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12. August 2005

Freie Hand für die Nachwuchsforscher

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften im Porträt

Unterhalb des Schlosses, direkt am Karlsplatz, liegt das Gebäude der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Die fast vollständig erhaltene Gesamtanlage ist ein typischer Adelshof der Barockzeit, seine detailreiche Innenausstattung macht das Haus zu einem der bedeutendsten Baudenkmäler des 18. Jahrhunderts in der Stadt. Nach der Zerstörung Heidelbergs im französisch-pfälzischen Erbfolgekrieg begann um 1710 der Bau des Stadtpalais. Nachdem das Schloss 1767 durch einen Blitzschlag unbewohnbar geworden war, diente das Gebäude dem Kurfürsten und später dem Großherzog von Baden als Residenz. Seit 1920 ist das Anwesen nun Sitz der Akademie. Wie die übrigen sechs deutschen Akademien der Wissenschaften ist sie klassische Gelehrtengesellschaft und moderne außeruniversitäre Forschungseinrichtung zugleich.

Die Heidelberger Akademie wurde 1909 gegründet, und seit dem wird hinter der traditionsreichen Fassade hart gearbeitet. Die Akademie dient ihren Mitgliedern als Forum für interdisziplinäre Diskussionen von wissenschaftlichen Fragestellungen und Erkenntnissen. Zu ordentlichen Mitgliedern der Akademie werden Wissenschaftler des Landes Baden-Württemberg gewählt, die sich durch hervorragende Leistungen ausgewiesen haben. Daneben kann die Mitgliederversammlung auch Wissenschaftler aus aller Welt hinzuwählen, die "korrespondierenden Mitglieder". Untergliedert in zwei Abteilungen, die philosophisch-historische und die mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, sind durch die derzeit 169 ordentlichen und 72 korrespondierenden Mitglieder alle Wissenschaftsdisziplinen in der Akademie repräsentiert. Mit ihren 23 Forschungsstellen und rund 160 Mitarbeitern leistet die Heidelberger Akademie einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung. Die von ihr publizierten Wörterbücher, Editionen und Werkausgaben sind für die Forschung in vielen Disziplinen unentbehrlich.

900 000 Euro für Jungwissenschaftler

"Der Wissenschaftsrat hat erst vor kurzem die Bedeutung der Akademien als Träger langfristig angelegter geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung hervorgehoben", so Akademiepräsident Professor Peter Graf Kielmansegg. "Es gibt in der deutschen Wissenschaftslandschaft derzeit keine anderen Institutionen, die diese Art von Forschung schultern könnten. Es wird unsere Aufgabe in den kommenden Jahren sein, die Wichtigkeit dieser Arbeit nachdrücklicher als bisher der Öffentlichkeit zu vermitteln." Auch werde sich die Akademie als Landesakademie Baden-Württembergs noch systematischer als bisher um die Zusammenarbeit mit den einzelnen Landesuniversitäten bemühen.

Auch der wissenschaftliche Nachwuchs wird gefördert. Seit 2002 existiert das WIN-Programm, in dem sechs herausragende Jungforschergruppen zusammengefasst sind. Vom Land Baden-Württemberg mit rund 900000 Euro pro Jahr unterstützt, forschen sie im Land verteilt unter dem Dach der Akademie an interdisziplinären Projekten. Großes öffentliches Interesse fand die jüngst veranstaltete Tagung "Wohin treibt Europa?", die nach den Gründen der Ablehnung des europäischen Verfassungsentwurfs fragte. Im November wird die Tagung "Das Charisma – Funktionen und symbolische Repräsentationen" folgen.

"Die Akademie lässt uns Nachwuchswissenschaftlern nahezu freie Hand bei der Wahl unserer Themen und Forschungsgegenstände. Außerdem stellt sie uns ihre internationalen Kontakte zur Verfügung. Die Akademiemitglieder unterstützen uns bei unseren Forschungen, Publikationen und Tagungen", erzählt Dr. Stefan Seit, Leiter der Tübinger Forschungsgruppe. Und weiter: "Ein vergleichbares Nachwuchsförderprogramm gibt es in Deutschland derzeit nicht."

Johannes Schnurr

INFO: www.haw.baden-wuerttemberg.de



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