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25. August 2005

Spektakulär: Elena Kuschnerova in der Alten Aula

Abschlusskonzert des Internationalen Ferienkurses der Universität – Gebürtige Moskauerin überzeugte durch stilistische und klangliche Bandbreite ihres Könnens

Obwohl die russische Pianistin Elena Kuschnerova bereits seit 1992 in Deutschland lebt und mittlerweile exzeptionelle künstlerische Erfolge aufzuweisen hat (wie etwa die Auszeichnung mit dem renommierten "Preis der deutschen Schallplattenkritik"), ist sie bis heute ausgerechnet in ihrer Wahlheimat eher ein Geheimtipp geblieben. Das Heidelberger Publikum dagegen durfte sich in den letzten Jahren mit schöner Regelmäßigkeit von den überragenden Fähigkeiten der gebürtigen Moskauerin überzeugen – so auch jetzt beim Abschlusskonzert des Internationalen Ferienkurses der Universität in der Alten Aula, wo Elena Kuschnerova die stilistische und klangliche Bandbreite ihres Könnens sogar noch aufregender auszureizen schien als bei ihren früheren Auftritten.

Besonders eindrucksvolle Akzente setzte die Pianistin überraschenderweise gerade in Sachen Wiener Klassik: wunderbar schon die gestochen klar und prägnant musizierte Wiedergabe der von einem höchst empfindsamen f-moll-Adagio gekrönten frühen F-dur-Sonate Joseph Haydns (Hob. XVI: 23), fesselnd aber auch die von stärkster lyrischer wie dramatischer Spannung getragene und dabei in vielen Details sehr individuell gewichtende Deutung der Beethovenschen "Sturm-Sonate" d-moll opus 31/2. In ihrer Balance aus musikalischer Genauigkeit und expressiver Freiheit offenbarten Kuschnerovas Klassik-Interpretationen eine völlig eigenständige Stilsouveränität, wie sie unter den Tastenvirtuosen unserer Tage keineswegs mehr selbstverständlich ist.

Mit den schwärmerisch ausgekosteten "Sinfonischen Etüden" cis-moll opus 13 von Robert Schumann und der zarten "Canzona serenata" f-moll opus 38/6 des zu Recht wiederentdeckten Rachmaninow-Freundes Nikolai Medtner (1880-1951) bewegte sich die Russin gewohnt grandios auf romantischem Terrain. Igor Strawinskys schier unspielbares "Pétrouchka"-Arrangement aus dem Jahre 1921 geriet ihr dann endgültig zum Triumph: eine rundum atemberaubende Verbindung von tänzerischer Explosivität ("Danse russe"), quasiszenischer Imaginationskraft ("Chez Pétrouchka") und entgrenzter Klangekstase ("La semaine grasse").

Drei exquisite Zugaben (Bach-Siloti, Schumann, Prokofiew) beschlossen diesen spektakulären Klavierabend, der Elena Kuschnerova einmal mehr als eine der besten Pianistinnen ihrer Generation erleben ließ.

Klaus Roß



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Tel. 06221 542310, Fax 542317
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