zum Seiteninhalt
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Siegel der Universitaet Startseite der Universität Kontakt: Anschriften und Ansprechpartner Suche: Volltext; Personen; E-Mail; Forschungsdatenbank Sitemap: Seitenüberblick English

Startseite > Presse > Pressemitteilungen im Überblick >

21. November 2005

Wenn sich "Schwanensee" mit Soulklängen vermischt

Sportstudenten begeistern mit "Bewegungsimpressionen"

Sie sind Tänzer. Und verkappte Philosophen. Stets auf der Suche. Nach Harmonie, nach Liebe, nach Frieden. Nach perfektem Schritt und richtigem Ton und passendem Outfit. Und wenn dann alles so einigermaßen stimmt, tauchen sich mal in blaues, mal in rotes, mal in gelbes Scheinwerferlicht und lassen ihre Arme baumeln, ihre Finger zappeln, ihre Beine schaukeln. Über ihren Köpfen erhebt sich ein riesiger Schatten, der ihre rhythmisch-fließenden Tanzeinlagen in gespiegelter Präzision an die Vorhänge zeichnet.

Von Nervosität ist weit und breit nichts zu spüren, auch wenn in der ersten Reihe ihre langjährige Gymnastiktanz-Lehrerin sitzt und sie gespannt beobachtet. Doch an diesem Abend stehen keine Prüfungen auf dem Programm der Sportstudenten. Denn mit ihrem Potpourri "Bewegungsimpressionen" begeistern sie nicht nur ihr Publikum im Institut für Sport und Sportwissenschaften, sondern beglücken auch Erika Groos, die Heidelberger Sportler seit über 40 Jahren Tanz lehrt und sich bald aus dem universitären Sportbetrieb verabschiedet. Da verwundert es keinen, wenn sie von ehemaligen Studenten umringt wird, die ihr sanft die Hand drücken und voller Elan erzählen, wie viel sie doch bei ihr gelernt hätten.

Die Lehrerin zeigt sich beeindruckt, steht nach einigen Tanzeinlagen auf und lächelt vor sich hin. Und erzählt später, wie überrascht sie doch beim Auftritt ehemaliger Studenten gewesen sei. "Da sind sie aus Dresden und Frankfurt gekommen, die eine ist sogar schon Professorin, und bei dem anderen wusste ich gar nicht, ob er noch in Heidelberg ist", strahlt sie sichtlich bewegt.

Für die Bewegung einer etwas anderer Art sorgen die Mädels und Jungs auf der schwarzen Vorlage. Mal zu klassischer Musik, mal zu modernen Hip-Hop-Klängen wehen sie an den Sitzreihen vorbei oder rauschen rasant am Vorhang entlang. Hip-Hop verbindet sich mit Ballett, Tango mit Gymnastik, und stets fügt sich Altes an Neues. In Sekundenschnelle wechseln sich "HipHop-moves zu fetten Beats" (so Moderator Alexander Pauli) mit ruhigen Klaviertönen ab. Und dazwischen wird über Freiheit und Zeit nachgedacht. Über Emotionen und menschliche Verständigung.

Acht Gruppen geben ihre bisweilen gegensätzlichen Tanzformen zum Besten und zeigen, wie sich Unterschiede doch anziehen können. Während die "Black White Boy Girl"-Formation Tschaikowskys "Schwanensee" mit Soultönen von Athena Cage vermischt, schwebt Solotänzerin Tatjana Strauß in ihrem Glitzerkostüm wie eine Elfe durch den Raum. Mal leise, mal laut bevölkern die Tänzer die Sporthalle und spielen Geschichten von verliebten Pärchen oder vom stressigen Schichtarbeiterleben tänzerisch nach. Spaßig und kurzweilig, das Ganze. Denn nach vielen Danksagungen und verteilten Rosen plaudern sie im Foyer über Schrittfolgen und Armbewegungen weiter. Sind eben doch Tänzer und Philosophen.

Inna Hartwich



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Ruperto Online | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by
Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg