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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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1. Juni 2005

Bachelor-Studiengang Südasienstudien startet

Zum Wintersemester 2005/06 können sich Interessierte am Südasien-Institut der Universität Heidelberg für den interdisziplinären Bachelor-Studiengang Südasienstudien immatrikulieren – Unmittelbarer Bezug zwischen Theorie und Praxis

Der Studiengang umfasst die am Südasien-Institut (SAI) vertretenen Fächer Ethnologie, Geographie, Geschichte, Klassische Indologie, Moderne Indologie, Politische Wissenschaft und die Wirtschaftswissenschaften (Entwicklungsökonomie und Internationale Wirtschafts- und Entwicklungspolitik). Die wichtigste Säule ist der Sprachunterricht in entweder der klassischen Literatursprache Sanskrit oder dem modernen, nahezu auf dem ganzen Subkontinent gesprochenen Hindi. Durch Veranstaltungen zur wissenschaftlichen Methodik, Rhetorik und Präsentation, interkultureller Kommunikation und EDV sowie ein studienbegleitendes Praktikum in Südasien wird ein unmittelbarer Bezug zwischen Theorie und Praxis hergestellt.

Der B.A.-Studiengang Südasienstudien ist ein Unikum unter den im Rahmen der Bologna-Erklärung von 1999 in Deutschland, und speziell in Baden-Württemberg, neu eingeführten B.A.-Studiengängen. Durch seine inherente Interdisziplinarität ist eine Kombination mit weiteren Fächern nicht möglich. Der Aufbau entspricht jedoch der Struktur der B.A.-Curricula mit einem Kern- und einem Ergänzungsbereich. Den Kernbereich bilden die sprachpraktische Ausbildung und jeweils vier Veranstaltungen in vier gewählten Fächern sowie zwei Veranstaltungen in den Wirtschaftswissenschaften. Für den Ergänzungsbereich kann eines der am SAI vertretenen sieben Fächern gewählt werden (mit Ausnahme der Wirtschaftswissenschaften). In diesem Fach müssen acht Veranstaltungen absolviert werden. Weiterhin findet im Ergänzungsbereich das Berufspraktikum in Südasien statt und die Veranstaltungen, die der überfachlichen, berufsqualifizierenden Kompetenz dienen.

Der Differenzierung der Wissenschaft in einzelne Disziplinen wird am SAI Rechnung getragen, reale Probleme und Fragestellungen orientieren sich jedoch nicht an vorhandenen disziplinären Grenzen. Um wissenschaftlich fundierte Antworten auf die Praxis in der Region Südasien geben zu können, arbeitet das Südasien-Institut schon seit seiner Gründung im Jahre 1962 interdisziplinär. Der B.A.-Studiengang Südasienstudien ist somit nicht nur eine Antwort auf den hochschulpolitischen Kontext und die Herausforderung für den Studienstandort Deutschland, sondern auch eine Chance, die Kommunikation zwischen Angehörigen verschiedener Disziplinen zu verbessern und Studierende in diesen Prozess einzubinden, um die Fragen der Praxis besser beantworten und neue Methoden der Problemlösung eröffnen zu können. Die Fähigkeit zur fächerübergreifenden Zusammenarbeit wird in der gegenwärtigen, die Anforderungen an Studienabsolventen betreffenden arbeitsmarktpolitischen Diskussion, als eine der Schlüsselqualifikationen für künftige Arbeitsplätze angesehen.

Das Südasien-Institut bietet optimale Studienmöglichkeiten. Die im Hause angesiedelte Bibliothek ist eine der größten Spezialbibliotheken Europas (260 000 Bände, 500 Fachzeitschriften). Im Januar 2005 wurde das Sondersammelgebiet Südasien der Deutschen Forschungsgemeinschaft übernommen und eine virtuelle Fachbibliothek (savifa) wird zur Zeit eingerichtet. Zwei international bekannte Veröffentlichungsreihen; "Beiträge zur Südasienforschung (BSAF), Stuttgart: Franz Steiner Verlag" und "South Asian Studies (SAS), New Delhi: Manohar Publishers"; werden vom SAI herausgegeben. Zur Förderung des kulturellen Austausches und der Entwicklungszusammenarbeit, sowie der partnerschaftlichen Beziehungen zu den Staaten Südasiens und deren Wissenschaftseinrichtungen, unterhält das Südasien-Institut drei Aussenstellen in New Delhi, Kathmandu und Colombo. Diese stehen den Studierenden vor allem bei der Suche nach geeigneten Praktikastellen zur Verfügung und betreuen diese bei ihrem Aufenthalt in den jeweiligen Ländern und der Durchführung des Praktikums.

Mit dem Studienabschluss "Bachelor of Arts" in Südasienstudien werden Absolventen auf eine große Bandbreite beruflicher Einsatzmöglichkeiten in den Feldern Kommunikation, Dokumentation, Management, Bildung und Weiterbildung vorbereitet. Es eröffnen sich berufliche Möglichkeiten in Kulturmanagement, Journalismus und in der Öffentlichkeitsarbeit, in Nichtregierungsorganisationen, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen oder bei internationalen Einrichtungen außerhalb des akademischen Bereichs. Innerhalb des universitären Rahmens ist ein interdisziplinärer M.A.-Studiengang in Planung. Absolventen des B.A.-Studiengangs Südasienstudien können darüber hinaus die Aufnahme in einen M.A.-Studiengang des Faches beantragen, in dem die sprachpraktische Ausbildung im B.A.-Studiengang stattfand (also entweder Klassische oder Moderne Indologie), oder in dem Fach, das im Ergänzungsbereich belegt wurde. Generell ist dabei zu beachten, dass M.A.-Studiengänge keine bloße inhaltliche Weiterführung des B.A.-Studiums sind, sondern eine eigenständige Qualifikationsstufe mit spezifischem Profil darstellen.

Der B.A.-Studiengang Südasienstudien steht allen Interessierten offen, die Abitur oder eine entsprechende offiziell anerkannte Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Für die Einschreibung gelten die Bestimmungen zur Immatrikulation an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Voraussetzung für die Teilnahme am Studium sind allerdings Deutschkenntnisse, die gegebenenfalls durch eine entsprechende Sprachprüfung nachgewiesen werden müssen. Bewerbungsfrist für ausländische Studierende ist der 15.7.2005, deutsche Studierende können sich ohne Bewerbung einschreiben.



Weitere Informationen unter:
http://www.sai.uni-heidelberg.de
oder Tel. 06221 548900 und 544313

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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