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28. Oktober 2005

Das Janusgesicht des Augsburger Religionsfriedens von 1555

Vortragsabend an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften – Referenten: Prof. Eike Wolgast, Historisches Seminar der Universität Heidelberg, und Prof. Martin Heckel, Professor für Kirchenrecht und Öffentliches Recht der Universität Tübingen

Am 8. November um 18.15 Uhr lädt die Heidelberger Akademie der Wissenschaften zu dem Vortragsabend "Der Augsburger Religionsfriede von 1555" ein. Als Referenten sprechen die Akademiemitglieder Prof. Dr. Eike Wolgast, Professor für Neuere Geschichte in Heidelberg, und Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heckel, Professor für Kirchenrecht und Öffentliches Recht, Tübingen. Der Vortragsabend findet im Vortragssaal des Akademiegebäudes, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg statt, der Eintritt ist frei.

Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 ermöglichte dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation für mehrere Jahrzehnte eine Zeit der inneren Ruhe. Trotz weiter bestehender theologischer Unterschiede gelang es auf dem Reichstag 1555 in zähen Verhandlungen, zu einer politischen Übereinkunft zu gelangen, die dennoch zukunftsoffen war und jeder der beiden zugelassenen Konfessionen Entfaltungsmöglichkeiten beließ. Der Religionsfrieden, ein ganz neues politisches Instrument in der europäischen Geschichte, eröffnet wichtige juristische, politische und theologische Forschungsperspektiven bis in die Gegenwart hinein.

"Der Religionsfriede von 1555 trägt ein Janusgesicht", so Eike Wolgast. Der katholischen Kirche gewährte er den dringend benötigten Schutz und Rückhalt gegen die vordringenden Protestanten. Aber er sanktionierte auch entscheidende Verluste und bot den Lutheranern die Möglichkeit weiterer Expansion. Erstmals wurde in der "politischen Koexistenzordnung" ein politischer Begriff von Friede, Einheit und Freiheit zugrunde gelegt, der die überkommene religiöse Bestimmtheit des Reichsrechts abstreifte. Damit wurde ein Weg in die Moderne der säkularen, aus der kirchlichen Bindung emanzipierten Staatsgewalt und Rechtsordnung beschritten.

Datum: 8. November
Uhrzeit: 18.15 Uhr
Ort: Vortragssaal der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg
Vorträge: Prof. Dr. Eike Wolgast: "Religionsfrieden als politisches Problem der frühen Neuzeit".
Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heckel: "Der Sinnwandel vom provisorischen Notstands-Instrumentarium zum Reichsfundamentalgesetz religiöser Freiheit und Gleichheit".



Rückfragen bitte an:
Dr. Johannes Schnurr
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Tel. 06221 / 54 34 00
Fax 54 33 55
johannes.schnurr@urz.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an: Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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