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22. September 2005

Neue Behandlungsmethoden bei Gebärmuttersenkung und Harninkontinenz

Informationsabend in der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg am 28. September um 18 Uhr – Studie mit Botulinustoxin bei Drang-Inkontinenz

Bei Frauen über 60 Jahren ist es eine der häufigsten Erkrankungen, häufiger als Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gelenkverschleiß: der unwillkürliche Abgang von Urin (Harninkontinenz). Die Universitäts-Frauenklinik und die Urologische Universitätsklinik Heidelberg bieten neue Behandlungsmethoden an und stellen diese bei einem Informationsabend am Mittwoch, dem 28. September 2005 um 18 Uhr im großen Hörsaal der Frauenklinik, Voßstrasse 9 vor.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über den aktuellen medizinischen Stand zu informieren, und mit den Ärzten zu diskutieren.

Vorgestellt werden auch operative Therapiemethoden, die eine Senkung der Gebärmutter beheben. Entbindungen und eine Schwäche des Bindegewebes können dazu führen, dass die Aufhängung der Gebärmutter erschlafft und das Organ nach unten auf Harnblase und Darm drückt. Die Frauen leiden oft unter ungewolltem Harnabgang, Rückenschmerzen und Verstopfung. Anhaltende Beschwerden wurden bislang durch größere operative Eingriffe behandelt, die eine Befestigung und Stützung der Gebärmutter zum Ziel haben.

Implantierte Netze stützen Beckenboden und Gebärmutter

Als neue Therapiemethode werden jetzt an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg Netze in den Beckenboden eingesetzt, die das erschlaffte Gewebe ersetzen und die Gebärmutter abstützen. "Mit dieser Methode können langfristigere Erfolge auch bei Rezidiv-Descensus erzielt werden", erklärt Oberärztin Dr. Annette Maleika, Leiterin der Urogynäkologischen Ambulanz in der Frauenklinik. Die Operation kann ohne Bauchschnitt erfolgen, und die meisten Patientinnen können nach 3-5 Tagen entlassen werden.

Weitere Themen des Informationsabends sind die Behandlung der Stress- und der Dranginkontinenz. Bei der Stress-Inkontinenz (Belastungs-Inkontinenz) führt eine Druckerhöhung im Bauchraum zu unkontrolliertem Harnabgang – also beim Lachen, Husten, Niesen oder beim Heben von Lasten. Die Drang-Inkontinenz ist durch plötzlichen starken und schmerzhaften Harndrang und einen unwillkürlichen Harnabgang charakterisiert.

In einer neuen klinischen Studie testet nun die Urologische Universitätsklinik, ob das Medikament Botulinumtoxin in der Lage ist, die Harnblase bei der Drang-Inkontinenz zu stabilisieren und die Inkontinenz zu beheben. "Botulinumtoxin wird auch bei anderen Erkrankungen angewendet, beispielsweise um Krampfzustände zu beseitigen", erklärt Oberarzt Privatdozent Dr. Axel Haferkamp, Urologische Universitätsklinik Heidelberg.

An dieser Studie können noch interessierte Patientinnen teilnehmen. Weitere Informationen werden bei der Veranstaltung am 28. September gegeben.

Programm des Informationsabends (PDF):
www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/pdf/harninkontinenz_infoabend28.09.pdf

Informationen im Internet:
Universitätsklinikum Heidelberg:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=7905
www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=6248

Allgemeines zu Harninkontinenz:
www.lifeline.de/ilharn

Inkontinenz-Sprechstunde in der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg: Voßstrasse 9 Dienstags von 12:00 – 16:00 Uhr Dr. Annette Maleika, Dr. Florian Lenz
Anmeldung unter:
Tel: 06221 – 56 79 34
Fax : 06221 – 56 52 60
E-Mail: frauenklinik_ambulanz_allgemeine@med.uni-heidelberg.de

Ansprechpartner:
Dr. Annette Maleika
E-Mail: Annette_Maleika@med.uni-heidelberg.de
Dr. Florian Lenz
E-Mail: Florian_Lenz@med.uni-heidelberg.de
Tel.: 06221 – 56 78 56 (Pforte)
Tel.: 06221 – 56 79 26 (Sekretariat OÄ Maleika)



Rückfragen bitte an
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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