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15. November 2005

Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg finanziert neue Stiftungsprofessur Radiochemie an der Universität Heidelberg

Minister Peter Frankenberg: Brauchen auch in Zukunft kerntechnische Kompetenz

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat die Bedeutung von Stiftungsprofessuren für die Hochschulen des Landes herausgestellt. Bei der Übergabe der Stiftungsprofessur Radiochemie am 15. November an der Universität Heidelberg bezeichnete er diese Investitionen als "ein beeindruckendes Zeugnis der engen Verbundenheit unserer Hochschulen mit der Wirtschaft". Die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg unterstützt die Stiftungsprofessur Radiochemie für zunächst fünf Jahre mit 500.000 Euro. Das Forschungszentrum Karlsruhe, das bisher bereits in das bestehende Lehrangebot der Universität Heidelberg auf dem Gebiet Radiochemie eingebunden ist, wird Labor- und Praktikumsräume für den Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie zwei wissenschaftliche Mitarbeiter zur Verfügung stellen.

Minister Frankenberg begrüßte auch das Engagement der Universität Heidelberg, die sich dazu bereit erklärt hat, die Professur nach Auslaufen der Finanzierung durch die Stiftung mit eigenen Mitteln und Stellen weiterzuführen. "Die Universität leistet damit einen wichtigen Beitrag zu ihrer Profilbildung", erklärte er. Das Land erwarte von der Stiftungsprofessur wichtige Impulse und eine Bereicherung für Forschung und Lehre.

"Radioaktive Substanzen spielen in Wissenschaft und Technik eine große Rolle – nicht nur in der kerntechnischen Industrie, sondern auch in vielen Bereichen der Naturwissenschaften und der Medizin. Unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz und der politischen Entscheidung über die Nutzung oder den Ausstieg ist die Kernenergie ein aktuelles Thema: Der sichere Betrieb der Reaktoren während der Restlaufzeiten ist oberstes Gebot. Die Frage der Behandlung und Entsorgung radioaktiver Abfälle bleibt auch über diese Zeit hinaus eine Herausforderung", betonte Frankenberg. "Wir benötigen Forscher, die die Methoden für den Nachweis radioaktiver Substanzen beherrschen und die das Gefährdungspotenzial zuverlässig beurteilen können. Gut ausgebildete Fachleute auf diesem Gebiet werden dringend benötigt." Wie Frankenberg betonte, lege Baden-Württemberg großen Wert darauf, dass Forschung und Lehre auf dem gesamten Gebiet der Kerntechnik erhalten bleiben. "Der Staat hat die Aufgabe, Forschung als Voraussetzung für die Beschleunigung des technischen Fortschritts zu fördern und zu initiieren. Dabei darf kein Forschungsfeld ausgegrenzt werden. Die Nachhaltigkeit der Energiepolitik ist nur zu sichern, wenn alle technischen Optionen im Bereich der Energiewirtschaft und Energieforschung genutzt werden."

Mit strahlenden Substanzen – auf dem Gebiet der Radiochemie und der Kerntechnik – befassen sich in Baden-Württemberg neben dem Lehrstuhl an der Universität Heidelberg auch Lehrstühle an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart. "Mit dem Erhalt dieser Lehrangebote setzten die Universitäten und das Land ein Signal gegen die allgemeine energiepolitische Richtungsänderung der Bundesregierung in den vergangenen Jahren", sagte Frankenberg und verwies darauf, dass derzeit gemeinsam mit dem Forschungszentrum Karlsruhe ein standortübergreifendes Lehr- und Studienkonzept entwickelt werde, das die speziellen Kompetenzen an den verschiedenen Standorten stärker bündeln solle. Frankenberg: "Mit dem neuen Stiftungslehrstuhl ‚Radiochemie' werden Forschung und Studienangebot zur Kerntechnik im Land um zentrale Fragestellungen ergänzt und für Studierende sowie für die einschlägige Industrie attraktiver. Damit leisten das Land und die Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag dazu, dass die kerntechnische Kompetenz im notwendigen Umfang und mit hoher wissenschaftlicher Qualität auch in Zukunft im und für das Land zur Verfügung steht."

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
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