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18. Mai 2005

Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache für Heidelberger Juristen Professor Paul Kirchhof

Kirchhoff hat die verfassungsrechtliche Bedeutung der deutschen Sprache als Grundlage des demokratischen Rechtsstaates klar herausgearbeitet – Mit 35 000 Euro die am höchst dotierte Auszeichnung für sprachliche Verdienste in Deutschland

Kirchhof erhält den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache für seine Verdienste um die Sprache des Rechts und das deutsche Sprachenrecht. Er hat die verfassungsrechtliche Bedeutung der deutschen Sprache als Grundlage des demokratischen Rechtsstaates klar herausgearbeitet. Immer wieder hat Kirchhof das Verfassungsgebot der Verständlichkeit, Klarheit und Nachvollziehbarkeit von Rechtstexten für alle Bürger betont. "Die Sprache ist Form und Zeichen für Recht, sie ist seine Grundlage und sein Werkzeug zugleich", schrieb Kirchhof. Daraus ergebe sich für den Gesetzgeber, die Rechtssprechung und die Verwaltung die Verpflichtung, den Bürgern so gegenüberzutreten, dass sie von ihnen verstanden werden könne, sagte der Sprecher der Jury, der Bamberger Germanist Helmut Glück.

Mit der Wahl Kirchhofs soll auch daran erinnert werden, dass der Namengeber des Preises und Begründer der Germanistik, Jacob Grimm, Jurist war, ebenso der Mit-Stifter des Preises, Theo Münch. Sie soll, so Glück, deutlich machen, dass Rechtssetzung und Rechtsprechung sprachliche Vorgänge sind, die auf eine funktionsfähige Sprache angewiesen sind.

Prof. Dr. Paul Kirchhof war 1987-1999 Richter am Bundesverfassungsgericht. Er hat in diesem Amt ein besonders schwer durchschaubares Rechtsgebiet, das Steuerrecht, verständlicher zu machen gesucht. 1999 ist er an die Universität Heidelberg zurückgekehrt. 2003 hat er einen einfachen, allgemeinverständlichen Entwurf eines neuen Einkommenssteuergesetztes vorgelegt.

Der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ist mit 35.000 Euro die am höchsten dotierte Auszeichnung für sprachliche Verdienste in Deutschland. Die bisherigen Preisträger waren Rolf Hochhuth, Ludmila Putina, Christian Meier und Vicco von Bülow alias Loriot.

Die Preise werden am 29. Oktober in Kassel überreicht werden.



Nähere Informationen:
Prof. Dr. Helmut Glück
Sprecher der Jury des Kulturpreises Deutsche Sprache
Universität Bamberg, Tel 0951-863-2239
www.kulturpreis-deutsche-sprache.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
www.uni-heidelberg.de/presse

Irene Thewalt
Tel. 06221 542311, Fax 542317
presse@rektorat.uni-heidelberg.de


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