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8. August 2005

Ausstellungserfolg "Expressionismus und Wahnsinn"

Einen neuen Erfolg erzielte die Sammlung Prinzhorn der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg mit der Ausstellung "Expressionismus und Wahnsinn" – Rund 5000 Besucher in drei Monaten zog das Museum an

Logo Sammlung Prinzhorn

Dass die Anziehung der "Klassischen Moderne" ungebrochen ist, zumal bei ungewöhnlicher Themenstellung, zeigte einmal mehr die Ausstellung "Expressionismus und Wahnsinn" in der Sammlung Prinzhorn, die Mitte Juni zu Ende ging. Innerhalb von drei Monaten sahen rund 5000 Besucher die Ausstellung und reagierten begeistert. Die Zahlen sprechen für einen stetigen Publikumszuwachs des jungen Museums.

Erstaunlich und alte Sehgewohnheiten durchbrechend war die Konfrontation von Gemälden und Grafiken bekannter expressionistischer Künstler mit Werken aus der Sammlung Prinzhorn. Insbesondere die Gegenüberstellung der Bilder des "Brücke"-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner und Else Blankenhorn gab neue Denkanstöße und wurde auch von der Fachwelt angeregt aufgenommen.

Überrascht zeigte sich das Publikum von der Tatsache, dass Künstler aufgefordert wurden, in den psychiatrischen Anstalten zu zeichnen und Patienten und Patientinnen zu porträtieren. Deutlich konnte man an den Arbeiten von Erich Heckel, Christian Schad, Heinrich Ehmsen und anderen den sich wandelnden Blick der Künstler auf psychisch Kranke verfolgen, vor allem dann, wenn eine Künstlerin, wie die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler, selbst zugleich Patientin war. Wie sehr Vorstellungen vom "Wahnsinn" zeithistorisch geprägt sind, offenbarten die Blätter von Conrad Felixmüller und Walter Gramatté, entstanden unter den Eindrücken des Ersten Weltkrieges.

Darüber hinaus galt es, auf expressionistische Tendenzen in Werken der Sammlung Prinzhorn hinzuweisen und den Anstaltspatienten und Künstler Paul Goesch in diesem Ausstellungskontext noch einmal eindeutig als Expressionisten zu definieren.

Die Ausstellung endete mit einem Konzert expressionistischer Kompositionen zum Thema "Wahnsinn" und einer fulminanten Darbietung Carola Schlüters und Olaf Jokschs von Arnold Schönbergs "Erwartung".

Öffnungszeiten: Di-So. 11 bis 17 Uhr, Mi bis 20 Uhr (Mo geschlossen)
Öffentliche Führungen: jeden Mittwoch um 18 Uhr und Sonntag um 14 Uhr (Sonderführungen nach Vereinbarung)
Aktuelle Ausstellung:
"Psychiatrie in Afrika – fotografische Erkundungen" (bis 9.10.2005)



Rückfragen bitte an
Sammlung Prinzhorn
Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universität Heidelberg
Monika Jagfeld M.A.
Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 06221 564725, Fax 561723
www.prinzhorn.uni-hd.de

Irene Thewalt
Pressestelle der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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