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5. Oktober 2005

So jung und doch schon seit 78 Jahren verliebt

Der Heidelberger Musikstudent Florian Fries spielt in der ARD-Serie "Abenteuer 1927 – Sommerfrische" mit – Serie startet am 11. Oktober

Fries 2005 und Fries 1927   
Fries 2005 und Fries 1927.
Foto: Welker

"Ich habe mit allem gerechnet, aber mich verlieben? Das war der Oberhammer." Das sagt Florian Fries, er ist 24 Jahre alt und Musikstudent an der Uni Heidelberg. Er sitzt am Tisch in seiner Wohnung in Ziegelhausen. Er trägt ein weißes Hemd und eine Bluejeans. Im Mai und Juni dieses Jahres war das noch anders. Der Student hieß nicht mehr nur Florian Fries, sondern Herr Florian Fries, er trug keine Jeans, sondern Anzug und Krawatte. Er war auch kein Student, sondern Sommergast in einem Landhaus im Osten Deutschlands. Da hat sich Herr Florian Fries verliebt – in Fräulein Sarah Hakenberg.

Das war vor 78 Jahren. Florian Fries ist für die ARD-Serie "Abenteuer 1927 – Sommerfrische" sechs Wochen lang in die Rolle eines Pianisten geschlüpft. Er lebte zusammen mit anderen Sommergästen so, wie die reichen Menschen damals gelebt hatten. Er spielte Tennis, ging Reiten, tanzte Charleston, übte am Klavier, ließ sich abends Champagner schmecken und vergnügte sich beim Baden am Meer. Was auch immer Herr Florian Fries und seine Freunde machten – die Kameraleute folgten ihnen auf Schritt und Tritt. Fünf Stunden am Tag wurden sie gefilmt. Ein Drehbuch gab's nicht – die fünf Sommergäste durften schalten und walten, wie sie wollten. Bloß die Benimmregeln mussten eingehalten werden. Es sei komisch gewesen, er habe Fräulein Hakenberg sechs Wochen lang gesiezt, sei immer aufgestanden, wenn sie das auch getan habe, und beim Spazieren habe er immer auf der linken Seite gehen müssen, sagt der 24-Jährige. Erst am letzten Tag hat sich das Paar geduzt, da waren sie schon drei Wochen zusammen. "Heute lachen wir selber darüber." Sie hätten sich ja eigentlich vor 78 Jahren kennen gelernt. Und was mitgenommen: "Wenn wir heute spazieren, übernehme ich die linke Seite."

Auch anderweitig sind die sechs Wochen nicht spurlos an Fries vorübergegangen: "Ich liebte die Zeremonie des gemeinsamen Essens." Man habe sich damals mehr Mühe gegeben, es sei immer gesellig gewesen. Heute müsse er seine Fertigspaghetti halt wieder alleine essen. Und dass er einmal ohne Handy und Fernseher auskommen musste, empfand der Student als angenehm. "Ich habe sogar wieder Briefe geschrieben."

Doch nicht alles war vor 78 Jahren besser – es gab zum Beispiel keine Sonnencreme. "Als wir an der Ostsee waren, haben wir uns diese von anderen Badegästen ausgeliehen – natürlich ohne das Wissen der Filmcrew." Mühe bekundete der jüngste der fünf Sommergäste zudem mit der Hierarchie. Er habe Befehle erteilen müssen und ihm sei alles hinterhergetragen worden, "das war nicht immer einfach".

Ein Leben aber, wie es sich manch einer wohl gerne wünscht. Entsprechend groß war das Interesse, 1800 Bewerber wollten mitmachen, davon entfielen 1000 auf die Rolle eines Sommergastes. Florian Fries sollte den Pianisten spielen. Deshalb seien auch seine musikalischen Fähigkeiten gefragt gewesen, erklärt er. Und die scheinen gut zu sein, setzt doch auch der Entertainer und Schauspieler Johann Heesters auf die Geschicke des Heidelbergers. Seit rund zwei Jahren begleitet der Student den 101-Jährigen ehemaligen Ufa-Star bei seinen Auftritten am Klavier. Nach Fries' Erlebnis in der Serie verbindet die beiden nun noch mehr: Sowohl Heesters als auch Fries waren in "ihrem" Jahr 1927 jeweils 24 Jahre alt.

Trotz all der Unterschiede zwischen 1927 und 2005, eines bleibt sich gleich: die Liebe. Wenn sie in der Vergangenheit klappte, funktioniert sie auch in der Gegenwart. "Die Beziehung zu Sarah Hakenberg hält an", sagt der Student. Und die zwei Turteltäubchen werden sicher auch dazu beitragen, dass die Quoten stimmen. Ab dem 11.Oktober sind sie in 16 Folgen von Dienstag bis Freitag jeweils um 18.50 Uhr auf ARD zu sehen. Der eine oder andere Kuss wird sicher dabei sein – das gab's ja 1927 auch schon.

Dominik Balmer



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Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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