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5. Oktober 2005

"Er war immer ein Superschüler"

Theodor Hänsch besuchte das Helmholtz-Gymnasium und wurde an der Universität Heidelberg promoviert – In Physik, Mathe und Chemie stets eine Eins

Am Helmholtz-Gymnasium sorgte die Nachricht gestern für gewaltigen Umtrieb: Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch ist ein ehemaliger Schüler. Direktorin Karsta Holch und ihr Stellvertreter Hans Belzer stiegen ins Schularchiv (das Helmholtz-Gymnasium besteht seit 1835 und hat ein hervorragend sortiertes Archiv) und kramten in Erinnerungen. "Er war ein Superschüler und absolut herausragend in Physik, Mathematik und Chemie", verriet die Direktorin der RNZ.

Hänsch ist gebürtiger Heidelberger, am 30. Oktober 1941 kam er hier zur Welt; sein Elternhaus steht in der Bunsenstraße 10, sein Vater Karl war Prokurist. Am 9. April 1952 kommt der kleine Theo in die Sexta B des Helmholtz-Gymnasiums. Schon früh zeigte er eine außerordentliche Begabung auf naturwissenschaftlichem Gebiet. Hänsch besuchte die Physik AG der Schule, sein Lehrer, Dr. Mampel, hielt große Stücke auf ihn. Im Festbericht zum 125. Geburtstag des Helmholtz-Gymnasiums verfasste der 18-Jährige einen neunseitigen Bericht über die Thomson'schen Schwingungsformeln, ein Klassenkamerad zeichnete die Bilder dazu.

"Das ist wirklich ganz ungewöhnlich, dass ein Schüler einen so ausführlichen Bericht schreibt", weiß Karsta Holch aus jahrzehntelanger Lehrerfahrung. In der Obersekunda (das entspricht der elften Klasse) tat sich Theodor durch einen weiteren Bericht hervor, in dem er die Rotation der Sonne und Beobachtungen zu den Sonnenflecken beschrieb. Nur 13 Schüler legten im März 1961 das Abitur ab, Theodor Hänsch war einer von ihnen. "Er hatte all die Jahre in Physik, Mathematik und Chemie immer eine eins, und in Biologie auch fast immer", so die Direktorin. Im übrigen sei sein Zeugnis ziemlich durchschnittlich gewesen, "Sport war wohl nicht so seine Sache", verrät Karsta Holch.

Der begabte junge Mann schrieb sich 1961 an der Universität Heidelberg für Physik ein und studierte unter anderem am Institut für Angewandte Physik am Philosophenweg. Dort arbeitete er seit 1962 in einer von zwei Arbeitsgruppen, die die damals ganz neue Lasertechnik erforschten. "Ich war in der Parallelgruppe, und wir sind uns ab und zu auf dem Gang begegnet", erinnert sich Hans Belzer, der heute am Helmholtz-Gymnasium unterrichtet. 1969 promovierte Hänsch an der Ruperto Carola und ging als Postdoc an die Stanford University in Kalifornien. Seine Heidelberger Zeit war damit beendet.

Ingeborg Salomon



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