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8. November 2005

"Roboter sind einfach cool"

Dr. Katja Mombauer erklärte bei der Heidelberger Kinderuniversität, wie Maschinenmenschen das Laufen lernen

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"Roboter sind cool, interessant und beinhalten viel Technik", ist die Meinung der kleinen Studenten bei der Vorlesung "Als die Roboter laufen lernten" von Katja Mombaur bei der Heidelberger Kinderuniversität. Klar, dass bei einem so spannenden Thema der Hörsaal mehr als voll besetzt ist. Und die jungen Zuhörer erweisen sich als richtige Experten auf dem Gebiet der Robotik.

Nicht nur, dass sie R2D2 und C3PO, die Roboter aus den "Star Wars"-Filmen kennen und wissen, dass sich in den Maschinenwesen des Kinos entweder Menschen befinden oder sie am Computer erzeugt werden. Ihnen ist auch sofort klar, wofür Roboter heute schon eingesetzt werden, nämlich für gefährliche Aufgaben wie Bomben entschärfen und Brand löschen, bei der Fertigung von Automobilen oder im Weltall. Aber auch Katja Mombaur hat noch einige überraschende Einsatzmöglichkeiten parat, wie etwa das Fensterputzen an Hochhäusern oder als Krankenschwester. Der hierfür eingesetzte Roboter, hat allerdings keine Beine, sondern bewegt sich eher auf einer rollenden Tonne, muntert die Patienten auf und gibt Tabletten. Es gibt aber auch heute schon Roboter, die auf zwei Beinen gehen können, wie beispielsweise Asimo von der Firma Honda. Steif erscheinen seine Bewegungen in dem Film, den die Roboterspezialistin zeigt. Und den Mini-Studenten fällt natürlich sofort auf, dass er schleicht und merkwürdig mit gebeugten Knien daherschreitet. Rennen können Roboter auch noch nicht so richtig. QRIO ein Roboter von Sony schafft gerade mal 0,25 Meter pro Sekunde. "Im Vergleich zum Menschen ist er extrem langsam, denn im 200-Meter-Finale der Olympischen Spiele in Athen erreichten die Läufer eine Geschwindigkeit von mehr als zehn Meter pro Sekunde", gibt Katja Mombaur ihren jungen Zuhörern ein passendes Beispiel. Den Unterschied zwischen Menschen und Robotern machen die langen Flugphasen bei den Sprintern aus, bei denen kein Bein den Boden berührt. Das schaffen die Roboter noch nicht.

Doch woran liegt das? "Alle mal aufstehen und die Augen schließen", ruft Katja Mombaur in den Hörsaal. Da steht keiner der Jungstudenten ruhig. Ist auch nicht möglich, denn der Mensch schwankt ständig hin und her. Doch unser Gehirn schafft es, diese Bewegungen ständig auszugleichen, indem der Schwerpunkt verlagert wird, damit wir nicht umfallen. Dafür haben wir die Augen, die Ohren mit dem Gleichgewichtssinn und den Tastsinn, der in dem Fall in den Fußsohlen steckt. Das wird den kleinen Studenten sofort klar.

Auch der Roboter hat durch verschiedene Sensoren ein solches System und einen Computer, der alles berechnet. "Die technischen Systeme sind aber noch viel langsamer als die biologischen", erklärt Katja Mombaur. Und beim Rennen muss noch viel schneller reagiert werden. Deshalb wird es noch einige Jahrzehnte dauern, bis die Maschinen die Fähigkeiten des Menschen erreicht haben, schätzen die Wissenschaftler. Da ist beispielsweise das Fußballspielen. Um das Jahr 2050 sollen Roboter sogar die menschlichen Weltmeister besiegen, sagen Experten voraus. Dann werden sie schon die Intelligenz des Menschen erreicht haben. "Vielleicht ist das aber auch erst in 100 Jahren so weit, denn so genau kann niemand die zukünftigen Entwicklungen vorhersagen", betont die Roboterwissenschaftlerin. Auf jeden Fall werden ihre jungen Zuhörer noch miterleben, wie sich das alles entwickelt und manch einer der begeisterten Nachwuchsstudenten wird vielleicht sogar daran mitarbeiten.

Stefan Zeeh



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