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22. Dezember 2005

Eine Brücke zurück ins Leben

Vor zehn Jahren wurde die Tagesklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg gegründet

Seit zehn Jahren dient sie Menschen, die unter psychischen Störungen leiden, als Brücke, um ins berufliche und soziale Leben zurück zu finden: In der Tagesklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Christoph Mundt) werden Patienten betreut, die noch nicht wieder vollkommen selbstständig zuhause leben können, denen es andererseits aber bereits gut genug geht, die Abende, Nächte und das Wochenende in ihrer Wohnung zu verbringen.

Arbeitstherapeutin Silke Hühnergard betreut die Patienten in der Schreinerei der Tagesklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.
Arbeitstherapeutin Silke Hühnergard betreut die Patienten in der Schreinerei der Tagesklinik der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.
Quelle: Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg.

Neben Druckerei und Buchbinderei sind in der Klinik eine Schreinerei, ein hauswirtschaftlicher Bereich sowie ein Zimmer für Bürotraining eingerichtet. Die Patienten arbeiten professionell unter realistischen Bedingungen; Krankheitsbild und Tagesform werden dabei von dem Team aus Pflegekräften, Arbeitstherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen, Erziehern, Musiktherapeuten und Ärzten immer berücksichtigt.

Tagesklinik in Zentrum für Psychosoziale Medizin eingebunden

1995 hat Professor Christoph Mundt die Tagesklinik zusammen mit Professor Manfred Spitzer (heute Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik III, Ulm) und Frau Dr. Ulrike Bain (jetzt Hillingdon Hospital, Uxbridge, England) aufgebaut, "und heute ist sie aus unserem Angebot überhaupt nicht mehr wegzudenken", sagt Professor Mundt.

Die Tagesklinik ist in das Zentrum für Psychosoziale Medizin (ZPM) des Universitätsklinikums Heidelberg eingebunden. Es wurde am 1. Januar 2005 gegründet und umfasst mit drei Kliniken und zwei Instituten alle Einrichtungen des Klinikums im psychosozialen Bereich. Das Zentrum stellt bundesweit die erste Einrichtung dar, in dem Ärzte und Fachpflegekräfte verschiedener Fachrichtungen (Psychosomatik, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie) psychisch und psychosomatisch kranke Patienten eng aufeinander abgestimmt behandeln und beraten.

Soziale und berufliche Wiedereingliederung fördern

Seit vor zwei Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft das Frühbehandlungszentrum für Kinder und Jugendliche eröffnet wurde, gehen in die Tagesklinik ausschließlich erwachsene Patienten; 15 Plätze gibt es. "Die Tagesklinik ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem stationären Aufenthalt und der ambulanten Therapie. In diesem Rahmen versuchen wir neben der sozialen Reintegration insbesondere, die berufliche Wiedereingliederung der Patienten, soweit sie sinnvoll und möglich erscheint, vorzubereiten und zu fördern", erklärt Oberarzt Dr. Jörg Unger.

"Wir haben einige jüngere Patienten mit postakuten schizophrenen Psychosen, wir können aber auch Patienten mit affektiven Erkrankungen, mit Persönlichkeits- oder neurotischen Störungen behandeln", sagt Stationsärztin Dr. Kora Göhring. Das Team führt mit jedem Patienten ein Gespräch, wie eine individuell optimale berufliche und soziale Wiedereingliederung aussehen könnte. Gemeinsam wird dann entschieden, in welchem der Arbeitsbereiche die Patienten schwerpunktmäßig eingesetzt werden.

Der gemeinsame Vormittag beginnt mit einem Frühstück, dann wird unter Anleitung gearbeitet. Während in der Druckerei Broschüren erstellt und Handzettel vervielfältigt werden, entstehen in der Schreinerei Holzspielsachen und Kleinmöbel; an den Computern üben Patienten, die eine Bürotätigkeit anstreben.

In der großen Küche können Mahlzeiten zubereitet werden, am Nachmittag stehen psychotherapeutische Einzelgespräche und weitere Gruppenangebote auf dem Plan. Einmal pro Woche werden gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Klinik angeboten. Großen Wert legen die Mitarbeiter auf den Kontakt zu den Angehörigen.

Auf die Frage, was sich das Team der Tagesklinik für die nächsten zehn Jahre wünscht, sind sich alle einig: "Mehr Zeit für die Arbeit mit den Patienten, weniger Verwaltungsarbeit und noch bessere Reintegrationschancen für unsere Patienten."

Weitere Informationen:
Roswitha Lauter
Sozialarbeiterin
Tel.: 06221 / 56 39838
E-Mail: roswitha_lauter@med.uni-heidelberg.de
Internet: www.klinikum.uni-heidelberg.de/zpm


Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
Handy: 0170 / 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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