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1. Juli 2005

Rektor: Krupp-Preis weiterer Meilenstein für Medizinische Fakultät Mannheim

Der diesjährige Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer geht an Professor Heike Allgayer – Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff: Preis stellt für die Mannheimer Fakultät einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Spitzengruppe dar

Das Foto zeigt die Preisträgerin mit dem Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff (links), dem Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Mannheim, Prof. Dr. Stefan Post (3. von links), und dem Dekan der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus van Ackern.
Das Foto zeigt die Preisträgerin mit dem Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Hommelhoff (links), dem Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Mannheim, Prof. Dr. Stefan Post (3. von links), und dem Dekan der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus van Ackern.

Der diesjährige Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer geht an eine Wissenschaftlerin der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg: Professor Heike Allgayer. Rektor Prof. Peter Hommelhoff gratulierte ihr jetzt zu der Auszeichnung. Der Preis stelle für die Mannheimer Fakultät einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg in die Spitzengruppe dar.

Professor Dr. med. Dipl. oec. med. Heike Allgayer, MD, PhD., ist seit April 2004 Professorin für Experimentelle Chirurgie an der von Professor Dr. Stefan Post geleiteten Chirurgischen Universitätsklinik Mannheim. Gleichzeitig leitet sie eine Klinische Kooperationseinheit des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), der Fakultät für Klinische Medizin und des Mannheimer Universitätsklinikums, die sich mit der molekularen Onkologie solider Tumoren befasst.

Der Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer wird alljährlich im Herbst von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung verliehen. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von einer Million Euro dotiert.

Heike Allgayer, Jahrgang 1969, studierte von 1988 bis 1995 Medizin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, wo sie 1996 zur Dr. med. promovierte. 1997 bis 1999 hielt sie sich im Rahmen eines Forschungsstipendiums am MD Anderson Cancer Center der amerikanischen University of Texas-Houston auf und schloss parallel dazu den Studiengang Molekularbiologie mit der Promotion zur Doctor of Philosophy ab. Im November 2001 habilitierte sich Frau Allgayer für das Fach Experimentelle Chirurgie an der Ludwig-Maximilians-Universität. 2003 ergänzte sie ihre wissenschaftliche Qualifikation um einen Abschluss als Diplom-Gesundheitsökonomin an der privaten Fernuniversität Professor Braunschweig, Chur. Nach der bestandenen chirurgischen Facharzt-Prüfung folgte im Jahr 2004 der Ruf auf die C3-Professur für Experimentelle Chirurgie in Mannheim.

Am Mannheimer Universitätsklinikum arbeitet Professor Allgayer im Rahmen des Interdisziplinären Tumorzentrums (ITM) als Spezialistin für molekularmedizinische Fragen eng mit den Kolleginnen und Kollegen anderer Fachrichtungen zusammen, um neue Erkenntnisse in der Krebsforschung zu erlangen und anzuwenden. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass einem Patienten Tumorgewebe entnommen wird, um die spezielle genetische Beschaffenheit des jeweiligen Krebses zu analysieren. Die so gewonnenen Informationen sollen es in naher Zukunft ermöglichen, jedem Patienten eine maßgeschneiderte, individuelle Behandlung zukommen zu lassen. Je nachdem, wie die Therapie wirkt, können daraus wieder Rückschlüsse für die Krebsforschung gezogen werden.

Die "Klinische Kooperationseinheit (KKE) Molekulare Onkologie Solider Tumoren" unter Leitung von Professor Allgayer ist die dritte und jüngste KKE der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim, des DKFZ und der Klinikum Mannheim gGmbH. Bereits seit längerer Zeit gibt es solche Kooperationseinheiten im Bereich der Dermatoonkologie und der Onkologischen Gastroenterologie. Die KKE verfolgen das Ziel, die Kooperation zwischen Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Krankenversorgung zu verbessern. Dadurch sollen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die Klinik gebracht werden.

Die Mitglieder der KKE Molekulare Onkologie Solider Tumoren suchen nach molekularbiologischen Methoden, um die Beschaffenheit und Eigenschaften von Tumoren sowie das Wachstumsstadium präziser zu bestimmen, in dem sich der Krebs befindet (Staging-Modelle). Ihre neu gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, noch zielgerichtetere und individuellere Tumortherapien zu entwickeln. Die existierenden klinischen Staging-Modelle beruhen auf rein morphologischen Parametern, das heißt, auf Beobachtungen der äußeren Gestalt der Tumoren (Eindringtiefe, Lymphknotenbefall, Fernmetastasen). Andererseits hat die molekularbiologische Forschung in den letzten Jahren eine Fülle von Ergebnissen zu molekularen Veränderungen geliefert, die zum Beispiel für die Verwandlung von gutartigen Zellen in Krebszellen verantwortlich sind (Transformation) oder zu einer Ausbreitung von Tumoren in umliegendes oder weiter entfernt liegendes Gewebe führen (Invasion bzw. Metastasierung). Diese Ergebnisse in bereits bestehende Methoden zu integrieren, ist eines der Ziele der KKE Molekulare Onkologie Solider Tumoren.

Das Hauptaugenmerk legen Professor Allgayer und ihr Team auf Tumoren des Gastrointestinaltraktes. Sie haben bereits molekulare Faktoren bestimmt, die eine differenzierte Vorhersage der Aggressivität des Krebses und somit ein genaueres Staging und gezieltere therapeutische Maßnahmen ermöglichen sollen.

Klinikum-Geschäftsführer Alfred Dänzer hob die herausragende Karriere der jungen Wissenschaftlerin hervor. Er freue sich, dass ihr Wirken im Bereich der Tumorforschung auf diese Weise anerkannt werde.



Rückfragen bitte an
Klaus Wingen
Universitätsklinikum Mannheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Tel. 0 621 3833549, Fax 3832195
klaus.wingen@klinikum-mannheim.de
www.klinikum-mannheim.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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