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15. Juni 2005

Psychotherapeutische Beratungsstelle lädt zu "Tag der Offenen Tür" ein

Am 20. Juni 2005 ab 14.00 Uhr in der Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studentenwerks Heidelberg – Prof. Holm-Hadulla: "Evaluationsstudien haben gezeigt, dass über 80% der konsultierenden Studenten mit unserem Beratungsangebot zufrieden oder sehr zufrieden sind"

Aus Anlass ihres Umzugs in das Altklinikum lädt die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks Heidelberg (PBS) alle Interessierten zu einem "Tag der Offenen Tür" am 20. Juni 2005 ab 14.00 Uhr ein (Gartenstraße 2, 69115 Heidelberg; Altklinikum unmittelbar neben der ehemaligen Ludolf-Krehl-Klinik in Höhe der Bergheimerstraße 56).

"Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass 25% der Studierenden durch psychische Schwierigkeiten beeinträchtigt sind", sagt Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla, Leitender Arzt der PBS. Trotz guter und manchmal höchster Begabungen "können sie aufgrund ihrer Probleme ihr Potential nicht nutzen".

Noch mehr Studierende "haben in der Schule nicht gelernt, strukturiert zu arbeiten", so Holm-Hadulla. Auch mangele es an einer niveauvollen Freizeitgestaltung, und die Medienverwahrlosung grassiere auch in Studentenkreisen. So sei es häufig Aufgabe der Beratungsstelle, neben der Abklärung von psychischen Störungen und der psychotherapeutischen Beratung Arbeitstechniken zu vermitteln und eine produktive Freizeitgestaltung anzuregen. "Mangelhafte Strukturierung der intellektuellen Arbeit und psychische Probleme bedingen sich häufig wie in einem Teufelskreis gegenseitig."

Außer den erwähnten Arbeitsschwierigkeiten, Prüfungsängsten und Orientierungsproblemen geht es in der Beratungstätigkeit um Beziehungskonflikte, mangelndes Selbstwertgefühl und depressive Verstimmungen. "Es bedarf fundierter psychotherapeutischer Kenntnisse, um zu unterscheiden, ob ein Student nur augenblicklich ‚von des Gedankens Blässe angekränkelt ist' oder sich eine ausgeprägte depressive Erkrankung entwickelt." Im ersten Fall genügen – so der Arzt -häufig fünf bis zehn Sitzungen, um eine Krise zu überwinden. Im letzteren Fall sorgen die Berater dafür, dass eine adäquate Behandlung zumeist bei niedergelassenen Therapeuten zu Stande kommt.

Holm-Hadulla: "Die PBS vertritt ein integratives und ressourcenorientiertes Beratungskonzept, das auf den Techniken der wissenschaftlichen Gesprächs-, der kognitiven Verhaltenstherapien und der psychodynamischen Psychotherapien aufbaut. Ein besonderer Akzent liegt auf dem Konzept der Salutogenese, das sich auf die Faktoren konzentriert, die eine Person widerstandsfähig und gesund erhalten. Diese sind verlässliche Bindungen, Hingabe an die gestellten Aufgaben und das Gefühl selbst wirksam zu sein."

Im Jahre 2004 erhielten 542 Studierende erstmals eine ausführliche persönliche Problemabklärung und eingehende Beratung. Insgesamt wurden 1547 Personen erstmals beraten. In dieser Zahl sind auch per Telefon oder e-mail beratene Studenten und Kommilitonen, Angehörige, Betreuer und Professoren von betroffenen Studierenden enthalten.

Kooperationen bestehen mit dem Psychologischen Institut und dem Zentrum für Studienberatung und Weiterbildung. Gemeinsam versucht man das innovative Modell-Projekt "Studiencoaching" an der Universität Heidelberg voran zu bringen. Es soll Studierenden, die keine psychischen Probleme haben und dennoch unter ihren Leistungsmöglichkeiten bleiben, zu einem zufriedeneren und erfolgreicheren Studium verhelfen. Für Studierende, die stärker psychisch beeinträchtigt sind, existiert eine enge Kooperation mit niedergelassenen Therapeuten und den Universitätskliniken.

"Mehrere Evaluationsstudien haben gezeigt, dass über 80% der konsultierenden Studenten mit dem Beratungsangebot zufrieden oder sehr zufrieden sind", sagt Holm-Hadulla. Dennoch arbeite die Beratungsstelle kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Verbesserung ihres Angebots.

Die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks kann von allen Studentinnen und Studenten der Universität und Pädagogischen Hochschule in Anspruch genommen werden. Alle Mitarbeiter unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Gebühren werden nicht erhoben. Sie sind durch einen Teil des Sozialbeitrags, der an das Studentenwerk entrichtet wird, abgegolten.



Rückfragen bitte an
Psychotherapeutische Beratungsstelle
des Studentenwerks Heidelberg
Gartenstraße 2, 69115 Heidelberg
Tel. 06221 543750, Fax 543760
pbs@urz.uni-heidelberg.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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