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9. September 2005

Spitzenoptik für den Blick in die Zellen

Universität eröffnete Zentrum für Mikroskopie und Imaging-Techniken in den Biowissenschaften – Vorbild ist die Harvard Medical School

Die Zeiten, in denen ein Biowissenschaftler mit einem einfachen Mikroskop auskam, um beispielsweise Mikroorganismen zu erforschen, sind längst vorbei. So sind die heutigen Mikroskope mit speziellen Optiken, Lasern oder Fluoreszenzeinrichtungen für verschiedenste Anwendungen ausgestattet. Entsprechend kostspielig ist die Anschaffung solcher Spezial-Mikroskope, die sich eine Universität nicht ohne weiteres leisten kann. Wäre da nicht eine Kooperation mit einem weltweit führenden Mikroskophersteller geradezu ideal? Diese Idee wurde bereits an der Harvard Medical School in den USA mit dem Nikon Imaging Center verwirklicht.

Fünf Spezialmikroskope

Als Professor Thomas Holstein, Direktor des Zoologischen Instituts, den Ruf an die Universität Heidelberg erhielt, dachte er daran, etwas Vergleichbares in Heidelberg aufzubauen. Bei Dr. Jörg Kukulies, dem General Manager der Nikon GmbH in Deutschland, stieß er dabei auf größtes Interesse. So kam es, dass der Traum, ein derartiges Mikroskopie-Zentrum in Heidelberg zu errichten, nach neun Monaten Vorbereitungszeit am Mittwoch Wirklichkeit wurde.

Der Präsident von Nikon Instruments, Hidetoshi Mori (links), und Rektor Professor Peter Hommelhoff eröffneten das Zentrum für Mikroskopie und Imaging-Techniken.
Eine gelungene Kooperation für bessere Forschung: Der Präsident von Nikon Instruments, Hidetoshi Mori (links), und Rektor Professor Peter Hommelhoff eröffneten das Zentrum für Mikroskopie und Imaging-Techniken.
Foto: Dagmar Welker

"Das Nikon Imaging Center in Heidelberg soll dafür sorgen, dass die Nikon-Produkte auf der ganzen Welt unter Wissenschaftlern bekannt werden", begründete der Präsident der Nikon Instruments Corporation Tokyo, Hidetoshi Mori, das Engagement seiner Firma anlässlich der Eröffnung des Mikroskopie-Zentrums. Doch stellt eine Firma wie Nikon eine Ausrüstung im Wert von etwa einer Million Euro nicht einfach so zur Verfügung.

"Die Universität Heidelberg gewährleistet, dass das Nikon Imaging Center von exzellenten Wissenschaftlern und Studenten genutzt wird", hob der Rektor der Ruperto Carola, Professor Peter Hommelhoff, die Leistung der Hochschule hervor. "Die Errichtung des Imaging Centers zeigt gleichzeitig, welche bedeutende Rolle die Ruperto Carola in Forschung und Lehre einnimmt", fuhr Peter Hommelhoff fort.

Somit steht den Heidelberger Wissenschaftlern und Studenten ab sofort einer der modernsten Mikroskopierräume der Welt zur Verfügung. Doch zur Ausstattung der fünf Spezialmikroskope gehören eben auch beispielsweise Computer oder spezielle Kameras. Diese Zusatzgeräte wurden von anderen am Imaging Center beteiligten Firmen wie etwa Hewlett Packard oder Hamamatsu Deutschland bereitgestellt.

An den Mikroskopen können nun beispielsweise optische Schnitte durch Zellen gelegt werden, indem ein Laser das Objekt allmählich abtastet. Aber auch grün und gelb fluoreszierende Substanzen, die bisher optisch kaum zu unterscheiden waren, lassen sich mit Hilfe einer angeschlossenen Spektralanalyse voneinander trennen. Geleitet wird das Nikon Imaging Center von Dr. Ulrike Engel, die das Center in Harvard bestens durch ihre dortige Arbeit kennt. In einigen Monaten steht allerdings schon ein Umzug für das zurzeit im Zoologischen Institut untergebrachten Zentrum ins Haus. Denn mit der Eröffnung des benachbarten Bioquant-Gebäudes und dem neu entstehenden Institut für Quantitative Biologie wird es dorthin umgesiedelt.

Stefan Zeeh



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
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