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4. Oktober 2005

Barockes Welttheater in der Jesuitenkirche

Studentische Schauspielgruppe der Ruperto Carola präsentiert ein Stück des Jesuitendichters Jakob Bidermann – Die Aufführungen sind am Donnerstag, dem 20. Oktober, und am Freitag, dem 21. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr

Ein Theatererlebnis besonderer Art ist für den 20. und 21. Oktober in der Jesuitenkirche zu erwarten. Eine studentische Schauspielgruppe unter der Leitung von Dr. Wilfried Schouwink, Lehrbeauftrager am Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit, möchte im Rahmen einer kongenialen historischen Architektur Jesuitentheater präsentieren. Aufgeführt wird ein Stück des zur Zeit Shakespeares lebenden und seinerzeit recht erfolgreichen Jesuitendichters Jakob Bidermann (1578-1639) mit dem Titel CENODOXUS.

Der Inhalt basiert auf der Gründungslegende des mittelalterlichen Karthäuserordens: Ein wegen seiner Gelehrsamkeit und seiner Wohltätigkeit überaus geschätzter Lehrer der Pariser Universität stirbt plötzlich und wird von seinen Schülern sehr betrauert. Doch bei den Begräbnisfeierlichkeiten richtet sich der Tote dreimal von der Bahre auf und verkündet mit schauerlicher Stimme, daß er vor Christi Richterstuhl stehe und eben in diesem Moment zur Hölle verdammt werde. Seine jungen Freunde, insbesondere ein gewisser Bruno, beschließen unter dem Eindruck des Geschehens, sich von der Welt abzuwenden, und einen Einsiedlerorden zu gründen. Der strengste Orden des Mittelalters ist geboren, von dem bis auf den heutigen Tag mit Respekt gesagt werden kann: Carthusia numquam reformata, quia numquam deformata. Diese Legende hat Jakob Bidermann in ein barockes Gewand gekleidet. Himmel und Hölle werden immer wieder aufgeboten, um den Magister auf den rechten oder auch den falschen Weg zu bringen. Gleich zu Beginn präsentieren sich die Höllenscharen mit der erklärten Absicht, Cenodoxus, den Magister auf den Weg der Arroganz zu führen. Ahnlichkeiten mit dem Faust-Stoff sind unverkennbar. Im Unterschied zu Goethes Mephisto behält jedoch hier der Teufel die Oberhand. Ein überaus strenger Christus verurteilt den Sünder zur Hölle, zu "Heulen und Zähneknirschen bis in alle Ewigkeit".

Die Aufführungen sind am Donnerstag, dem 20. Oktober, und am Freitag, dem 21. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.



Weitere Informationen:
Dr. Wilfried Schouwink
Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Heidelberg
tahunanui@t-online.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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