zum Seiteninhalt
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Siegel der Universitaet Startseite der Universität Kontakt: Anschriften und Ansprechpartner Suche: Volltext; Personen; E-Mail; Forschungsdatenbank Sitemap: Seitenüberblick English

Startseite > Presse > Pressemitteilungen im Überblick >

29. Juli 2005

Universität Heidelberg vergibt erstmals den Hella-Bühler-Preis

Professor Dr. Helmut Friess für herausragende Leistungen in der Erforschung bösartiger Tumoren der Bauchspeicheldrüse ausgezeichnet

Professor Dr. Helmut Friess (mitte) bei der Verleihung des Preises durch Professor Dr.  Jochen Tröger (links), Prorektor der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, ehemaliger Dekan der Medizinischen Fakultät.
Professor Dr. Helmut Friess (mitte) bei der Verleihung des Preises durch Professor Dr. Jochen Tröger (links), Prorektor der Universität Heidelberg, und Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, ehemaliger Dekan der Medizinischen Fakultät.
Foto: Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg

Für seine Verdienste um die Erforschung bösartiger Tumoren der Bauchspeicheldrüse hat die Universität Heidelberg am 28. Juli 2005 den Wissenschaftler und Leitenden Oberarzt der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, Professor Dr. Helmut Friess, mit dem Dr. Hella Bühler-Preis 2004 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 € dotiert und wurde in diesem Jahr erstmals vergeben. Gestiftet hat ihn die Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler(1910 – 2002), die der Universität Heidelberg ihr Vermögen mit der Auflage vermacht hat, jährlich einen Preis für besondere wissenschaftliche Leistungen in der Krebsforschung in der Universität Heidelberg zu vergeben.

Tumore der Bauchspeicheldrüse zählen zu den bösartigsten Krebserkrankungen ("Pankreaskarzinome") und sind meist spät zu erkennen. In über 70 Prozent der Fälle sind Operationen dann nur noch eingeschränkt erfolgreich: Das Tumor hat sich bereits in andere Organen ausgebreitet. Wie lassen sich Veränderungen in molekularen Strukturen frühzeitig erkennen? Das Team um Professor Friess erforscht seit Jahren, welche Faktoren hier eine Rolle spielen.

"Einer der international renommiertesten Forscher der Erforschung des Pankreaskrebs"

Professor Friess (43) stammt aus Göppingen und absolvierte sein Medizinstudium in Ulm. Bereits seine Promotion 1990 befasst sich mit der Physiologie der Bauchspeicheldrüse und der Magenchirurgie. Bei einem Forschungsaufenthalt an der University of California beschäftigte er sich intensiv mit dem Einfluss von Wachstumsfaktoren auf das Pankreas-Karzinom, dem Thema seiner späteren Habilitation an der Universität Bern (1998). Mittlerweile hat er fast 300 Veröffentlichungen publiziert. "Professor Friess gilt als einer der aktivsten und international renommiertesten Forscher auf diesem Gebiet", sagte Professor Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag in seiner Laudatio. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise belegten die hohe wissenschaftliche Qualität der Arbeiten, die er seit 2001 in Heidelberg fortführt.

Wichtigste Schnittstelle für den Transfer von Grundlagenforschung in die klinische Anwendung ist das Europäische Pankreaszentrum. Es wurde vor drei Jahren an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg eingerichtet (www.pankreasinfo.com). In klinischen Studien werden neue Verfahren zur Diagnostik und Therapie des Pankreaskrebs untersucht.

So hat eine große internationale Studie gezeigt, dass eine Chemotherapie nach der Operation die Überlebenschancen des Patienten verbessern kann.

"Wir hoffen, dass sich durch die Bündelung von klinischer und molekularbiologischer Forschung im Europäischen Pankreaszentrum der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg neue Horizonte für eine bessere Behandlung eröffnen", sagt Professor Friess. Zugute kommt den Ärzten dabei die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg und anderen nationalen wie internationalen Partnern. Professor Friess ist zuversichtlich, dass "Patienten bereits in den nächsten Jahren bessere Therapien angeboten werden können."

Dr. Hella Bühler: Zahnärztin mit gesellschaftlicher Verantwortung

Die Stifterin Hella Bühler im November 1996 im Alter von 86 Jahren.   
Die Stifterin Hella Bühler im November 1996 im Alter von 86 Jahren.
Foto: Reiterverein Heidelberg e.V.

Dies wäre ganz im Sinne der Stifterin, Dr. Hella Bühler. Aus gut bürgerlichem Haus – ihr Vater war Schulrektor in Heidelberg – studierte sie von 1929 bis 1932 Zahnmedizin in ihrer Heimatstadt. Nach Ausbildungszeiten bei Kieferchirurgen in Dortmund und Kiel, eröffnete sie 1937 in der Sophienstraße in Heidelberg eine Zahnarztpraxis. Sie war bekannt als eine couragierte Frau, die das Herz am rechten Fleck hatte und sich für die Belange ihrer Patienten einsetzte. Ihre Verpflichtung auf den Eid des Hippokrates war für sie unerschütterliches Fundament ihres Berufes, den sie als Berufung empfand.

"Mit ihrem Vermächtnis hat Dr. Hella Bühler ein Zeichen gesetzt für das Verantwortungsbewusstsein ihres Berufsstands und sich bewusst zur Zukunft dieser Region bekannt", sagte Professor Dr. Jochen Tröger, Prorektor der Universität Heidelberg bei der Verleihung des Preises.

Rückfragen:
Prof. Dr. Helmut Friess
Chirurgische Universitätsklinik, Abteilung für Allgemein-,
Viszeral- und Unfallchirurgie,
Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg,
Telefon (0 62 21) 56 48 60,
e-mail: helmut.friess@med.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen im Internet:
"Zielgenau gegen Krebs", Beitrag im Forschungsmagazin "Ruperto Carola" der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg:
http://www.uni-heidelberg.de/presse/ruca/ruca05-1/zielgenau.html

Pressemitteilung "Kompetente Beratung bei chronischer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse": http://idw-online.de/pages/de/news80352

Pressemitteilung "Chemotherapie nach Operation verbessert Überlebenschancen": http://idw-online.de/pages/de/news77371



Rückfragen bitte an
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 – 56 45 36
Fax: 06221 – 56 45 44
Handy: 0170 – 57 24 725
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de
www.klinikum.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg


Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Ruperto Online | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by
Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg