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5. August 2005

Ärztestreik an den Universitätsklinika

Gemeinsame Pressemitteilung aller Dekane der Medizinischen Fakultäten Baden-Württembergs – Verständnis für den Unmut der Ärzte an den Universitätskliniken – Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert

Die Dekane der Medizinischen Fakultäten Baden-Württembergs haben Verständnis für den Unmut der Ärzte an den Universitätskliniken, der zu diesem Streik geführt hat. Die Arbeitsbedingungen an den Unikliniken haben sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert: Zunehmende Verknappung des Landeszuschusses für Forschung und Lehre, der immer größere Verwaltungsaufwand aufgrund der Einführung des DRG-Systems, eine immer dominantere Bürokratisierung und Einkommensverluste von mindestens sieben bis zehn Prozent. Dies führt zur Abwanderung der Ärzte in Länder mit besserer Bezahlung wie zum Beispiel die Schweiz oder England. Auch die Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird daher in Baden-Württemberg immer schwieriger in Zeiten, in denen der internationale und auch nationale Wettbewerb an Härte zunimmt.

Die Dekane wiesen Ministerpräsident Günther Oettinger darauf hin, dass der Streik der Ärzte an den Universitätsklinika die bedrohliche Situation der Hochschulmedizin deutlich macht. "Diese Lage sollte dringend von der Politik wahrgenommen werden und Anlass zum Überdenken der Gesamtsituation sein", betont Prof. Claus D. Claussen, Dekan der Medizinischen Fakultät Tübingen, "unserer Meinung nach kann es zu einer Gefährdung des Wissenschaftsstandortes Baden-Württemberg kommen." Zumal auch bisher heimkehrwillige Wissenschaftler und Ärzte zunehmend Distanz zur Rückkehr entwickeln. Der hohe Stellenwert der medizinischen Forschung in Baden-Württemberg, wie er vor zwei Jahren noch durch den Wissenschaftsrat attestiert wurde, erscheint somit akut in Gefahr.

Es müssen dringend Wege geschaffen werden, die jungen Ärzte und Wissenschaftler wieder zu motivieren, zum Beispiel durch adäquate Bezahlung und durch Schaffung von genügend Freiräumen für Forschung, Lehre und Weiterbildung. Auch eine Novellierung des Arbeitszeitgesetzes ist hierzu unumgänglich. Die Politik sollte ihren Teil dazu beitragen, die Zufriedenheit und Motivation der jungen Akademiker wieder herzustellen, um das in Baden-Württemberg erreichte hohe Niveau in Forschung, Lehre und Krankenversorgung aufrecht erhalten zu können.

Für die Entwicklung von Lösungswegen und deren Umsetzung stehen die Dekane der Medizinischen Fakultäten Baden-Württembergs jederzeit gerne zur Verfügung.



Ansprechpartner für nähere Informationen:
Professor Dr. med. Claus D. Claussen
Dekan der Medizinischen Fakultät Tübingen
Tel. 0 70 71 298 20 87 oder 297 25 66

Universitätsklinikum Tübingen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ellen Katz
Tel. 0 70 71 29 80 112, Fax 29 45 45
ellen.katz@med.uni-tuebingen.de
www.medizin.uni-tuebingen.de/cgi-bin-all/pm.cgi

Universität Heidelberg:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Tel. 06221 56 45 36, Fax 56 45 44
Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Irene Thewalt
Pressestelle der Universität
presse@rektorat.uni-heidelberg.de




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