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3. August 2005

Ausbildung auf höchstem Niveau

Universitätsklinikum Heidelberg und Evangelische Stadtmission gründen neues Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe – Schulen werden organisatorisch und räumlich zusammengeführt

Symbolische Schlüsselübergabe im Heinsteinwerk an das Universitätsklinikum Heidelberg und die Evangelische Stadtmission
Symbolische Schlüsselübergabe im Heinsteinwerk an das Universitätsklinikum Heidelberg und die Evangelische Stadtmission (von links): Jürgen Unrath, Geschäftsführer Krankenhaus Salem gGmbH, Jan van der Velden-Volkmann, Architekt, Peter Raschka, Raschka GmbH, Hans Jörg Kraus, Kraus Immobilien, Klaus Huhn, Schulleiter der Bildungszentrum gGmbH, Edgar Reisch, Pflegedirektor des Universitätsklinikums, Christian Dietrich, Geschäftsführer der Altenhilfe gGmbH der Evangelischen Stadtmission Heidelberg und Cornelia Mahler, Pflegedirektion Universitätsklinikum Heidelberg.
Foto: Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg

Ein für Baden-Württemberg einmaliges innovatives Projekt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung in den Gesundheitsfachberufen wird in den nächsten Monaten in Heidelberg realisiert: Das Universitätsklinikum Heidelberg hat gemeinsam mit dem Krankenhaus Salem und der Altenpflegeschule der Evangelischen Stadtmission, als Träger der Ausbildungen, ein neues Bildungszentrum in der Rechtsform einer gGmbH gegründet. Die gemeinnützige Gesellschaft bietet pro Jahr circa 770 Jugendlichen Ausbildungsmöglichkeiten auf höchstem Niveau.

Bildungszentrum hat Standorte in Wieblingen und Neuenheim

Heinsteinwerk in Wieblingen
Am 4. Februar 2005 wurde der Mietvertrag über 3.050 Quadratmeter Nutzfläche im Heinsteinwerk in Wieblingen unterzeichnet. Ab November findet der Unterricht für Pflege- und Hebammenwesen, Kinderkranken- und Altenpflege, Operationstechnischer Assistent sowie die Fort- und Weiterbildungsprogramme der Kooperationspartner in den neuen Räumen statt.
Foto: Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg

Die meisten Angebote im "Bildungszentrum am Universitätsklinikum Heidelberg gGmbH", so der offizielle Name, werden in das Heinsteinwerk, eine ehemalige Fliesenfabrik im Heidelberger Stadtteil Wieblingen, verlagert. Dort sind die umfassenden Renovierungsarbeiten, die einen Ausbildungs- und Seminarbetrieb nach modernen Gesichtspunkten ermöglichen, bereits weitgehend abgeschlossen.

Am 1. August 2005 hat Hans-Jörg Kraus, Vermieter des Heinsteinwerks, symbolisch den Schlüssel für den Standort des Bildungszentrums im Heinsteinwerk an den Pädagogischen Leiter des Bildungszentrums, Klaus Huhn, übergeben. Bis November ziehen die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege, Hebammen, Operationstechnische Assistenz sowie die Fort- und Weiterbildungsprogramme der Kooperationspartner in die neuen Räume.

Die Logopädenschule, Orthoptistenschule, Schule für Medizinisch Technische Laborassistenz (MTLA) sowie die Schule für Medizinisch Technische Röntgenassistenz (MTRA) bleiben im Neuenheimer Feld an ihren bisherigen Standorten. Zwar räumlich getrennt sind sie organisatorisch dem Bildungszentrum zugeordnet.

Im Heinsteinwerk stehen zwei Stockwerke mit ca. 3.050 qm zur Verfügung: 15 Unterrichtsräume, neun Gruppenräume, vier große Demonstrations- und Übungsräume, zwei PC-Schulungsräume, eine Bibliothek, Lehrerbüros, Lehrerzimmer, Schüler- und Lehreraufenthaltsraum, Foyer, usw.

Synergieeffekte nutzen, Ausbildung verbessern, Kosten senken

Ein wesentlicher Vorteil des Bildungszentrums stellt die höhere Qualität der Ausbildung dar, da die Erfahrung und das Wissen aller beteiligten Schulen und Fachbereiche in ein Zentrum einfließen. Bislang hatte jede Schule ihre eigene Organisationsform, Infrastruktur und Schwerpunkte. Nun können Synergieeffekte genutzt werden. Außerdem kann die Ausbildung langfristig kostendeckend gestaltet und damit Ausbildungsplätze gesichert werden.

Bewährte Modellausbildungsgänge in der Pflegeausbildung werden in dem neuen Zentrum weitergeführt; neue Entwicklungen und Wege in der Ausbildung und Weiterqualifikation in den Gesundheitsfachberufen können erprobt und weiterentwickelt werden. "Wir verfolgen außerdem die europäischen Entwicklungen in den Gesundheitsfachberufen hin zu weiterführenden Studiengängen wie dem Bachelor", erklärt Edgar Reisch, Pflegedienstdirektor des Universitätsklinikums Heidelberg mit Blick auf die Zukunft.

Berufliche Zukunftsperspektiven für Jugendliche sichern

"Wir freuen uns, dass wir mit dem neuen Bildungszentrum den Jugendlichen in der Rhein-Neckar-Region eine attraktive berufliche Zukunftsperspektive bieten können", sagt Edgar Reisch, der gemeinsam mit Privatdozent Dr. Paul Schnitzler vom Universitäts-Hygieneinstitut Geschäftsführer des neuen Zentrums ist. Ziel sei es, qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze zu sichern und dabei gleichzeitig einer gesellschaftspolitischen Aufgabe nachzukommen.

Jürgen Unrath, Geschäftsführer der Evangelischen Stadtmission und des Krankenhauses Salem, weist darauf hin, dass auch die Ausbildung in der Altenpflege im Zentrum integriert sei. Aufgrund der demographischen Entwicklung und des zunehmenden Pflegebedarfs werde der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal weiterhin zunehmen. "Mit dem Bildungszentrum können wir zudem auf die raschen Entwicklungen im Gesundheitswesen und die neue Anforderungen in der Patientenversorgung zeitnah mit entsprechenden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen reagieren", erklärt Jürgen Unrath.

Bedarf an Pflegekräften dürfte in den nächsten Jahren steigen

Obwohl die beteiligten Krankenhäuser damit über ihren unmittelbaren Bedarf Mitarbeitern ausbilden, werden durch die Gründung des Bildungszentrums keine Ausbildungsplätze abgebaut – entgegen dem allgemeinen Trend auf dem Lehrstellenmarkt: allein in Baden-Württemberg 2,4 Prozent weniger Ausbildungsplätze für Jugendliche. Der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal dürfte jedoch steigen, nicht nur im stationären Betrieb, sondern vor allem auch in den ambulanten und Reha-Einrichtungen.

Berufsgruppenübergreifende Seminare im Gesundheitswesen (z.B. Führungskräftetraining) qualifizieren die Teilnehmer, sich gemeinsam auf die verändernden Erwartungen und Erfordernissen einzustellen.

Die attraktiven Bildungsangebote richten sich sowohl an Auszubildende und Mitarbeiter der Gesellschafter als auch an externe Interessenten.

Ab November werden ca. 500 Schüler in 21 Kurse im Heinsteinwerk in den verschiedenen Ausbildungsberufen ihre theoretische Ausbildung erhalten. Die praktische Ausbildung erfolgt nach wie vor in den verschiedenen Kliniken und Einsatzbereichen. Ziel ist es, die Auszubildenden auf zukünftige Anforderungen in ihrem Berufsfeld vorzubereiten, damit sie eine gute Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.

Ansprechpartner:
Bildungszentrum gGmbH, Schulleitung
Herr Klaus Huhn
Tel.: 06221 – 56 5946

Internet: www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=1378



Rückfragen bitte an
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


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