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18. Mai 2005
Gemeinsame Presseinformation der Universitäten Heidelberg und Mannheim

Gemeinsame Offensive der Universitäten Heidelberg und Mannheim: Steigerung von Qualität und Effizienz durch Kooperation

Beide Universitäten planen, im Rahmen ihrer bestehenden Kooperation insgesamt 26 Professuren untereinander auszutauschen – Bei knapper werdenden Finanzmitteln Steigerung von Qualität und Effizienz durch Profilschärfung, um weiter in die internationale Spitze vorzustoßen – Universität Heidelberg plant, die Gymnasiallehrer-Ausbildung der Region in Heidelberg zu konzentrieren und das Ausbildungszentrum für Gymnasiallehrer einzurichten – Stärkung der Natur- und Lebenswissenschaften – Wirtschaftswissenschaften sollen in Mannheim konzentriert werden – Universität Mannheim verlagert Technische Informatik und Teile der Mathematik nach Heidelberg und stärkt im Gegenzug Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftswissenschaften – Umsetzung bis spätestens 2010

Mit einem gegenseitigen Tausch von 26 Professuren möchten die Universitäten Heidelberg und Mannheim ihr jeweiliges Profil in Forschung, Lehre und Weiterbildung weiter schärfen und abrunden. Dadurch soll der Vorstoß in die europäische und internationale Spitze vorangetrieben werden. Die Universität Heidelberg plant hierzu, ein Zentrum für Gymnasiallehrer-Ausbildung einzurichten und die Natur- und Lebenswissenschaften zu stärken. Die Wirtschaftswissenschaften sollen in Mannheim konzentriert werden. Die Universität Mannheim verlagert ihre Technische Informatik und Teile der Mathematik nach Heidelberg und stärkt im Gegenzug Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftswissenschaften. Beide Universitäten und die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar werden hiervon profitieren, betonten die beiden Universitätsrektoren Prof. Dr. Peter Hommelhoff (Heidelberg) und Prof. Dr. Hans-Wolfgang Arndt (Mannheim) in einem gemeinsamen Pressegespräch am Mittwochnachmittag. Und: Alle Studierenden können ihr derzeitiges Studium bis 2010 an ihrer derzeitigen Hochschule beenden.

Die Wirtschaftswissenschaften in der Rhein-Neckar-Region sollen bis spätestens 2010 an der Universität Mannheim konzentriert werden; an sie gibt die Universität Heidelberg ihre bislang den Wirtschaftswissenschaften gewidmeten Ressourcen ab. Die Universität Mannheim ist bereits heute die führende deutsche Hochschule in diesem Bereich. Sie wird mit einem Teil der Heidelberger Ressourcen ihre Position gerade auch im internationalen Wettbewerb weiter stärken.

Zugleich baut Mannheim im Zuge des Stellentausches einen der größten deutschen Bereiche für Wirtschaftsinformatik auf, der ca. 16 Professuren umfassen wird. Damit plant die Universität, in die europäische Spitze der unternehmensbezogenen Informatik vorzustoßen.

Für die zurzeit an der Universität Heidelberg eingeschriebenen Studierenden der Wirtschaftswissenschaften soll sich nichts ändern. Sie werden ihr Studium unverändert plangemäß am Studienort Heidelberg fortsetzen und abschließen können. Die Durchführung der Lehrveranstaltungen wird gewährleistet, Prüfungen werden von den Heidelberger Dozenten abgenommen. Soweit es notwendig werden sollte, wird sich das Heidelberger Rektorat darum bemühen, zusätzliche Lehr- und Prüfungskapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Die Gymnasiallehrer-Ausbildung wird in einigen Jahren – voraussichtlich 2010 – an der Universität Mannheim aufgegeben. Dies hängt allerdings von den Planungen der beiden zuständigen Ministerien in Stuttgart ab. Die Hochschule stärkt die Ausbildung von Handelslehrern und entwickelt neue Studienangebote in enger Verzahnung der Kulturwissenschaften mit dem gesamten Mannheimer Fächerspektrum. Die beiden Universitäten entsprechen damit Plänen des Landes, im Zuge der Umstellung auf das Bachelor-/Mastersystem landesweit die Gymnasiallehrer-Ausbildung an den großen Traditionsuniversitäten zu konzentrieren. Um diese qualitativ noch weiter zu verbessern, wird an der Universität Heidelberg ein Lehrerbildungs-Zentrum (möglichst in partieller Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule) errichtet. Etwaiger Aufwuchs an Lehrkapazität, vor allem in der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg, soll durch universitätsinterne Umstrukturierungen, durch eine generelle Restrukturierung des akademischen Mittelbaus und durch Überbrückungshilfen des Landes gewonnen werden. Eine Verlagerung von Ressourcen von Mannheim nach Heidelberg findet in diesem Bereich nicht statt.

Die Technische Informatik der Universität Mannheim wird an die Universität Heidelberg verlagert, behält jedoch bis auf weiteres ihren Standort in Mannheim bei; auch dies sei – so die beiden Universitätsrektoren unisono – "Ausdruck der wissenschaftlichen Vernetzung in der Metropolregion Rhein-Neckar". Die genaue Ausrichtung der Technischen Informatik und ihr Verhältnis zur bestehenden Physik, Informatik, Mathematik und Medizin der Universität Heidelberg wird innerhalb der Universität Heidelberg noch beraten. Bereits eingeschriebene Studierende können ihre Ausbildung in Mannheim beenden. In Heidelberg wird ein entsprechendes Angebot für künftige Studierende aufgebaut.

Die Mannheimer Lehrstühle und Professuren der reinen Mathematik werden vollständig an die Universität Heidelberg verlagert; allerdings werden diese Stellen der Heidelberger Mathematik nicht im vollen Umfang auf Dauer verbleiben, sondern teilweise umgewidmet in die Neuphilologische Fakultät zur Bewältigung ihrer anwachsenden Aufgaben.

Nach Heidelberg sollen auch die beiden Mannheimer Lehrstühle für Philosophie verlagert, jedoch ebenfalls umgewidmet werden. Die Universität Mannheim bietet statt dessen verstärkt Lehrangebote unter anderem zur Wirtschaftsethik an.

In der Universität Heidelberg werden die Beratungs- und Entscheidungsverfahren nun im Senat und im Universitätsrat mit dem Ziel in Gang gesetzt, der dargestellten Konzentration und Verlagerung zwischen den beiden Universitäten im Grundsatz zuzustimmen.

Der geplante Stellentausch wurde innerhalb der Universität Mannheim mit großer Mehrheit begrüßt. Sämtliche betroffenen Professoren und Fakultäten, die Fachschaft der Informatik-Studierenden und der Senat äußerten sich positiv. Jetzt steht auf Mannheimer Seite noch die Zustimmung des Universitätsrates aus.



Rückfragen bitte an
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Achim Fischer
Universität Mannheim
Leiter Presse – und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0621 1811013, Fax -1014
Fischer@verwaltung.uni-mannheim.de




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