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7. November 2005

Sonne, Mond und Sterne begeisterten himmlisch

Der Astrophysiker Professor Joachim Wambsganß hielt die Auftaktvorlesung der dritten Vorlesungsreihe der Heidelberger Kinderuniversität

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Am Samstagabend dürften es in und um Heidelberg ein paar kleine Sternengucker mehr gewesen sein, die den Blick fasziniert auf den Novemberhimmel gerichtet haben. Und fast alle wussten, wenn die Mondsichel so ")" aussieht, dann nimmt der kleine Begleiter unserer Erde gerade mal wieder zu.

Himmlische Begeisterung war auf alle Fälle garantiert. Nicht zuletzt deshalb, weil es für jeden einen Sternenhimmel zum Basteln als Erinnerung an die Vorlesungs-Stippvisite in der Ruperto Carola gab.

Knapp anderthalb Stunden lang hatte der Direktor des Zentrums für Astronomie der Uni Heidelberg, Professor Joachim Wambsganß, die Mini-Studenten der Heidelberger Kinderuniversität in die Weite des Universums entführt.

Denkfabrik für Knirpse: Der Auftakt der diesjährigen Ruprecht-Karls-Kinderuniversität am vergangenen Wochenende war ein voller Erfolg.
Denkfabrik für Knirpse: Der Auftakt der diesjährigen Ruprecht-Karls-Kinderuniversität am vergangenen Wochenende war ein voller Erfolg. Mehr als 500 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis zwölf Jahren nahmen an den Vorlesungen und Workshops teil.
Fotos: Dagmar Welker

Dass sich dort alles irgendwie um alles dreht, das war für die meisten Zehn- bis Zwölfjährigen zwar schon längst kein Geheimnis mehr. Im Weltall soll es aber 100 Milliarden Galaxien wie die Milchstraße geben. Das ist schon ganz erstaunlich. Wenn man dann annimmt, dass jede dieser Galaxien auch noch 100 Milliarden Sterne umfasst, dann sprengte das sogar das Vorstellungsvermögen dieser klugen Knirpse. Beides miteinander multipliziert, ergibt dann nämlich eine stattliche Sternenzahl mit 22 Nullen.

Professor Joachim Wambsganß
Professor Joachim Wambsganß sorgte dafür, dass es seit Samstag ein paar jugendliche Sterngucker mehr geben dürfte.

Wie sich das an der Hochschule gehört, gab es für jeden ein "Skript". Praktischerweise hat der 44-jährige Astrophysiker hier jede Menge Wissen zum Abhaken drauf notiert. Schwarz auf weiß zum Nachhausetragen eben. Ein paar Fakten daraus: Die Erde dreht sich um sich selbst und das ist dann ein Tag. Unsere blaue Kugel hat 12 700 Kilometer Durchmesser. Der Mond misst weniger als ein Viertel davon und hat sogar nur ein Prozent der Masse der Erde. Dreht sich der Mond eigentlich auch um sich selbst? Spannende Frage, findet der Uni-Nachwuchs. Die Meinungen sind geteilt. Glücklicherweise weiß der Prof. Bescheid und zeigt die Lösung gleich im Rollenspiel. Ein Mädchen wird mit Taschenlampe zur Sonne, ein weiteres zur Erde und ein kleiner Junge spielt den Mond. Dann wird es deutlich: Nur ein einziges Mal pro Erdumrundung dreht sich der Mond.

Die Erdlinge sehen eigentlich immer die gleiche Seite. Für sie ändert er nur scheinbar seine Form, weil er mal "von vorne", mal "von hinten" und mal "von der Seite" beleuchtet wahrgenommen wird.

Als Joachim Wambsganß so alt war wie seine Mini-Studis heute, flog der erste Mensch zum Mond. Dass Neil Armstrong damals den Satz prägte, "das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit", wissen ein paar Schlaumeier natürlich längst.

Völlig daneben liegt allerdings ein Nachwuchsstudent, der glaubt, die kurze Filmsequenz von der Ausfahrt mit dem Mondmobil sei ein Computerspiel. "Nee, das ist ein Original", korrigiert der Professor und der muss es ja schließlich wissen.

Was unterscheidet einen Planeten von einem Stern? Eigentlich ist es ganz einfach. Sterne sind Geschwister der Sonne und leuchten selbst, Planeten, früher auch "Wandelsterne genannt" werden angeleuchtet.

Außerdem sind sie viel, viel leichter. Beispielsweise ist die Sonne 300000 Mal schwerer als die Erde und 100 Mal so groß. Neun Planeten gibt es in unserem Sonnensystem. Selbst pfiffigen Astronomen fällt es da nicht immer leicht zu wissen, wer nach wem kommt. Eselsbrücke gefällig?

"Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten". Wer sich den Satz merken kann, weiß dann auch, dass von der Sonne aus betrachtet nach Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun der Pluto kommt. Während Merkur ganz schön flott um die Sonne unterwegs ist, nämlich in 88 Tagen einmal rundum, braucht Pluto dafür 248 Jahre.

15 Millionen Grad Celsius heiß ist die Sonne in ihrem Inneren. Zum Vergleich: Ein Ofen, in dem Eisen geschmolzen wird, hat eine Temperatur von 1200 Grad. In der Sonne findet Kernfusion statt, bei dem Wasserstoff zu Helium wird. "Wie hat man die Temperatur gemessen", will ein Mini-Student neugierig wissen. Klar, mit Thermometer geht das nicht, aber mit Forschung. Denn genau mit solchen Fragen schlagen sich Professor Wambsganß und seine Kollegen von der Astrophysik herum.

Kirsten Baumbusch/David Wolf



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