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30. November 2005

"Der Tod ist die stärkste Form der Abwesenheit"

Symposion im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg "Dead Bodies: Presentation and Re-Presentation" – Öffentlichkeit ist zum Eröffnungsvortrag von Prof. Thomas Macho "Knochen. Bilder. Schatten. Zur materiellen Geschichte des Todes" herzlich eingeladen – 8. Dezember 2005, 19.00 Uhr, Hörsaal 8 der Neuen Universität, Grabengasse 3

Vom 8. bis 10. Dezember 2005 veranstalten der Sonderforschungsbereich 619 "Ritualdynamik" der Universität Heidelberg, vertreten durch Prof. Gregor Ahn, Johanna Buß (M.A.) und Dr. Oliver Krüger und das Graduiertenkolleg "Bild. Körper. Medium. Eine anthropologische Perspektive" der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, vertreten durch Dr. Kristin Marek, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH) ein internationales Symposion zum Thema: "Dead Bodies: Presentation and Representation". Das Symposion findet im IWH, Hauptstr. 242, 69117 Heidelberg statt. Es sind 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet. Dem interdisziplinären Ansatz des Symposions verpflichtet, nehmen in der Thanatologie ausgewiesene Spezialisten verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen teil.

Den Auftakt bildet der öffentliche Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Thomas Macho, Humboldt-Universität zu Berlin, mit dem Titel "Knochen. Bilder. Schatten. Zur materiellen Geschichte des Todes" am 8.12. um 19.00 Uhr in Hörsaal 8 der Neuen Universität.

In mehrfacher Hinsicht wurden in den vergangenen Jahren Aspekte von Körper und Körperlichkeit in ritualwissenschaftlichen, medienwissenschaftlichen und allgemeineren kulturwissenschaftlichen Debatten thematisiert. Gegensätzlich zu der omnipräsenten Debatte um die Unsterblichkeit der Körper wurde parallel zu der in westlichen Gesellschaften verbreiteten Tabuisierung des Todes den toten Körpern bisher allerdings kaum Beachtung geschenkt. Dabei kann die Leiche als Paradigma des raum-, zeit und kulturübergreifenden Topos der Anwesenheit des Abwesenden gelten. Denn der Tod ist die stärkste Form der Abwesenheit und diese ist nirgends so präsent wie im Leichnam. Dieser ist zwar noch Körper, doch kann er dem lebenden Körper nur mehr ähneln, von dem er sich mit Fortschreiten des Verwesungsprozesses zunehmend entfernt. Das Verschwinden des Körpers im Leichnam, sein unsicherer Status, evoziert zahlreiche unterschiedliche Praktiken, die in Bezug zu bestimmten symbolischen, rituellen, erkenntnistheoretischen oder, allgemein gesprochen, kulturellen Ordnungen stehen, die sich über den Leichnam vermitteln.

Die interdisziplinäre und internationale Tagung "Dead Bodies: Presentation and Re-Presentation" wird Fragen von Re-Präsentation und Präsentation von toten Körpern in der europäischen Kulturgeschichte thematisieren, darüber hinaus mit dem Blick auf vornehmlich asiatische Vorstellungen von toten Körpern und deren Substituten eine komparatistische Perspektive eröffnen und abschließend Fragen der Re-Präsentation von Toten in den globalisierten Kommunikationsräumen der elektronischen Medien verhandeln.

Es ist geplant, die Beiträge des Symposiums in einem Tagungsband zu veröffentlichen.

Hier das Programm des Symposiums:

Thursday December 8
Location: Neue Universität, Hörsaal 8, Universitätsplatz, Grabengasse 3

19.00 Uhr
Keynote Lecture
Thomas Macho, Humboldt-Universität zu Berlin
Knochen, Bilder, Schatten. Zur materiellen Geschichte des Todes (öffentlich)

Friday December 9
Location: Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg,
Hauptstr. 242

9.45 Uhr
Welcome
Helmuth Kiesel (deputy director of IWH)
Gregor Ahn (deputy speaker of SFB Ritualdynamik)

10.15
Introduction
Kristin Marek, Bauhaus-Universität Weimar
Chair: Oliver Krüger, University of Princeton

10.30 Uhr
Dominic Olariu, Écoles des Hautes Études en Science Sociales, Paris
The Body of the Pope

11.15 Uhr
Urte Krass, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Florenz
"Non possevano per modo alcuno suportare li fusse getata la terra suso"
Handling the bodies of saints – the case of Caterina of Bologna (d. 1463)

12.15 Uhr
Peter Bräunlein, Universität Marburg
The living dead Body of Christ – History and Cult

Chair: Kristin Marek, Bauhaus Universität Weimar
14.00 Uhr
Johanna Buß, Universität Heidelberg
Mythical and Ritual Bodies in Hindu Death Ritual

14.45 Uhr
Ronald L. Grimes/Eric Venbrux, Universität Nijmegen
Shooting Embalms

Chair: Gregor Ahn, Universität Heidelberg
16.00 Uhr
Martin Schulz, HfG Karlsruhe
Photography and Death

16.45 Uhr
Helga Lutz, Universität Erfurt
Dead Bodies in Art

Saturday December 10
Location: Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg

Chair: Donna Seamone, McMaster University Hamilton, ON
10.00 Uhr
Markus Buschhaus, HfG Karlsruhe
‚Don't move till I say action'. Notes on the Anatomical Body

10.45 Uhr
Andreas Pesch, Universität Heidelberg
"Body Worlds" – Strategies of Legitimation between Scientific and Secular-religious Claims

11.00 Uhr
Elvira Bijedic, Universität Heidelberg
Undead Bodies – 'Christian and Muslim Vampires' of the Ottoman Balkan

Chair: Martin Schulz, HfG Karlsruhe
14.00 Uhr
David Lavery, Middle Tennessee University
Out of the Box: The (Dead) Body of Television and the Return of the Repressed in Buffy the Vampire Slayer and Six Feet Under

14.45 Uhr
Oliver Krüger, Princeton University
The Suspension of Death – A Cryonic Utopia

15.30 Uhr Final Discussion



Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an:
Johanna Buß
jbuss@ix.urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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