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2. Juni 2005

Verleihung des Landesforschungspreises 2004

Einladung an die Medien – Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg wird am 8. Juni 2005 um 18.00 Uhr im Rahmen eines Festaktes in der Alten Aula der Universität Heidelberg den Preis an Prof. Dr. Herta Flor und Prof. Dr. Josef Wieland verleihen

Mit dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg zeichnet das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst einmal im Jahr herausragende Forscherinnen und Forscher mit dem höchstdotierten Forschungspreis eines Bundeslandes aus. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg wird am 8. Juni 2005 um 18.00 Uhr im Rahmen eines Festaktes in der Alten Aula der Universität Heidelberg (Grabengasse 1, 69117 Heidelberg) den Preis an Prof. Dr. Herta Flor und Prof. Dr. Josef Wieland verleihen. Als Gastredner spricht Prof. Dr. Hans Küng, Präsident der Stiftung Weltethos. Zu dieser Veranstaltung laden wir die Medien herzlich ein.

Die Auszeichnung wird zum 15. Mal vergeben, das Preisgeld beträgt je 100.000 Euro für Arbeiten in den Bereichen Grundlagenforschung und angewandte Forschung. Mit dieser Dotierung vergibt das Wissenschaftsministerium das höchste Preisgeld eines Bundeslandes, "ein Beleg dafür, dass Wissenschaft und Forschung in Baden-Württemberg einen Schwerpunkt der Landespolitik bilden", so Frankenberg.

Den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung hat die Psychologin Prof. Dr. Herta Flor vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, Professorin der Universität Heidelberg, erhalten. Sie erforscht den Zusammenhang zwischen Gehirn und Psyche. Wie beeinflussen Vorgänge oder Veränderungen im Gehirn das menschliche Erleben und Verhalten? Wandelt sich zum Beispiel das Schmerzempfinden eines Menschen, wenn das Gehirn über bestimmte Reize stimuliert wird? Der Frage, wie Menschen ihr Gehirn selbst so beeinflussen können, dass sich beispielsweise ihr Schmerzempfinden positiv verändert, ist Herta Flor in ihren wissenschaftlichen Untersuchungen wiederholt nachgegangen. "Das Gehirn – und das ist es, was mich am meisten fasziniert – ist kein starres Gebilde, sondern durch äußere Einflüsse plastisch formbar, und das sogar bis ins hohe Alter", erklärte die Preisträgerin.

Den Landesforschungspreis für angewandte Forschung erhielt der Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Josef Wieland von der Fachhochschule Konstanz. Er zeigt auf, dass in Unternehmen und Organisationen neben wirtschaftlichem Erfolg auch moralisches Engagement eine Bedingung nachhaltiger Unternehmensentwicklung ist, und beschreibt unter anderem, mit welchen konkreten Maßnahmen ein ethischer Wandel in Unternehmen gefördert werden kann. "Wirtschaftsskandale zeigen, dass es nicht reicht, sich auf formale Kontrollsysteme zu verlassen. Vielmehr müssen informale Steuerungsmechanismen wie Werte und Moral integriert werden", erläuterte Josef Wieland. Aber wie sollen diese Steuerungsmechanismen angelegt sein, und wer setzt sie um?

Auf diese Fragen gibt Prof. Wieland, der sich mit dem anwendungsorientierten Aspekt von Ethik befasst, mit seinem Wertemanagementsystem eine Antwort. Das von ihm entwickelte Instrument dient zur Prävention von Wirtschaftskriminalität, mobilisiert Werte in Unternehmen und unterstützt global tätige Konzerne bei der Entwicklung ihrer Unternehmenskultur. Die Größe der Firmen spielt dabei keine Rolle. "Die Auszeichnung von Josef Wieland zeigt zugleich die Bedeutung der Fachhochschulen in Baden-Württemberg bei der Umsetzung hervorragender Forschung in konkrete wirtschaftliche Erfolge", so Wissenschaftsminister Frankenberg.

Mit dem Preisgeld von je 100.000 Euro bietet sich den Forschern die Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Vorhaben weiter voranzutreiben bzw. neue Perspektiven und Handlungsspielräume zu eröffnen. "Die Bedeutung eines Preises hängt wesentlich davon ab, nach welchen Kriterien er vergeben wird. Beim Landesforschungspreis Baden-Württemberg sind die Maßstäbe sehr hoch", so Frankenberg. Vorgeschlagen werden können die Arbeiten von den Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wissenschaftlichen Organisationen sowie den Mitgliedern des Auswahlausschusses. Aus welchen Fachrichtungen die Bewerber kommen, spielt dabei keine Rolle. Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft eine unabhängige Jury aus 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Weitere Informationen zum Landesforschungspreis: www.mwk.baden-wuerttemberg.de/


Rückfragen bitte an
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Pressestelle
Tel. 0711 2793005, Fax 2793081
pressestelle@mwk.bwl.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse




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