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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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25. Oktober 2005

Neues Großprojekt der Europäischen Union unter Projektführung Heidelberger Physiker

Neuronale Schaltkreise in Silizium – EU fördert europäisches Großprojekt FACETS mit 10,5 Millionen Euro – Projektführung beim Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg

Die Europäische Kommission fördert in den kommenden vier Jahren im Rahmen ihres Programms "Future Emergent Technologies (FET)" ein Großprojekt mit dem Akronym "FACETS – Fast Analog Computing with Emergent Transient States".

Unter Projektführerschaft des Kirchhoff-Instituts für Physik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg haben sich 13 führende europäische Arbeitsgruppen aus den Bereichen Neurowissenschaften, Informatik, Elektrotechnik und Physik aus Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Schweden, der Schweiz und Ungarn zu einem Forschungskonsortium zusammengeschlossen. Aus Deutschland sind neben Heidelberg (Physik) die Universität Freiburg (Biologie) sowie die technische Universität Dresden (Elektrotechnik) beteiligt.

Die Idee des Projektes besteht darin, Prinzipien der Informationsverarbeitung des Gehirns aus biologischen Messdaten zu extrahieren, auf leistungsstarken Rechnern zu simulieren und schließlich in der Form spezieller analoger Mikrochips zu massiv parallelen Netzwerken nach biologischen Mustern zusammenzubauen. Der Titel des Projektes weist dabei auf eine physikalische Größe hin, die bei der Forschung eine besondere Rolle spielen wird: die Zeit. Das präzise zeitliche Zusammenspiel so genannter Aktionspotentiale spielt für die Selbstorganisationsprozesse solcher Netzwerke eine entscheidende Rolle und unterscheidet sie grundlegend von den bekannten konventionellen neuronalen Netzen.

Graphische Darstellung eines im Verlauf der Projektplanung entworfenen Neuroprozessors

Das Projekt kombiniert die Kompetenzen experimenteller Neurowissenschaftler, die Fähigkeiten moderner Großrechner sowie die Schaltungstechnik modernster Mikroelektronik auf der Skala von 100 Nanometern. Für die Simulationsrechnungen steht der zurzeit achtschnellste Rechner der Welt (BlueBrain) beim Konsortiumsmitglied EPFL Lausanne (Brain-Mind-Institute) zur Verfügung. Das Kirchhoff-Institut für Physik stellt seine Kompetenz auf dem Gebiet analoger Mikroelektronik und beim Entwurf und Betrieb komplexer Hardwaresysteme zur Verfügung.

Als langfristiges Ziel der Arbeiten gilt die Entwicklung neuartiger Systeme zur Informationsverarbeitung, die nach völlig anderen Ideen als die Handwerkzeuge der gegenwärtigen IT-Industrie funktionieren. Solche Systeme sollten Eigenschaften wie Skalierbarkeit, die Fähigkeit zur Selbstorganisation, niedrige elektrische Leistungsaufnahme und Fehlertoleranz besitzen und damit potentiell interessante Anwendungsgebiete erschließen.

Informationen zum Projekt sowie Material für die Medien finden Sie im Internet unter: http://www.facets-project.org

Eine graphische Darstellung eines im Verlauf der Projektplanung entworfenen Neuroprozessors stellen wir den Redaktionen gerne zur Verfügung. Bitte fordern Sie sie an unter: presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Die Internetseite der Heidelberger Arbeitsgruppe: http://www.kip.uni-heidelberg.de/vision



Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Karlheinz Meier, Koordinator FACETS-Projekt
Kirchhoff-Institut für Physik der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 227
69120 Heidelberg
Tel. 06221 549830, Fax 549839
meierk@kip.uni-heidelberg.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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