestens sechs Jahren zusammengeführt werden – Leitungsgremien der Universität Heidelberg bekennen sich zur Dualität der beiden Medizinstandorte in Heidelberg und Mannheim

Als bedeutenden Gewinn für die Metropolregion Rhein-Neckar in ihren beiden Zentren Heidelberg und Mannheim wertet die Universität Heidelberg die nun von den Leitungsgremien beschlossene Zusammenführung ihrer medizinischen Fakultäten in den beiden Städten in spätestens sechs Jahren. Rektorat, Senat und Universitätsrat bekennen sich in ihren Beschlüssen von dieser Woche zur Dualität der beiden Medizinstandorte und geben eine Garantie für den Hochschulmedizinstandort Mannheim. "Dies ist ein Durchbruch, den die Universität den beiden Fakultäten unter Leitung ihrer Dekane Professor Claus Bartram und Professor Klaus van Ackern und der Senatskommission unter der engagierten Leitung des Senatssprechers Professor Peter Meusburger verdankt", kommentierte der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Peter Hommelhoff, heute vor Journalisten.

Nach dem übereinstimmenden Willen aller Beteiligten soll die Mannheimer Medizin zu einer Vollfakultät ausgebaut, und gleichzeitig sollen die Fakultäten in ihren Aktivitäten einander angenähert werden. In diesem Prozess wird sich die Universität Heidelberg auch mit der Politik, insbesondere mit der der Stadt Mannheim und mit dem Wissenschaftsministerium, eng abstimmen.

Der Universitätsrat beglückwünscht die medizinischen Fakultäten und die Senatskommission zu diesem Erfolg und verbindet damit die Erwartung, dass die Leitungsstrukturen des Universitätsklinikums Mannheim entsprechend den Bedürfnissen von Forschung und Lehre umgestaltet werden. Grundlage ist folgende Verständigung zwischen den beiden Fakultäten:

  1. Die Notwendigkeit des Aufbaus einer eigenständigen medizinischen Grundlagenforschung am Standort Mannheim wird anerkannt. Die hierfür notwendigen Ressourcen, die bisher ganz auf die Heidelberger Fakultät ausgerichtet waren, müssen dem Standort Mannheim in einem ausreichenden, noch genauer zu definierenden Umfang zur Verfügung gestellt werden.
  2. Die medizinische Fakultät in Mannheim baut einen eigenen, wettbewerbsfähigen Studiengang ("MaReCum") auf, der komplementär zu Heicumed ein eigenes Profil aufweist.
  3. Der Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg wird in Absprache mit den Gremien seiner Fakultät bereits im Jahre 2006 einen Grundbetrag zum Aufbau der medizinischen Grundlagenforschung in Mannheim zur Verfügung stellen.
  4. Die Aufbauphase der medizinischen Grundlagenforschung bedarf jedoch eines maßgeblichen finanziellen Engagements des Landes Baden-Württemberg.
  5. Bis zu Beginn des Sommersemesters 2006 erstellen die beiden Fakultäten für die Phase bis zur Vereinigung (in spätestens sechs Jahren) einen verbindlichen Zeitplan, der die Meilensteine einer gemeinsamen Struktur- und Entwicklungsplanung und des Ressourcentransfers an den Standort Mannheim enthält. Spätestens zu Beginn des Sommersemesters 2006 soll eine Aufbau- und Koordinationskommission eingerichtet werden, welche für den Zeitraum bis zur Vereinigung für die Umsetzung der konzipierten Entwicklungspläne sorgt und die für den Zusammenschluss notwendigen Schritte vorbereitet.
  6. Im Laufe des Sommersemesters 2006 konzipieren die beiden Fakultäten einen detaillierten Entwicklungsplan für die ersten vier Jahre nach dem Zusammenschluss der Fakultäten. Dieser soll u.a. die Ausrichtung der neu zu besetzenden Professuren sowie die Ressourcen für die Entwicklung des eigenständigen Profils des Standorts Mannheim in Forschung und Lehre enthalten.
  7. Da unter den gegebenen kapazitätsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie dem Curricularnormwert diese Umstrukturierung mit erheblichen Verwerfungen am Standort Heidelberg verbunden wäre, ist unabdingbare Voraussetzung, dass das Land Baden-Württemberg die rechtlichen und haushalterischen Probleme so löst, dass der Ausbau des Standortes Mannheim nicht zu einer Schwächung der Exzellenz der Lebenswissenschaften an der Universität Heidelberg führt.
  8. Zur Absicherung des in der Universität erstellten Konzepts ist möglichst bald ein Gespräch mit dem MWK zu führen, in dem geklärt werden muss, wie die unter Punkt 7 angesprochenen Probleme der Verlagerung von Studienplätzen von Heidelberg nach Mannheim sowie die Fragen der leistungsorientierten Mittelverteilung gelöst werden können. Es wird vorgeschlagen, dass neben den Vertretern der Universität Heidelberg auch externer Sachverstand an den Verhandlungen mit dem Ministerium teilnimmt.
  9. Angesichts der angespannten finanziellen Situation und der damit verbundenen Stellenstreichungen in anderen Fakultäten kann es die Universität Heidelberg nicht verantworten, dass an den beiden Standorten der Heidelberger Medizin auf so kurze Distanz doppelte Strukturen aufgebaut werden. Doppelprofessuren sind auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Dort wo sie aus Gründen der regionalen Krankenversorgung unverzichtbar sind, sollten sie sich zumindest in der Spezialisierung unterscheiden ("Berufung auf Lücke").
  10. Mit Stimmenmehrheit empfiehlt die Kommission, dass bei einem Zusammenschluss der beiden Fakultäten die Leitungsstrukturen des Klinikums Mannheim auf die neue Situation abgestimmt werden müssten. Dazu sind Verhandlungen mit dem Eigentümer notwendig.

Rektor Prof. Peter Hommelhoff: "Dieser Mannheimer Aufwuchs in organisierter Kooperation mit Heidelberg ist unverzichtbar, damit die Universität Heidelberg mit ihren beiden medizinwissenschaftlichen Standorten im nationalen und internationalen Wettbewerb ihre Spitzenposition festigen und weiter ausbauen kann. Anderenfalls wäre Heidelberg Gefahr gelaufen, namentlich hinter die Wettbewerber Berlin und München zurückzufallen. Mit der Zusammenführung will die Universität Heidelberg einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Zielsetzungen der Metropolregion in Wissenschaft und Wirtschaft mit Leben zu erfüllen."



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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