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Wissenschaftsvolksfest
in Warschau

 

Junge Polen auf dem Weg zum DFG-Stand

Wissenschaftsvolksfest in Warschau

Das erste Juniwochenende gehörte in Warschau der Wissenschaft. Mehr als 100 000 Gäste besuchten das Science Picnic und bekamen neben exzellenter Wissenschaft auch internationale Kooperation zu sehen. Denn das Internationale Graduiertenkolleg "Modellierung, Simulation und Optimierung von komplexen Prozessen" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) warb für die Kooperation deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Polen.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bestaunen Simulationen und Experimente zum Fall fester Objekte in unterschiedlichen Flüssigkeiten

Der Sprecher des Graduiertenkollegs, Professor Georg Bock aus Heidelberg, formulierte es so: "Das Ziel war es, wissenschaftlich interessierte junge Menschen auf die DFG aufmerksam zu machen und sie für exzellente deutsche Forschung zu begeistern." In dem Graduiertenkolleg läuft die Zusammenarbeit schon seit eineinhalb Jahren nicht zuletzt auf Basis des guten Verhältnisses zwischen Deutschen und Polen auf menschlicher wie fachlicher Ebene reibungslos.

Ein wichtiger Grund für dieses gute Verhältnis ist die bis ins Jahr 1995 zurückreichende Zusammenarbeit zwischen den beiden Kompetenzzentren, an denen das akademische Nachwuchsprogramm angesiedelt ist. So sehen Professor Marek Niezgodka, Direktor des "Interdyscyplinarne Centrum Modelowania Matematycznego i Komputerowego der Universität Warschau" (ICM) und Professor Georg Bock, geschäftsführender Direktor des "Interdisziplinären Zentrums für Wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg" (IWR) in dem Internationalen Graduiertenkolleg auch eine konsequente Fortsetzung der zehnjährigen engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Polen.

Robert Firmhofer (Radio BIS), Science-Picnic-Initiator Lukasz Turski, Georg Bock (IWR), Torsten Fischer (DFG) und Marek Niezgodka (ICM) (v. l. n. r.)

Um sich auf dem Science Picnic optimal zu präsentieren, nutzten die Kollegiaten des Graduiertenkollegs ihre wissenschaftlichen Ergebnisse. So konstruierte beispielsweise Sebastian Bönisch als Experte im Gebiet der numerischen Simulation mit Anwendungen in der Strömungsmechanik mithilfe seiner deutschen und polnischen Kolleginnen und Kollegen ein Fallexperiment eines Körpers in unterschiedlichen Flüssigkeiten. Staunend sahen die Zuschauer, dass Bönisch allein mit mathematischer Berechnung die Bewegung des Körpers vorhersagen konnte - je nach Beschaffenheit der Flüssigkeit dreht sich ein länglicher Körper nämlich entweder in eine horizontale oder in eine vertikale Position.

Ein Film, zusammengestellt aus Animationen ausgesuchter Projekte, zeigte anschaulich die ganze Bandbreite der Spitzenforschung des Graduiertenkollegs. So waren ineinander fließendes Salz- und Süßwasser, Hitzeverteilungen einer Bunsenbrennerflamme, optimierte Roboter und Space Shuttles, optimale Versuchsplanung chemischer Prozesse, Zustandsänderungen von Proteinen oder die Visualisierung rekonstruierter Angkor-Tempel zu sehen. Das beeindruckte nicht zuletzt den deutschen Botschafter in Polen, Reinhard Schweppe: "Das Science Picnic war für das Ansehen deutscher Forschung und Technik in Polen ein riesiger Erfolg. Daran hat der beeindruckende Beitrag der DFG wesentlichen Anteil."

Exponate
Botschafter Reinhard Schweppe (links) und der Vertreter der DFG, Torsten Fischer

Der Initiator und Hauptorganisator des Science Picnic, der theoretische Physiker Professor Lukasz Turski, hatte das Wissenschaftsvolksfest in der Warschauer Altstadt 1997 ins Leben gerufen, um das Interesse der breiten Öffentlichkeit an der Wissenschaft zu wecken und zu fördern. Organisiert wird dieser Tag traditionell von einem großen polnischen Radiosender, Radio BIS. Seit den 13 Zelten im Jahr 1997 hat sich allerdings eine Menge getan. In diesem Jahr kamen 100 000 Besucher zu den Ständen von mehr als 130 Institutionen und Unternehmen. Turski war so zufrieden mit dem diesjährigen Verlauf, dass er aus Anlass des deutsch-polnischen Jahres über einen Export der gemeinnützigen Veranstaltung beispielsweise nach Berlin nachdenkt.

Das Graduiertenkolleg "Modellierung, Simulation und Optimierung von komplexen Prozessen" ist eines der momentan 41 von der DFG geförderten Internationalen Graduiertenkollegs. In Graduiertenkollegs erhalten Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, ihre Promotion im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms durchzuführen. Graduiertenkollegs werden befristet zu bestimmten aktuellen Forschungsschwerpunkten eingerichtet.


Weitere Informationen

Mehr Bilder des Science Picnic finden Sie auf der Website des Graduiertenkollegs "Modellierung, Simulation und Optimierung von komplexen Prozessen" unter http://www.iwr.uni-heidelberg.de/gk.

Informationen dazu erteilt auch Dipl.-Math. Sebastian Sager, Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen der Universität Heidelberg, Tel. 06221/548812, E-Mail: sebastian.sager@iwr.uni-heidelberg.de.

Weitere Informationen zu den Internationalen Graduiertenkollegs der DFG finden Sie unter

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