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11. Juli 2005

Der Patient profitiert von der engen Zusammenarbeit zwischen Klinik und niedergelassenem Facharzt

Universitätsklinikum Heidelberg und DAK schließen ersten Vertrag zur integrierten Versorgung bei Prostatakrebs in Baden-Württemberg

Das Universitätsklinikum Heidelberg und die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) Baden-Württemberg haben am 11. Juli 2005 einen Vertrag geschlossen, der Patienten, die wegen Prostatakrebs operiert werden, eine optimale Versorgung durch die enge Zusammenarbeit zwischen Urologischer Universitätsklinik Heidelberg und niedergelassenen Fachärzten sichert. Es handelt sich dabei um den ersten Vertrag zur "integrierten Versorgung" bei Prostatakarzinom in Baden-Württemberg.

Ziel des Vertrags ist es, den Versicherten eine optimal abgestimmte Versorgung durch niedergelassene Ärzte und Urologische Universitätsklinik anbieten zu können. "Dadurch wollen wir die Behandlungs- und Lebensqualität erhöhen", erklärte Christoph Höglmeier, Landesgeschäftsführer der DAK, bei einer Pressekonferenz am 11. Juli 2005 in Heidelberg.

Ihre Teilnahme an dem Projekt vertraglich vereinbart haben bislang sechs niedergelassene Urologen im Rhein-Neckar-Raum; von weiteren Urologen aus der Region liegen bereits mündliche Zusicherungen zum Beitritt zur integrierten Versorgung vor. Patienten, die sich freiwillig innerhalb des Vertrags behandeln lassen, erhalten als Anreiz bis zu 50 Prozent des Eigenanteils der Krankenhauskosten, maximal 140 Euro, erstattet.

Prostata Centrum Heidelberg bietet komplettes Therapiespektrum an

Mehr als 40.000 Männer in Deutschland erkranken jedes Jahr an einem bösartigen Tumor der Prostata; rund 11.500 sterben an den Folgen der Erkrankung. Für ihre Behandlung stehen verschiedene Therapiestrategien – Operationsmethoden, Bestrahlungsformen, Medikamente – zur Verfügung, die individuell nach den Bedürfnissen des Patienten zum Einsatz kommen. Das Prostata Centrum der Urologischen Klinik Heidelberg bietet sämtliche Therapien an – sogar, und dies bundesweit einmalig, die routinemäßige Operation mit dem computergesteuerten OP-Assistenten da Vinci, der besonders präzises und schonendes Operieren ermöglicht.

"Patienten mit Prostatakrebs werden in der Heidelberger Klinik nach interdisziplinär erarbeiteten Leitlinien behandelt, die die aktuellsten klinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen", erklärte Professor Markus Hohenfellner. In diese Umsetzung der Behandlungsstrategien werden die niedergelassenen Ärzte eng einbezogen. Lassen sich die Leitlinien im individuellen Fall nicht einwandfrei anwenden, wird der Fall im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), der übergeordneten, interdisziplinären Institution für alle Tumorpatienten in Heidelberg, von den Experten diskutiert. Derzeit werden in der Heidelberger Klinik rund 200 Patienten im Jahr an Prostatakrebs operiert.

Klinik nutzt ihre OP-Ressourcen – Mehr ambulante Leistungen im niedergelassenen Bereich

"Auf der Grundlage des Vertrags zur integrierten Versorgung können die bei uns vorhandenen Ressourcen für Operationen besser genutzt werden", sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. "Durch die koordinierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen können Vorbereitung und Nachsorge der Patienten zum großen Teil in den ambulanten Bereich verlagert werden."

Finanziert wird die integrierte Versorgung derzeit als Anschubfinanzierung aus Mitteln, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenhäusern anteilig mit je 1 Prozent gespeist werden. Die Klinik erhält je nach Schweregrad zwischen 7.400 und 8.400 Euro pro Fall und gibt 15 Prozent an die niedergelassenen Urologen für die Diagnostik und Therapie vor und nach dem Klinikaufenthalt weiter.

Weitere Informationen im Internet: www.prostatacentrum-heidelberg.de



Rückfragen bitte an
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de




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