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28. November 2005

Der Russisch-Japanische Krieg – Anbruch einer neuen Zeit?

Kolloquium im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg vom 1. bis 3. Dezember 2005 – Öffentlichkeit ist zum Festakt mit dem Vortrag "Weltpolitische Duelle und Pulverfässer – der Russisch-Japanische Krieg und die Orientalische Frage " am 1. Dezember, 18.15 Uhr, Aula der Alten Universität, herzlich eingeladen

Neben dem Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg (1894/95) war es der Russisch-Japanische Krieg (1904/05), mit dem erstmals in der modernen Geschichte die Region Ostasien weltweite Aufmerksamkeit erlangte. Es ist unsere Absicht, sowohl die Tragweite dieses Ereignisses in seiner allgemeinen, welthistorischen Bedeutung zu würdigen, als auch exemplarisch die partikularen Voraussetzungen und Ursachen für bestimmte historische Entwicklungen in der neuzeitlichen Beziehungsgeschichte europäischer und außereuropäischer Kulturen herauszuarbeiten. Dadurch kann im wissenschaftlichen Austausch ein tieferes Verständnis gemeinsamer historischer Prozesse und zugleich sich diametral entgegenstehender (national-)staatlicher Interessen ermöglicht werden. Im Idealfall beschränkt sich dieser Dialog nicht ausschließlich auf die Analyse historischer Prozesse und ihrer Wirkungsgeschichte am Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern wird zugleich gewinnbringend sein durch eine tiefergehende Diskussion über die generelle Anwendbarkeit bestehender historischer Methoden, Konzepte und Begriffe auf Gemeinwesen mit unterschiedlichen Entwicklungspfaden, deren Wirkung bis in die Gegenwart reicht.

Diese Sensibilisierung der sich beteiligenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Wechselbeziehung zwischen partikularen (national-)geschichtlichen Interpretationen europäischer, süd- und ostasiatischer sowie US-amerikanischer Provenienz und einem weltgeschichtlichen Ansatz schafft unserer Überzeugung nach ein tieferes Verständnis der kulturellen Grundlagen, auf denen die an diesem Ereignis direkt oder indirekt Beteiligten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts agierten.

Somit ist der zu erwartende Erkenntniswert nicht auf dieses historische Ereignis allein beschränkt, sondern ermöglicht auch ein intensiveres Verständnis kultureller Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Analyseprozess sich anschließender historischer Entwicklungen in Europa, den USA sowie in Süd- und Ostasien.

Gäste sind herzlich willkommen. Wir bitten nur um eine Anmeldung unter sprotte@urz.uni-heidelberg.de.

Tagungsprogramm:

DONNERSTAG, 1. DEZEMBER 2005, 18.15 Uhr
Aula der Alten Universität, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg
Festakt zur Aufnahme der Tätigkeit der Geschwister-Supp-Stiftung und zum Auftakt des Kolloquiums:
- Grußworte
- Festvortrag: Weltpolitische Duelle und Pulverfässer – der Russisch-Japanische Krieg und die Orientalische Frage (Edda Binder-Iijima)

FREITAG, 2. DEZEMBER 2005
(Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg (IWH), Hauptstr. 242, 69117 Heidelberg)

9.00 – 10.00 Uhr
Kurzvorträge:
- "fukoku kyôhei" – Japans Entwicklung bis 1904 zum "reichen Land mit starkem Militär" (Maik Hendrik Sprotte)
- Russland am Vorabend des Russisch-Japanischen Krieges: Zwischen kolonialer Expansion und innenpolitischer Stagnation (Heinz-Dietrich Löwe)

10.00 – 11.15 Uhr
Das Kaiserreich Korea als "Objekt". Außen- und militärpolitische Absichten Japans in Ostasien (Wolfgang Seifert)

11.45 – 13.00 Uhr
"Der Krieg ist der Vater aller Dinge ..." – Vorbereitung und Folgen des Krieges im Innern des japanischen Kaiserreichs (Maik Hendrik Sprotte)

14.30 – 15.45 Uhr
"Kulturtregerstvo" im Fernen Osten und der russische Nationalismus (Raphael Utz)

16.15 – 17.30 Uhr
Der Russisch-Japanische Krieg und die russische Innenpolitik: Vom "kleinen erfolgreichen Krieg" in die erste Revolution (Heinz-Dietrich Löwe)

17.30 – 18.45 Uhr
Der Russisch-Japanische Krieg in der zeitgenössischen Presse Russlands (Frank Grüner)

SONNABEND, 3. DEZEMBER 2005
(Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH), Hauptstr. 242, 69117 Heidelberg)

9.00 – 10.15 Uhr
Chinesische Perspektiven auf den Russisch-Japanischen Krieg (Gotelind Müller-Saini)

10.45 – 12.00 Uhr
"A Great Civilized Power of a Formidable Type": Theodore Roosevelt, die USA und der Russisch-Japanische Krieg (Manfred Berg)

12.00 – 13.15 Uhr
Der Russisch-Japanische Krieg und die indische Nationalbewegung (Gita Dharampal-Frick)

14.45 – 16.00 Uhr
"Völker Europas, wahrt Euere heiligsten Güter" – Die japanische Herausforderung als Disintegrator der Alten Welt (Philipp Gassert)

16.00 – 18.00 Uhr
Podiumsdiskussion: Zur Bedeutung des Friedensvertrages von Portsmouth für Ost- und Südasien, Russland, die USA und Europa – Der Russisch-Japanische Krieg als Vorzeichen eines Weltkrieges?
(Diskussionsleitung: Heinz-Dietrich Löwe)

Weitere Details finden sie unter: http://www.japanologie.uni-hd.de/kolloquium_russ-jap.htm



Rückfragen und Anmeldung:
Dr. Maik Hendrik Sprotte,
Institut für Japanologie,
Zentrum für Ostasienwissenschaften (ZO) der Universität Heidelberg Akademiestr. 4-8, 69117 Heidelberg
Tel. 06221-547667 (direkt) oder 547660 (Sekretariat)
sprotte@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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