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25. Oktober 2005

"Die internationale Karl-Barth-Forschung. Schwerpunkte und systematische Perspektiven"

Wie und mit welchen Folgen hat die Theologie Karl Barths ihre weltweite Wirkung erzielt? – Symposion im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg – 27. bis 30. Oktober 2005, Hauptstraße 242

45 Theologinnen und Theologen aus 15 Ländern werden vom 27. bis 30. Oktober 2005 im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg untersuchen, wie und mit welchen Folgen die Theologie Karl Barths (1886-1968) ihre weltweite Wirkung erzielte. Das Werk des bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts ist monumental. Sein Hauptwerk, die Kirchliche Dogmatik umfasst fast 10 000 Seiten in 13 Bänden. Vom übrigen Werk liegen 41 Bände gedruckt vor: Mehr als 30 weitere Bände sollen folgen. Die Aufsätze und Bücher über Barth werden auf etwa 20 000 Titel geschätzt.

Wie konnte dieser moderne "Kirchenvater" auch im Römischen Katholizismus und in Ländern, die ihre Theologie eher gegen europäische Vordenker entwickeln wollen, so viele Menschen beeindrucken und prägen? Die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Stiftung Universität Heidelberg geförderte internationale Konferenz wurde von den Professoren Günter Thomas, Evangelisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, und Michael Welker, Theologische Fakultät der Universität Heidelberg, geplant.

Karl Barth:
Zweifellos hat der Schweizer Theologe Karl Barth (1886-1968) eine der wirkmächtigsten theologischen Konzeptionen des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Sein unvollendet gebliebenes Hauptwerk die "Kirchliche Dogmatik", stellt mit annähernd 10 000 Seiten eine editorische Großleistung dar und wurde in alle führenden Wissenschaftssprachen übersetzt. Die Gesamtausgabe seines Werkes umfasst derzeit 41 Bände, denen fast eben so viele folgen sollen. Barths Ausstrahlung reicht weit über die Grenzen von Theologie und Kirche hinaus. Sein theologischer Ansatz verarbeitet nicht nur die kulturellen Umbrüche des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Als Autor der "Barmer Theologischen Erklärung" wurde Barth auch zu einer zentralen Figur des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Er wurde als Bonner Professor (nach Lehrtätigkeiten in Göttingen und Münster) vom Dienst suspendiert, seine Schriften wurden verboten. Nach Kriegsende kam Barth aus Basel nach Bonn, um Gastprofessuren wahrzunehmen und beim geistigen Wiederaufbau Deutschlands mitzuwirken. Als Teilnehmer der ersten Weltkirchenkonferenz in Amsterdam (1948) leistete er ferner einen wichtigen Beitrag zur Reintegration Deutschlands in die Völkergemeinschaft.

Hier das Programm des Symposions:

Freitag, 28. Oktober

CHAIR: G. THOMAS
9.15-10.00 Uhr: Südafrika
On reading Karl Barth in South Africa – today? (D. Smit)
10.00-10.45 Uhr: Niederlande
Reading Karl Barth in the Netherlands (C. van der Kooi / G. Neven)

CHAIR: M. WELKER
11.00-11.45 Uhr: Süd-Korea 1
Karl Barths Theologie in Korea. Schwerpunkte der Rezeption und weitere Perspektiven (K.J. Kim)
Die Allversöhnungslehre Karl Barths und ihre Entwicklung (M.Y. Kim)
How can I understand Karl Barth as Korean Feminist Theologian? (M. Chung)

11.45-12.30 Uhr: Süd-Korea 2
Die noch nicht beendete theologische Disputation zwischen Calvin und Barth innerhalb der reformierten Kirche Süd-Koreas, konzentriert auf die Inspirations- und die Prädestinationslehre (J.J. Kim)
Karl Barths Pneumatologie und die Pfingstbewegung in Korea (S.-H. Oh)

CHAIR: M. WEINRICH
14.00-14.45 Uhr: Tschechische Republik und Kroatien
Entbarthianisierte tschechische Theologie entdeckt Karl Barth (J. Štefan)
Karl Barths Theologieverständnis im Kontext seiner Auseinandersetzung mit dem Katholizismus (L. Matoševic)

14.45-15.30 Uhr: Schweiz
Schweizer, speziell Berner Perspektiven der Barth-Forschung (J.C. Janowski)
‚Vom Nutzen der Historie'. Neuere Arbeiten zum Verhältnis von liberaler und dialektischer Theologie bei Karl Barth (G. Pfleiderer)

CHAIR: H. RUDDIES
16.00-16.45 Uhr: Rumänien
Die Zwei-Naturen-Lehre in Barths Christologie als Herausforderung für den orthodoxen Kontext (V. Cristescu)
Eine unmögliche Möglichkeit – oder doch eine Alternative? Zur aktuellen Diskussion um die Theologie Karl Barths aus der Perspektive einer Minderheitenkirche (A. Ferencz)

16.45-17.30 Uhr: Japan
Karl Barth als Rationalist. Christologische Konzentration als konsequente Rationalisierung (T. Kagegawa)
Die Gerechtigkeit Gottes heute: von Harnack – Anselm – Barth (T. Sasaki)

17.45-18.30 Uhr: Zwischenreflexion der Forschungsperspektiven, Diskussion ausgewählter Projekte, Beobachtungen aus der Sicht des Barth-Archivs in Basel (Moderation und Beitrag H. A. Drewes)
The Mission of the Center of Barth Studies at Princeton Theological Seminary (C. Anderson)

Samstag, 29. Oktober

CHAIR: G. THOMAS
9.15-10.00 Uhr: Schweden und Dänemark
Karl Barth in Schweden und Dänemark (A. Karlsson)

10.00-10.45 Uhr: Norwegen
Karl Barth und Norwegen (K. Hafstad)

CHAIR M. WELKER
11.00-11.45 Uhr: USA 1
Karl Barth's Christology as Resource for a Reformed Version of Kenoticism (B. McCormack)
Karl Barth and the Philosophy of Science (C. Anderson)

11.45-12.30 Uhr: USA 2
Beyond liberalism and orthodoxy: Karl Barth as dialectical theologian (C. Chalamet)
The state of Karl Barth studies in the US – as I see it (K. Sonderegger)

CHAIR: H.P. MAURER
14.00-14.45 Uhr: China
Karl Barth's Christology and Mahayana Theology in Chinese Context (Pan Chiu Lai)
Karl Barth's Reception in Sino-Christian Theology (K. Chan)

14.45-15.30 Uhr: Deutschland
Theologie als Hermeneutik (D. Korsch)
Karl Barth als Europäer: Das Jenaer Projekt zur Rezeption Barths (M. Leiner)
Das dogmatische Gespräch mit Karl Barth in der gegenwärtigen Systematischen Theologie (G. Etzelmüller)

CHAIR: C. LINK
16.00-16.45 Uhr: England
Semipelagianismus, natürliche Theologie und 'common sense': Englische Begegnungen mit der Theologie Karl Barths (A.K. Finke)

16.45-17.30 Uhr: Frankreich
Über einige theologische und ethische Lesarten Karl Barths im französischen Sprachraum (D. Müller)
Barthisme und andere Phänomene der frankophonen Barth-Rezeption (D. Schneider)

CHAIR: G. THOMAS / M. WELKER
17.45-18.30 Uhr: Zusammenfassung, Systematisierung der Rezeptionsformen und Forschungsperspektiven

Sonntag, 30. Oktober

9.00-9.30 Uhr: Morgenandacht in der Kapelle des Ökumenischen Instituts (C. Bindseil)

9.45-11.00 Uhr: Zentrale Aufgaben der internationalen Barthforschung, Planung von Kooperationsprojekten



Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Michael Welker
Wissenschaftlich-Theologisches Seminar der Universität Heidelberg
sekretariat.welker@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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