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22. Juli 2005

Bundesverdienstkreuz an Professor Müller-Graff

Ministerpräsident Günther H. Oettinger verleiht Bundesverdienstkreuz an den Altdekan der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Peter-Christian Müller-Graff – "Unermüdliches internationales Engagement für die europäische Integration"

Ministerpräsident Günther H. Oettinger hat dem Altdekan der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter-Christian Müller-Graff, das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Bei der Ordensverleihung in der Villa Reitzenstein am Freitag würdigte der Ministerpräsident das langjährige und engagierte Wirken des Dekans für die europäische Integration. "Peter-Christian Müller-Graff hat mit seinem unermüdlichen Engagement für die europäische Integration einen Beitrag zur internationalen Verständigung geleistet und sich damit um das Gemeinwohl verdient gemacht", erklärte Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

1969 legte er nach seinem Studium der Rechtswissenschaften als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes in Göttingen, Berlin und Tübingen das erste Staatsexamen ab. 1973 promovierte er bei Ludwig Raiser an der Universität Tübingen und legte im darauf folgenden Jahre das zweite juristische Staatsexamen ab. 1994 folgte er dem Ruf nach Heidelberg und war von 1999 bis 2004 Dekan der juristischen Fakultät der dortigen Universität.

Besonders bemerkenswert sei Müller-Graffs frühes Interesse an öffentlichem Recht und sein Engagement für internationale Beziehungen. Diese suchte er schon früh, als er 1969 als Stipendiat des Studienstiftung des deutschen Volkes ein Jahr an der Cornell University Law School in Ithaca, USA, verbrachte, sagte der Ministerpräsident.

Ministerpräsident Oettinger würdigte vor allem die Tätigkeit für den juristischen Dienst in Brüssel im Jahre 1972, mit der Müller-Graff bereits an den Anfängen der europäischen Integration mitgewirkt habe. Daneben bildeten seine Gastprofessuren an Universitäten in Frankreich und den USA einen weiteren Beweis für sein internationales Engagement, so Ministerpräsident Oettinger.

"Prof. Dr. Müller-Graff trug durch die Mitarbeit am Kommentar zum EU-/EG-Vertrag, der Veröffentlichung vielfältiger Aufsätze und mehrerer englisch- und französisch-sprachiger Buchveröffentlichungen auf ganz besondere Weise zur europäischen Integration bei", unterstrich der Ministerpräsident.

So sei der von der Eötvös-Lorand Universität Budapest verliehene Titel "Doctor et Professor iuris prudentiae honoris causa" für seine Arbeiten zum Europäischen Integrationsrecht, Binnenmarktrecht und Gemeinschaftsprivatrecht sowie für die internationale Koordinierung von Forschungsarbeiten und die Förderung der Publikationstätigkeit ungarischer und anderer mitteleuropäischer Forscher in Westeuropa ein zu Recht verliehener Titel, bemerkte der baden-württembergische Regierungschef.

Müller-Graffs Unermüdlichkeit in der Pflege internationaler Beziehungen zeige sich auch in seiner jetzigen Aufgabe als Verantwortlicher für die Aufrechterhaltung und Entwicklung der Beziehungen zur Universität Cambridge. Diese übernahm er neben seiner universitären Aufgabe als Dekan der Universität Heidelberg und als Direktor des Instituts für Deutsches Europäisches Gesellschafts- und Wirtschafsrecht, innerhalb derer er sich für Forschung und Lehre einsetzt.

"Darüber hinaus macht sich Dekan Müller-Graff durch die Leitung des Arbeitskreises Europäische Integration und die Vorstandmitgliedschaft bei der wissenschaftlichen Gesellschaft für Europarecht der höchsten Anerkennung aller Befürworter der europäischen Integration verdient," unterstrich der Ministerpräsident. Ebenso sei das Engagement in mehreren Europaorientierten Vereinigungen nicht außer Acht zu lassen. So ist Müller-Graff Mitglied des Kuratoriums der Europäischen Rechtsakademie Trier und des wissenschaftliche Direktoriums des Instituts für europäische Politik.

Zudem wurde er 2002 vom früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel in den Beraterkreis für den Konvent zur Zukunft Europas berufen. "Müller-Graffs Einsatz für die Zukunft Europas richtet sich darauf, die spezifischen Eigenheiten der Mitgliedstaaten zu bewahren. Ich befürworte diesen Vorsatz und sehe ihn als die einzige Möglichkeit an, Europa zusammen zu führen und dennoch seine regionale Vielfältigkeit und Einzigartigkeit zu bewahren", so der Ministerpräsident.



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Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
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