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26. Oktober 2005

Bildung ist nicht nur Wissenschaft

Studenten fit fürs Studium machen – Die Abteilung Schlüsselkompetenzen bildet aus

Referate halten, Hausarbeiten schreiben und nebenbei auch noch den Verlauf des Studiums planen: Auf den frisch gebackenen Studenten kommt so einiges zu. Kein Wunder, dass da so manche unter ihnen verzweifeln und schon nach wenigen Semestern aufgeben. Dabei ist die Rettung für den geplagten Hochschulnachwuchs gar nicht weit: Kathrin Heinzmann und Christina Preukser verbringen einen großen Teil ihrer Zeit damit, ihren Kommilitonen das Studieren zu erleichtern.

Die beiden Geographiestudentinnen Christina Preukser (links) und Kathrin Heinzmann vermitteln ihren frisch gebackenen Kommilitonen als Tutoren wichtige Schlüsselkompetenzen.
Die beiden Geographiestudentinnen Christina Preukser (links) und Kathrin Heinzmann vermitteln ihren frisch gebackenen Kommilitonen als Tutoren wichtige Schlüsselkompetenzen.
Foto: Alex

Die beiden Geographiestudentinnen sind an ihrem Institut als Tutoren tätig und vermitteln in verschiedenen Kursen sogenannte Schlüsselkompetenzen: Fähigkeiten, die im Studium vorausgesetzt werden, aber bei den Studierenden oft nicht vorhanden sind. Neben Orientierungseinheiten zu Beginn des Studiums kann sich der akademische Nachwuchs so zum Beispiel in Sachen Zeitmanagement fit machen oder Kurse in Wissenschaftlichem Schreiben belegen. "Train the Trainer" nennt sich das Konzept, nachdem die Abteilung Schlüsselkompetenzen (SLK) des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung schon seit vielen Jahren Studenten als Tutoren ausbildet. Nach der Schulung bieten diese an ihrem eigenen Institut Kurse für ihre Kommilitonen an. Im Idealfall werden so alle Phasen des Studiums bis hin zum Examen abgedeckt.

Das erweiterte Bildungskonzept der SLK geht über Erkenntnis durch Wissenschaft hinaus. Die von den Heidelbergern entwickelte Bildungsidee lässt sich in eine einfache Formel zusammenfassen: Fachwissen plus Schlüsselkompetenz gleich Steigerung der Ausbildungsqualität. "Bildung ist nicht nur Wissenschaft", erklärt Petra Eggensperger, die in der SLK für die Hochschuldidaktik zuständig ist. Sie leitet Kurse für Dozenten der Uni Heidelberg. Um die Qualität ihrer Lehre zu verbessern, möchten auch viele Hochschullehrer Schlüsselkompetenzen wie zum Beispiel Rhetorik und Präsentation erwerben. "Wir wollen einfach Anregungen am Ort des Studierens geben", so Dietmar Chur, der die Abteilung Schlüsselkompetenzen aufgebaut und in Heidelberg etabliert hat.

Den Studenten werden in den Kursen Kompetenzen vermittelt, die das Lernen effektiver machen und die sie außerdem im Berufsleben benötigen. Dass ihnen diese Fähigkeiten von Mitstudenten vermittelt werden, liegt auf der Hand. Für die Schulung der Tutoren ist Oliver Orth zuständig. Diese finden jeweils im Frühjahr und im Herbst statt. Hier lernen die angehenden Tutoren: Wie halte ich einen Kurs? Wie motiviere ich die Gruppe zur Mitarbeit? Die Fähigkeiten, die sie hierbei erwerben, bringen ihnen später Vorteile im Berufsleben.

Christina Preusker studiert Geographie auf Lehramt und sieht den Job als Tutorin als perfekte Ergänzung zu ihrem Studium: "Du übst den Umgang mit Leuten und lernst, dich besser zu präsentieren." Die 24-Jährige sieht das Tutorendasein auch als ideelle Sache: "Nur wegen des Geldes macht man das nicht." Kathrin Heinzmann kann ihr da nur zustimmen: "Man braucht eine gewaltige Portion an Engagement", weiß die 27-jährige Diplomandin aus eigener Erfahrung. Doch die Vorteile ihres Jobs sind offensichtlich: Die SLK schult die Studenten umsonst, außerdem erhalten diese für ihre Tutorentätigkeit eine Bescheinigung, die in der Berufswelt einiges zählt. Die beiden Geographiestudentinnen Roswitha Nickel und Kristiane Brahm sind vom Kursprogramm an ihrem Institut restlos überzeugt: "In der Schule hat man nicht gelernt, was an der Uni erwartet wird", meint Nickel, "in den Kursen erfährt man das und kann immer nochmal nachfragen". Ihre Kommilitonin stimmt zu: "Wenn es einem keiner sagt, weiß man nicht, wie es geht", so Brahm.

Judith Krietsch

Kontakt: Abteilung Schlüsselkompetenzen, Telefon 542444, slk@urz.uni-heidelberg.de



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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