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18. Juli 2005

Immer wieder gleich und dabei immer wieder neu

Giora Feidman und das Georgische Kammerorchester begeisterten die Zuhörer bei "Klassik im Marstall"

Giora Feidman und das Georgische Kammerorchester begeisterten die Zuhörer bei
Giora Feidman suchte am Samstag im Marstall-Hof den Kontakt mit seinem Publikum.
Foto: Kresin

Giora Feidman scheint einen direkten Draht zum lieben Gott zu haben – und er genießt das. "Das Wetter ist so schön, er hat es mir versprochen", erklärte der weltbekannte Klarinettist verschmitzt am Samstagabend und machte eine weit ausholende Geste Richtung Himmel. An diesem war nicht das kleinste Wölkchen zu sehen, so dass einem wunderbaren Sommerabend und ungetrübtem Musikgenuss nichts im Wege stand.

Jochen Flamme, seit vielen Jahren mit Giora Feidman eng befreundet und immer wieder Veranstalter eindrucksvoller FeidmanKonzerte, hatte sich für "Klassik im Marstall" etwas besonderes einfallen lassen. Das Georgische Kammerorchester erwies sich unter seinem Dirigenten Markus Poschner als ausgesprochen temperamentvoll und spielfreudig, die Musiker hatten sichtlich Spaß, und der Funke sprang schnell auf das Publikum über.

Das bestand aus einem sehr gemischten Publikum, verglichen mit Giora Feidmans Konzerten in der Stadthalle aber deutlich verjüngt. Da das Studentenwerk für Studierende sehr ermäßigte Eintrittskarten verkauft hatte, hatten auch viele junge Leute den Weg in den Marstall-Innenhof gefunden und saßen an langen Biertischen ganz entspannt mit einem kühlen Drink. Andere hatten es sich im Seminargebäude gemütlich gemacht und verfolgten das musikalische Geschehen von den geöffneten Fenstern aus.

Das Georgische Kammerorchester, 1964 in Tiflis gegründet und seit 1990 in Ingolstadt ansässig, versteht sich als kultureller Botschafter Ingolstadts und gastiert bei den wichtigsten europäischen Musikfestivals; Chefdirigent Markus Poschner leitet das Orchester seit fünf Jahren. Im Marstall eröffneten die Musiker mit Peter Tschaikowskis "Souvenir de Florence". Kaum war der letzte Ton verklungen, nahte sich der Meister, wie seine Fans ihn kennen und lieben: Giora Feidman spazierte durch die Zuschauerreihen Richtung Bühne und schlug auf seiner Klarinette zunächst sehr zarte Töne an.

Gemeinsam mit dem Orchester bewies er Temperament bei fünf Stücken für Klarinette und Orchester, die in der Tradition der jüdischen Klezmer-Musik standen. "Beifall bitte erst nach dem fünften Teil", instruierte er verschmitzt lächelnd sein Publikum. Dass Feidman immer für eine Überraschung gut ist, bewies er, indem er die "Zugabe" vorwegnahm. Die ist traditionellerweise eine Mischung aus musikalischen Sequenzen der deutschen, israelischen und der palästinensischen Nationalhymne; so unterstreicht Feidman immer wieder neu, dass er Musik als völkerverbindende Sprache versteht, die aus der innersten Seele kommt.

Im zweiten Teil des Programms erklangen Miniaturen von Zinzadse, eine Suite aus Gershwins "Porgy and Bess" sowie Astor Piazzollas "Libertango"; damit erinnerte Feidman an seine südamerikanischen Wurzeln. Nach zweieinhalb Stunden gab es Blumen und Umarmungen von Jochen Flamme, herzlichen Applaus vom Publikum sowie etliche Zugaben. Fazit: ein gelungener Abend für Fans, immer wieder gleich und dabei immer wieder neu.

Ingeborg Salomon



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