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10. November 2005

Ein Check-up vor dem Hobbysport kann die Knochen schonen

Sportorthopäden warnen vor einer Überbelastung von Kindern bei unerkannten Vorschäden – Tagung am 12. November 2005 in Heidelberg

Sport ist gesund, aber mit Bedacht und in Maßen. Dies gilt auch und vor allem für Kinder. Beim Interdisziplinären Symposium „Sportmedizinische Aspekte im Kinder- und Jugendsport“ der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg am 12. November 2005 in Heidelberg diskutieren Experten, wie Risiken bei der sportlichen Betätigung von Kindern vermieden und Schäden behandelt werden können.

„Sportunfälle bei Kinder betreffen vor allem die Knochen“, erklärt Privatdozent Dr. Holger Schmitt, Leiter der Sektion Sportorthopädie an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg, der die Tagung organisiert hat. Seltener als bei Erwachsenen kommt es zu Verletzungen von Muskeln, Sehnen oder Bändern, da diese vergleichsweise kräftig und elastisch sind. Zwei Drittel der Sportunfälle sind Beinbrüche, etwa ein Drittel Armbrüche; oft liegt die Bruchstelle im Bereich der Wachstumszone des Knochens, der Epiphyse. Betroffen sind etwas mehr Jungen als Mädchen.

Vorteile durch Operation bei Kreuzbandriss auch bei Jugendlichen?

Dennoch können durch Unfälle, etwa beim Skifahren oder Fußballspielen, auch die Bänder reißen. Im Gegensatz zur bislang meist favorisierten konservativen Behandlung (Ruhigstellung, Schienung) raten die Ärzte heute zunehmend auch bei Jugendlichen zu einer Operation. „Wir haben bei zwei Patientengruppen mit Kreuzbandriss beide Behandlungsvarianten verglichen“, berichtet Dr. Nikolaus Streich, Orthopäde an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Die nicht operierten Patienten hatten nach fünf Jahren weniger stabile und funktionstüchtige Kniegelenke.

Entscheiden sich Eltern und Kinder für eine möglicherweise belastende Hobbysportart oder für Hochleistungssport, sind ein Check-up des Knochenbaus und eine sportmedizinische Beratung vorab sehr zu empfehlen. Denn manche Veränderung ist nicht offensichtlich; Sport kann Beschwerden und irreversible Abnutzungserscheinungen hervorrufen.

Bei angeborenem Rundrücken und Wirbelkörperaufbaustörungen wird Skifahren als Leistungssport nicht empfohlen

Eine der häufigsten angeborenen, vererbten Erkrankungen der Brustwirbelsäule, bei der sportliche Betätigung sorgfältig bedacht werden sollte, ist der „Morbus Scheuermann“. Rund 5 Prozent der Jugendlichen sind betroffen; sie leiden an einem starken Rundrücken. „Sportarten wie intensiv betriebenes alpines Skifahren oder Kunstturnen können hier winzige Verletzungen setzen und dem Wachstum der Wirbelkörper schaden“, so Dr. Schmitt. Dadurch wird die Krümmung der Wirbelsäule weiter verstärkt. Er empfiehlt Eltern und Kindern deshalb als Sportarten z. B. Ballsportarten oder Leichtathletik. Eine Teilnahme am Schulsport ist bei Veränderungen der Wirbelsäule fast immer möglich; allerdings sollte bei Schmerzen immer auf Sport verzichtet werden.

Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg bietet Sprechstunde für jugendliche Freizeitsportler an

Die Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg bietet im Rahmen der Sportambulanz eine orthopädische Sporttauglichkeitsuntersuchung und sowie Trainingsberatung für jugendliche Breiten- und Freizeitsportler an. Besonderes Augenmerk wird dabei auf sportartspezifische Belastungen der Gelenke und Trainingsprobleme des heranwachsenden Skelettes gelegt.

Dabei schöpft das Ärzteteam des Bereiches Sportorthopädie aus seinem Erfahrungsschatz der orthopädischen Betreuung der Kaderathleten der Landes -und Bundesverbände im Olympia- Stützpunkt Rhein- Neckar mit ca. 800 orthopädische Sporttauglichkeitsuntersuchungen pro Jahr. In einer täglichen Sprechstunde haben die jungen Athleten hier zudem die Möglichkeit, ihre Probleme vorzutragen und werden in enger Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Trainern optimal auf Training- und Wettkampf vorbereitet.

Bei Rückfragen:
Privatdozent Dr. Holger Schmitt
E-Mail: holger.schmitt@ok.uni-heidelberg.de
Sekretariat Frau Stadler 06221- 96 6378

Programm des Sportsymposiums:
www.orthopaedie.uni-hd.de/Aktuelles/Veranstaltungen/Sportsymposium/Einladung%20Sportsymposium%202005.pdf

Sportambulanz der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg
Sprechstunden: Dienstag und Freitag 9 – 13 Uhr
Anmeldung: 06221- 96 6378
Ort: Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
Schlierbacher Landstr. 200a 69118 Heidelberg

Weitere Information im Internet: www.orthopaedie.uni-hd.de/



Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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