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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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29. November 2005

Praxisnähere Hochschul-Ausbildung durch Bachelor- und Master-Studiengänge möglich

Verleihung der Südwestmetall-Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Heidelberg

Als "große Chance" hat der Arbeitgeberverband Südwestmetall die Umstellung der Universitätsausbildung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge bezeichnet. Mit einer neuen Struktur der Studiengänge und der Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Lerninhalten sei jetzt eine praxisnähere Ausbildung der Studierenden möglich, sagte der Vorsitzende des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg (Südwestmetall), Dr. Otmar Zwiebelhofer, am Dienstag anlässlich der Verleihung der "Südwestmetall-Preise 2005 für den wissenschaftlichen Nachwuchs" in Heidelberg. Wichtig sei dabei vor allem eine grundlegende inhaltliche Überarbeitung der Studienangebote, in deren Mittelpunkt im späteren Berufsleben geforderte Kompetenzen stehen müssten.

Verleihung der Südwestmetall-Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Heidelberg
Von links nach rechts: Dr. Zwiebelhofer, Dr. rer. nat. Markus George, Dr. rer. nat. Frank Kargl, Dr.-Ing. Peter Kozuch, Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Alexander Kemnitz, Dr. jur. Ursula Theiss, Dr. oec. Martin Joseph Geiger, Priv.-Doz. Dr. Ing. Peter Flesch, Dr. phil. Patrick Waldbuesser, Dr. rer. nat. Dirk Hähnel
Foto: Alex

Der Südwestmetall-Vorsitzende erklärte, er wolle keineswegs einer Entwissenschaftlichung des Hochschulstudiums als eine Art ‚bessere Berufsschule' das Wort reden. Vielmehr müsse der Kern der Wissenschaftlichkeit, also die Problemlösungs- und Methodenkompetenz eines Fachs, wieder in das Zentrum des Studiums gerückt werden. Es gehe um den anwendungsorientierten Umgang mit wissenschaftlichen Methoden in den unterschiedlichsten Situationen unter verschiedensten Rahmenbedingungen. "Wer also in diesem Sinne ein Hochschulstudium als wissenschaftliche Berufsausbildung versteht, dem kann ich nur zustimmen", betonte Zwiebelhofer.

Mit Blick auf den Forschungsstandort Deutschland forderte Zwiebelhofer eine finanziell gut ausgestattete Grundlagenforschung. Die Qualität der Forschung sowie die enge Zusammenarbeit von Hochschulen und Wirtschaft entschieden mittelfristig über "die Zukunft unseres Landes". Immer wieder erlebe man, dass Erfindungen hierzulande zwar ausgetüftelt, aber erst im Ausland zu Produkten entwickelt und erfolgreich vermarktet würden. "An unseren Hochschulen erzielte wissenschaftliche Ergebnisse mit Marktbezug müssen wieder häufiger und zeitnäher zu marktgängigen Produkten entwickelt werden – und zwar hier in Deutschland", so Zwiebelhofer. Dazu brauche dieses Land ein ausgewogenes Verhältnis von institutioneller und wettbewerbsorientierter Forschung. Zwiebelhofer sprach sich für ein Finanzierungssystem aus, das jene Hochschulen belohnt, die beim wissenschaftsgeleiteten und beim anwendungsorientierten Wettbewerb erfolgreich sind.

Die mit jeweils 5.000 € dotierten "Südwestmetall-Preise zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" werden jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an junge Akademiker der neun Universitäten des Landes Baden-Württemberg verliehen. Südwestmetall-Vorsitzender Dr. Otmar Zwiebelhofer überreichte die Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde in der Alten Aula der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

Nachfolgend die Preisträger und die Themen ihrer Arbeiten:

Priv.-Doz. Dr.-Ing. Peter Flesch
Universität Karlsruhe (TH)
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
"Light and Light Sources – High-Intensity Discharge Lamps"

Dr. oec. Martin Joseph Geiger
Universität Hohenheim
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
"Mehrzielprobleme in der Ablaufplanung – multikriterielle Modellierung und Lösung mittels lokaler Suchheuristiken"

Dr. rer. nat. Markus George
Eberhard Karls Universität Tübingen
Fakultät für Mathematik und Physik
"Optische Kohärenzmikroskopie für die Diagnose im Verdauungstrakt: Simulation, Laborexperiment und endoluminales Konzept"

Dr. rer. nat. Dirk Hähnel
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fachbereich Informatik
"Mapping with Mobile Robots"

Dr. rer. nat Frank Kargl
Universität Ulm
Fakultät Informatik
"Sicherheit in Mobilen Ad hoc Netzwerken"

Priv.-Doz. Dr. rer. pol. Alexander Kemnitz
Universität Mannheim
Fachbereich Volkswirtschaftslehre
"Unemployment and the Welfare Effects of Immigration"

Dr.-Ing. Peter Kozuch
Universität Stutgart
Fakultät Maschinenbau
"Ein phänomenologisches Modell zur kombinierten Stickoxid- und Russberechnung bei direkt einspritzenden Dieselmotoren"

Dr. iur. Ursula Theiss
Universität Konstanz
Fachbereich Rechtswissenschaft
"Die Durchführung europäischer Sozialpartner-Vereinbarungen auf nationaler Ebene"

Dr. phil. Patrick Waldbuesser
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften
"Versetzte Ausbildungszeiten in der Berufsausbildung jugendlicher Nachwuchskräfte"



Weitere Informationen:
Stefan Küpper
Geschäftsführer Bildungswerk
Tel. 0711/7682-151
Fax 0711/7682-210
kuepper@suedwestmetall.de

Hubertus Engemann
Kommunikation
Tel. 0711 7682128
engemann@suedwestmetall.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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