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20. Oktober 2005

Ferdinand-von-Richthofen-Medaille für Heidelberger Geomorphologen Professor Dietrich Barsch

Ehrung für herausragende Verdienste um die geomorphologische Forschung in Deutschland und für die ausgezeichnete Vertretung der deutschen Geomorphologie in internationalen Wissenschaftsorganisationen

Vor hundert Jahren verstarb Ferdinand von Richthofen (1833-1905). Dies nahmen die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, das Deutsche Archäologische Institut, das Interdisziplinäre Zentrum für Ökosystemforschung in Zentralasien der FU Berlin sowie der Deutsche Arbeitskreis für Geomorphologie (in der Deutschen Gesellschaft für Geographie) in Verbindung mit der HU zu Berlin zum Anlass, ein Symposium unter dem Titel "Man and Environment in Central Asia" in Berlin zu veranstalten.

Verleihung der Ferdinand von Richthofen-Medaille an Prof. Dr. Dietrich Barsch (Mitte) durch den Vorsitzenden des AK Geomorphologie (Prof. Dr. B. Eitel, links) und Prof. Dr. R. Mäusbacher (Senator der DFG)
Verleihung der Ferdinand von Richthofen-Medaille an Prof. Dr. Dietrich Barsch (Mitte) durch den Vorsitzenden des AK Geomorphologie (Prof. Dr. B. Eitel, links) und Prof. Dr. R. Mäusbacher (Senator der DFG)

Im Rahmen dieses Symposiums wurde im Beisein des ‚Vorsitzenden des Familienverbands Von Richthofen', Botschafter a.D. Dr. von Richthofen, und nach Grußworten von Staatssekretärin Hella Dunger-Löper am 7. Oktober 2005 die Ferdinand-von-Richthofen-Medaille an Prof. Dr. Dietrich Barsch vom Geographischen Institut der Universität Heidelberg verliehen. Dies geschah im festlichen Rahmen eines Abendempfangs durch das Asia-Pacific-Forum im Roten Rathaus.

Ferdinand von Richthofen hielt sich seit 1860 zwölf Jahre in Übersee auf und wurde nach Arbeiten in den Alpen und Karpaten durch seine China-Forschungsreisen (1868-1872) weltberühmt. Nach Professuren in Bonn und Leipzig wurde er 1886 als der damals wohl berühmteste Geograph an die Berliner Universität berufen. Ferdinand von Richthofen prägte nachhaltig die geomorphologische Forschung. Im Rahmen der Veranstaltung wurde er mehrfach von Nicht-Geomorphologen als einer der "Väter der modernen Geomorphologie" bezeichnet, was nicht zuletzt auf die internationale Ausstrahlung seines Werks zurück zu führen ist. Unter anderem holte er William Morris Davis nach Berlin, wodurch die intensiven Beziehungen zwischen der geomorphologischen Forschung in Deutschland und in den USA für viele Jahre geprägt wurden.

Der Deutsche Arbeitskreis für Geomorphologie führt mit der Medaille eine Tradition der Gesellschaft für Erdkunde fort, die 1933 mit ihrer Verleihung an Sven Hedin (Zentralasien-Expedition), Ernst von Drygalski (Gauss-Expedition in die Antarktis) und Alfred Philippson (Ägäis-Forschung) begründet wurde. Dietrich Barsch war von 1989-1993 Vizepräsident und von 1993-1997 Präsident der International Association of Geomorphologists (IAG). Von 1976-1984 leitete er das erste physisch-geographische Schwerpunktprogramm der DFG und beteiligte sich aktiv an dem Folgeschwerpunkt "Fluviale Dynamik im jüngeren Quartär". Auch war er Mitinitiator des Verbundprojektes Spitzbergen 90 (SPE 90). Als seither fünftem Geomorphologen und insgesamt zwölftem Preisträger wurde Prof. Dr. Dietrich Barsch die Ehrung daher aufgrund seiner hervorragenden Verdienste um die geomorphologische Forschung in Deutschland und für die ausgezeichnete Vertretung der deutschen Geomorphologie in internationalen Wissenschaftsorganisationen zuteil.

Ein Foto der Preisverleihung kann unter presse@rektorat.uni-heidelberg.de angefordert werden.



Rückfragen von Journalisten bitte an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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