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21. Oktober 2005

Spaß an Mangas allein genügt nicht

Am Zentrum für Ostasienwissenschaften forschen Sinologen, Japanologen und Ostasiatische Kunsthistoriker gemeinsam

Die Sinologin Professor Barbara Mittler und Dr. Maik Hendrik Sprotte vom Japanologischen Seminar   
Die Sinologin Professor Barbara Mittler und Dr. Maik Hendrik Sprotte vom Japanologischen Seminar forschen oft gemeinsam; das neue Zentrum für Ostasienwissenschaften vereinfacht diese Zusammenarbeit.
Foto: Dagmar Welker

Das Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften (ZEGK) hat vor einem Jahr den Vorreiter gemacht, jetzt folgt das Zentrum für Ostasienwissenschaften (ZO). Dass sich mehrere kleine Institute, die inhaltlich eng verzahnt sind, zu einem Zentrum zusammenschließen, spart nicht nur Geld, sondern ist für Lehrende und Studierende in Forschung und Lehre sinnvoll. Im Zentrum für Ostasienwissenschaften (ZO) werden jetzt das Institut für Japanologie, das Institut für Sinologie und das Institut für Kunstgeschichte Ostasiens zusammengeschlossen.

Alle Bibliotheken werden...

Zwar sind die drei räumlich noch getrennt, – die Kunsthistoriker in der Seminarstraße 4, die Japanologen und die Sinologen in der Akademiestraße 4-8 – doch hoffen alle Beteiligten, dass sie sich in nicht allzu ferner Zukunft unter einem Dach befinden werden. Ihre Bibliotheken nutzen Ostasiatische Kunstgeschichtler, Sinologen und Japanologen ohnehin gemeinsam; besonders die digitalen Webseiten der Sinologischen Bibliothek sind für alle Ostasienwissenschaftler interessant.

"Wir haben in ,Dachs', dem ,digital archive für chinese studies', viele Webseiten und Webmaterialien archiviert, die wenig später der Zensur zum Opfer gefallen sind oder ihr demnächst zum Opfer fallen könnten", unterstreicht Professor Barbara Mittler vom Institut für Sinologie. Im Sinologischen Seminar findet sich außerdem eine substantielle und inzwischen in großen Teilen digitalisierte Musik-, Partituren- und Filmsammlung. Im Gegenzug gibt es in der Bibliothek des Japanologischen Seminars stattliche 25000 Bände und 195 laufende Zeitschriften, davon 100 in japanischer Sprache.

Seit einem Jahr gibt es in Heidelberg den Studiengang Ostasienwissenschaften, der mit dem berufsqualifizierenden Grad eines "Bachelor of Arts" (B.A.) beendet wird. Studierende müssen dazu nicht nur Chinesisch oder Japanisch in Wort und Schrift und Ostasiatische Kunstgeschichte lernen, sondern sich wirtschaftlich, kulturell und sozial mit dem ganzen ostasiatischen Raum auseinander setzen. "Schließlich handelte sich hier seit Jahrtausenden um eine Kulturregion", unterstreicht Dr. Maik Hendrik Sprotte, Dozent am Japanologischen Seminar.

...gemeinsam genutzt

Der Andrang bei Sinologen und Japanologen ist ungebremst: 120 Erstsemester haben gerade bei den Sinologen begonnen, bei den Japanologen sind die Zahlen ähnlich; viele nutzen die Möglichkeit zu einer Kombination mit Ostasiatischer Kunstgeschichte, die bundesweit nur an der Universität Heidelberg angeboten wird. "Wir stellen hohe Anforderungen an Motivation und Arbeitseifer", sind sich die Sinologin Dr. Barbara Mittler und ihr Kollege vom Institut für Japanologie einig. Japanische Comicfiguren ("Mangas") witzig zu finden, genüge vielleicht als Einstiegsmotivation, trage aber sicher nicht durch ein ganzes Studium, weiß Sprotte.

Nach dem 11. September 2001 beobachteten sowohl Sinologen als auch Japanologen ein starkes Interesse an fremdländischen Kulturen. Groß ist auch das Interesse der Forscher am Russisch-Japanischen Krieg 1904/05, der sich gerade zum 100. Mal jährt. "Seine Auswirkungen waren nicht nur Machtverschiebungen in Ostasien, sondern es gibt auch eine Wechselbeziehung mit den Unabhängigkeitsbewegungen Südasiens", so Sprotte. Vom 1. bis 3. Dezember gibt es an der Universität deshalb ein Kolloquium.

Ingeborg Salomon

INFO: Die Eröffnungsveranstaltung des Zentrums für Ostasienwissenschaften findet am Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Alten Aula statt.



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
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